Unter der Lupe

Der selbsternannte Flaggschiff-Killer OnePlus 2 im Test

Wir haben das OnePlus 2 in den vergangenen Tagen intensiv genutzt und berichten darüber, wie sich der Flaggschiff-Killer im Alltag schlägt. In unserer Meldung finden Sie unter anderem Details zu Dual-SIM und LTE, Snapdragon 810 und OxygenOS.
AAA
Teilen

Hardwareseitig hinterlässt die Mobilfunk-Schnittstelle des OnePlus 2 wiederum einen guten Eindruck. Neben GSM und UMTS werden anders als beim OnePlus One nun auch alle für den deutschen Markt relevanten LTE-Frequenzbereiche abgedeckt. Allerdings ist der Mobilfunkempfang des OnePlus 2 nur durchschnittlich. Das fällt in Gegenden mit guter Funkversorgung kaum auf. In Regionen mit schwankender Netzabdeckung kommt es aber vor, dass das OnePlus 2 früher den Kontakt zur Basisstation verliert als beispielsweise das Sony Xperia Z3 Dual.

Alternativ zu GPRS, UMTS und LTE lässt sich der Internet-Zugang auch über WLAN herstellen. Dabei werden beide gängigen Frequenzbereiche (2,4 und 5 GHz) unterstützt. Auch Bluetooth und GPS/GLONASS hat das OnePlus 2 an Bord, während der Hersteller auf eine NFC-Schnittstelle verzichtet hat. Das ist bei einem Gerät, das angetreten ist, um es mit aktuellen Flaggschiffen anderer Hersteller aufzunehmen, eigentlich nicht nachvollziehbar.

Dual-SIM-Unterstützung auch für deutsche Kunden

Rückseite des OnePlus 2 in Sandstone BlackRückseite des OnePlus 2 in Sandstone Black Zwar bieten auch Hersteller wie Samsung und HTC Dual-SIM-Smartphones an. In den meisten Fällen werden die Geräte-Versionen mit zwei SIM-Karten-Schächten aber nur auf dem asiatischen, osteuropäischen und südamerikanischen Markt angeboten. Anders bei OnePlus, das sein neues Spitzenmodell auch hierzulande mit Dual-SIM-Funktion ausstattet. Dabei kann eine Karte GSM, UMTS und LTE nutzen. Die zweite SIM bucht sich nur in die GSM-Netze ein.

Die Umschaltung der Daten-SIM ist softwareseitig im laufenden Betrieb möglich und klappt innerhalb von wenigen Sekunden. Für Telefonate und den SMS-Versand lässt sich festlegen, welche Betreiberkarte bei abgehenden Verbindungen bevorzugt genutzt werden soll. Hier hatten wir im Test aber die Erfahrung gemacht, dass sich die zuvor vorgenommenen Einstellungen zum Teil wie "von Geisterhand" zurücksetzen. Anders als bei Sony Xperia Z3 Dual gibt es allerdings keine unterschiedlichen Klingeltöne für die beiden Mobilfunkanschlüsse.

Manche Funktionen vermisst der Nutzer

Lautsprecher und USB-C-Anschluss auf der UnterseiteLautsprecher und USB-C-Anschluss auf der Unterseite Kabelloses Laden und eine Schnellladefunktion gibt es beim OnePlus 2 nicht. So haben wir jeweils rund zweieinhalb Stunden warten müssen, bis der Akku, der eine Kapazität von 3300 mAh besitzt, wieder vollständig aufgeladen war. Dabei ist der Akku ohnehin eine der wenigen Schwachstellen des OnePlus 2. Man kommt zwar recht gut über den Tag, Reserven gibt es bei intensiver Nutzung aber nicht, so dass das Smartphone am späten Abend in jedem Fall mit dem Ladekabel verbunden werden muss. Das OnePlus One hielt im Test bei vergleichbarer Nutzung deutlich länger durch.

Neu gegenüber dem OnePlus One ist ein Fingerabdruck-Sensor, der sich ähnlich wie bei aktuellen iPhone-Modellen unterhalb des Displays befindet. Dieser dient zur Entriegelung des Smartphones. Bis zu fünf Finger-Profile lassen sich speichern und das Entsperren des Telefons auf diesem Weg klappte im Test schneller als beim parallel genutzten iPhone 6 Plus.

Auf der dritten und letzten Seite lesen Sie mehr zu Betriebssystem und Ausstattung. Zudem ziehen wir unser Fazit zu den ersten Tagen der Nutzung des OnePlus 2.

erste Seite 1 2 3 letzte Seite
Teilen

Weitere Handy-Tests bei teltarif.de