Ausgefahren
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OnePlus 7 Pro mit Pop-up-Kamera im Test (mit Video)

OnePlus hat seine neuen 2019er-Smart­phones OnePlus OnePlus 7 und OnePlus 7 Pro vorge­stellt. Das Pro-Modell hat eine Pop-up-Kamera und ein nahezu rand­loses Display-Design. Wir haben das Gerät getestet.
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OnePlus setzt auf Qual­comms aktu­ellen Snap­dragon 855 Prozessor. Damit hat das Smart­phone einen leis­tungs­fähigen Back­round. Die direkt sicht­bare Nutzungs­geschwin­digkeit kann sich sehen lassen, auch das Ergebnis in unserem teltarif.de-eigenen Brow­serbench­mark ist ansehn­lich. Hier ermit­telten wir einen Wert von 188. Im Vergleich mit dem Galaxy S10+ kann das OnePlus diese Diszi­plin für sich entscheiden. Der Südko­reaner mit Samsungs aktu­ellem Exynos-Prozessor kam auf einen Wert von 143.

Über­raschend ist, dass das OnePlus 6T mit Vorjahres-Snap­dragon 845 hier einen Wert von 205 produ­ziert. Und das OnePlus 6T in der McLaren Edition kommt sogar auf sagen­hafte 226.

Links: Lautstärkewippe
Links: Lautstärkewippe
Der neue UFS 3.0-Stan­dard soll mehr Perfor­mance im Spei­cher liefern und damit zu höheren Trans­ferge­schwin­digkeiten beim sequen­tiellen Lesen und beim Schreiben führen. Der Stan­dard ist seit 2018 bekannt, jetzt kommen aber erst die ersten Smart­phones mit UFS 3.0-Tech­nologie auf den Markt.

Da es so noch nicht genü­gend Vergleichs­werte gibt, halten wir uns mit der Inter­preta­tion des Stan­dards in der Praxis an dieser Stelle zurück. Es ist zu erwarten, dass weitere Smart­phone-Hersteller 2019 den neuen Stan­dard in ihren High-End-Geräten verbauen werden, beispiels­weise Samsung im kommenden Galaxy Note 10.

Bench­mark- und Gaming-Test

Oben: Eingefahrene Pop-up-Kamera im Gehäuse
Oben: Eingefahrene Pop-up-Kamera im Gehäuse
Im von uns gestar­teten Geek­bench-Bench­mark-Test erreichte das OnePlus 7 Pro einen Wert von 3514 im Single-Core und 11201 im Multi-Core. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S10+ erreichte in dem von uns gestar­teten Geek­bench-Prüf­verfahren 4438 im Single-Core und 9505 im Multi-Core, das iPhone XS Max kann 4837 bezie­hungs­weise 11378 für sich verbu­chen. Huaweis aktu­elles P30 Pro schafft 3293 bezie­hungs­weise 9885. Damit sticht das OnePlus 7 Pro zumin­dest bei den vergli­chenen promi­nenten Android-Smart­phones im Multi-Core-Test heraus.

Im Rahmen des Perfor­mance-Tests machten wir auch den Gaming-Test. Dazu gönnten wir uns eine Runde "Asphalt 9: Legends" und das grafi­sche sehr aufwen­dige mobile Rollen­spiel "The Elder Scrolls Blades" des Entwick­lers Beth­desda. Beide Spiele sahen auf dem OnePlus 7 Pro hervor­ragend aus und liefen grund­sätz­lich sehr flüssig. Verein­zelte Ruckler, die sich bei The Elder Scrolls Blades zeigten, können auch auf das Spiel selbst zurück­zuführen sein. Derzeit befindet sich die Soft­ware noch in der Early Access-Phase. Ruckler tauchten auch beim Samsung Galaxy S10 (+) und beim Honor View 20 auf.

Der Smart­phone-Hersteller bietet für solche Spie­lereien auch einen eigenen Gaming-Mode an. Dadurch sollen unter anderem GPU und CPU opti­miert werden. Wir testeten beide Games in besagtem Modus. Ein deut­licher Unter­schied zur regu­lären Nutzung war dabei nicht fest­zustellen. Beim Arcade-Renn­spiel Asphalt 9: Legends wirkten höchs­tens die Flächen an der Fahr­bahn­umge­bung ein wenig "glatter". Als unbe­dingt nötig empfinden wir den Gaming Mode jetzt nicht, zumin­dest, wenn es um eine verbes­serte Darstel­lung gehen soll. Darüber hinaus erlaubt der Modus aber auch andere Einstel­lungen, die eher von Vorteil sein können, beispiels­weise die Einschrän­kung von Benach­rich­tigung während des Zockens.

Tele­fonie, Sound und Sensoren

Unten: Slot, USB-C-Anschluss und Lautsprechergrill
Unten: Slot, USB-C-Anschluss und Lautsprechergrill
Unser Gegen­über konnte uns beim Tele­fontest gut verstehen, glei­ches gilt auch andersrum. Der Klang war nur nicht ganz so klar wie erwünscht, stel­lenweise wirkte er etwas dumpf. Die Gesamt­laut­stärke könnte zudem etwas lauter sein. Die Tele­fonie per Laut­spre­cher zeigt das gleiche Ergebnis bei der Klang­qualität, die Laut­stärke für die Nutzung in Innen­räumen ist dagegen in Ordnung.

Anders zeigt es sich beim Sound­test des einge­bauten Stereo­systems: Die Klang­qualität war klar und auch in höheren Region nicht über­dreht. Wir prüften das Soun­der­lebnis mit Coun­trymusik und einem YouTube-Video mit impul­siven Dialogen.

OnePlus hat wie auch schon im 6T-Modell aus 2018 einen Finger­abdruck­sensor in das Display inte­griert. Dazu nutzte der Hersteller einen Kame­rasensor, der den Finger­abdruck im Zusam­menspiel mit grünem Licht erkennt. Das System machte bereits im T-Modell eine gute Figur und reagierte flott (Mehr dazu lesen Sie im ausführ­lichen Test­bericht zum OnePlus 6T). Um die Erken­nungs­rate zu erhöhen, wurde der Finger­scan im OnePlus 7 Pro um 36 Prozent vergrö­ßert. Im Team mit dem größeren Display erreicht die Kamera so mehr Licht­einfluss, was sich eben­falls auf die Geschwin­digkeit auswirken soll. Und der Test hat gezeigt: Der Sensor reagiert erstaun­lich schnell und kann sich damit vom Vorgänger absetzen. Damit kommt die Entsperr­geschwin­digkeit (laut Hersteller in 0,21 Sekunden) an die von sehr guten klas­sischen Sensoren mit opti­schen Modul heran.

Pop-up-Kamera mit Face Unlock

Die (ausgefahrene) Pop-up-Kamera
Die (ausgefahrene) Pop-up-Kamera
OnePlus hat die Front­kamera als Pop-up in den oberen Gehäu­serahmen einge­setzt. Über­raschend ist, dass der chine­sische Konzern die Entsper­rung des Smart­phones per Face Unlock erlaubt. Was sich im ersten Moment umständ­lich anfühlt, erweist sich in der Praxis als äußerst prak­tikabel.

Es gibt zwei Möglich­keiten, die Gesichts­erken­nung zu akti­vieren: Entweder wischt der Nutzer nach dem Drücken des Home­buttons nach oben und bewirkt das Ausfahren der Kamera oder der Bild­schirm wird auto­matisch entsperrt, wenn der Bild­schirm akti­viert ist. Letz­terer Modus erwies sich im Test am komfor­tabelsten. Home­button drücken, die Kamera fährt kurz aus, erkennt das Gesicht und fährt wieder ein. Dabei bleibt sie nicht stehen, der Face-Unlock-Mecha­nismus funk­tioniert in flüs­siger Sequenz. Wer zusätz­lich zu Face Unlock noch den Finge­ran­druck­sensor nutzen will, sollte auf den anderen Gesichts­erken­nungs­modus zurück­greifen, weil sonst bei Akti­vieren des Screens per Home­button jedes Mal die Kamera zur Gesichts­erken­nung mit ausfährt. Umgehen lässt sich das nur mit der Abwahl des Modus oder dem Anheben des Screens, damit das Finger­abdruck­symbol auf dem Display erscheint, ohne vorher den Home­button drücken zu müssen.

Die Pop-up-Kamera soll bei einer Ausfahr­häufig­keit von 150 Mal pro Tag fünf Jahre durch­halten. Wer mit der Zahl nichts anfangen kann: Selbst Smart­phone-Intensiv-Nutzer in unserer Redak­tion liegen durch­schnitt­lich bei unter 100 Entsper­rungen pro Tag.

OnePlus verbaut im 7 Pro-Modell wieder eine Benach­rich­tigungs-LED. Das Feature gab es bereits im OnePlus 6, wurde aber im 6T-Modell ausge­setzt.

Auf der nächsten Seite gehen wir unter anderem auf den Akku und die Soft­ware ein.

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