Noch eins

OnePlus 7: Solider Purismus ohne Pop-up-Kamera (mit Video)

Neben dem OnePlus 7 Pro mit Pop-up-Kamera hat der chine­sische Hersteller auch ein regu­läres 7er-Modell vorge­stellt. Das OnePlus 7 erweist sich als solides Smart­phone, hebt sich aber nicht um Welten vom Vorgänger ab.
AAA
Teilen (47)

OnePlus fährt in diesem Jahr das erste Mal die Zwei-Geräte-Politik bei der Vorstel­lung eines neuen Smart­phone-Modells. Das Pro-Modell der neuen 7er-Serie setzt sich nochmal deut­lich vom regu­lären Modell ab. Das liegt an abwei­chenden tech­nischen Spezi­fika­tion, die beson­ders das (Haupt-)Kame­rasystem und das Display betreffen.

Viel­mehr macht der Vergleich zwischen dem OnePlus 7 und dem OnePlus 6T Sinn. Beim ersten Blick fallen die Unter­schiede kaum auf, man könnte beide Modelle mitein­ander leicht verwech­seln. Vom Design her hat sich also nicht so viel getan: Die (un-)auffäl­lige Wasser­tropfen-Notch, mit der die Selfie­kamera in die Front einge­arbeitet ist, ist gleich, genauso wie das Gehäu­sede­sign.

Die Unter­schiede spielen sich eher im Inneren des Bodys ab, wodurch sich das OnePlus 7 gut als tech­nisches Upgrade des 6T-Modells bezeichnen lässt. Aufgrund seiner Eigen­heiten spielt das OnePlus 7 Pro nochmal in einer eigenen Liga.

Das OnePlus 7 gibt es in der Farb­vari­ante Mirror Gray in zwei Spei­cher­kombi­nationen. Mit 6 GB/128 GB kostet es nach unver­bind­licher Preis­empfeh­lung 559 Euro und mit 8 GB/256 GB 609 Euro.

Wir haben das OnePlus 7 mit 8 GB/256 GB in unser Test­labor geschickt und geprüft, ob es seine Daseins­berech­tigung hat oder ob es nur im Schatten des Pro-Bruders steht.

Das OnePlus 7 im Video

Design, Haptik und Display

Die Design­sprache bleibt die gleiche wie beim OnePlus 6T. Man muss schon ein klein wenig genauer hingu­cken. Dann fällt auch sofort der breit über den oberen Rand gezo­gene Laut­spre­cher­grill auf, den es beim 6T nicht gibt. Die weiteren nennens­werten Unter­schiede sind "unsichtbar".

Das Display misst 6,41 Zoll und hat eine Dew-Drop-Notch
Das Display misst 6,41 Zoll und hat eine Dew-Drop-Notch
Die Wasser­tropfen-Notch in der Mitte des Displays gehört zu den dezenten Vari­anten der Selfie­kamera-Inte­gration. Entspre­chend ist das Design aufgrund der symme­trischen Gestal­tung kein großer Stör­faktor. Einer­seits. Ande­rerseits sind nicht gänz­lich alle Apps an Display­einker­bungen ange­passt. Das zeigt sich auch beim OnePlus 7. Nicht ange­passte Apps hören unter der Notch auf. Um das zu vermeiden, muss das Display ohne Ausspa­rung zur Verfü­gung stehen - so wie es beim Pro-Modell der Fall ist.

Insge­samt liegt das OnePlus 7 mit den Abmes­sungen 157,7 mm x 74,8 mm x 8,2 mm sehr ange­nehm und leicht in der Hand. Mit einem Gewicht von 182 Gramm hat es im Vergleich zum Vorgänger sogar nochmal 3 Gramm abge­speckt - in der Praxis nicht merk­lich, aber als Sommer-Modell vorteil­hafter als ein Gewichts­plus. Das Gehäuse ist so schlank, das Swipen und Scrollen auch einhändig komfor­tabel möglich sind. Durch das kompakte Hand­ling wird die Anfäl­ligkeit der Rück­seite für rutschiges Verhalten etwas gemin­dert.

Die Blickwinkelstabilität
Die Blickwinkelstabilität
Die Dual-Haupt­kamera auf der Rück­seite steht deut­lich weiter heraus, als es beim 6T der Fall war. Beim Herbst­modell 2018 ist es schön, dass das Smart­phone auf einer ebenen Fläche liegend kaum hin- und wippt, wenn man es bedient. Beim OnePlus 7 ist das durch die mittige, verti­kale Plat­zierung beinahe extrem, weil es auf diese Weise flach aufliegt. Das ist ein wenig schade. Mit Bravur meis­tern das unserer Ansicht nach derzeit nur Modelle wie das Samsung Galaxy S10+ (Ceramic-Edition), das mit seiner hori­zontalen Triple-Kame­raan­ordnung kein Spiel für Wippen auf ebenen Flächen bietet.

Die Kamera steht recht weit aus dem Gehäuse raus
Die Kamera steht recht weit aus dem Gehäuse raus
Bei der Display­hellig­keit hat sich nichts getan. Wir ermit­telten einen Wert von 443 cd/m², was genau dem Ergebnis beim OnePlus 6T entspricht. Dafür hat sich etwas bei der Farb­echt­heit verän­dert. Wir haben einen Delta-E-Wert von 5,09 gemessen. Beim 6T-Modell war der Wert mit 9,84 deut­lich schlechter. Zur Erin­nerung: Je kleiner der Delta-E-Wert ist, desto näher liegt die Farb­wieder­gabe am Ideal.

Extrem nied­rige Werte schaffen Apples iPhones. Aktuell sitzt das iPhone XR auf dem ersten Platz unserer Besten­liste der Smart­phones mit der besten Farb­darstel­lung 2019.

Auf der nächsten Seite gehen wir unter anderem auf die Leis­tung und den Finger­abdruck­sensor unter dem Display ein.

1 2 3 letzte Seite
Teilen (47)

Weitere Handytests bei teltarif.de