Aus der Wolke

Ende: Microsoft schließt OneDrive-Gruppen final

Microsoft beendet in wenigen Wochen den Support für OneDrvive-Gruppen. Nutzer sollten daher ein Backup ihrer dort gespeicherten Daten erstellen.
Von Daniel Rottinger
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Microsoft stellt die Gruppen unter OneDrive nach dem 16. Oktober 2015 endgültig ein. Bereits vor über einem Jahr entzog der Konzern Nutzern, die Möglichkeit neue Gruppen zu erstellen.

Die Informationen geht aus einem aktuellen Bericht der englischsprachigen Tech-Seite engadget hervor. Um einem möglichen Datenverlust zu entgehen empfiehlt Microsoft auf seiner eigenen Seite, die Dateien aus den jeweiligen Gruppen­verzeichnissen herunterzuladen und diese dadurch zu sichern. Allerdings wird auf der Microsoft-Seite der 30. September als vermeintliches Supportende angegeben. Es kann also durchaus Sinn machen, bereits in den kommenden Tagen aktiv zu werden. Um zu prüfen, ob Sie Daten in Gruppen abgesichert haben, können Sie sich über diesen Link in Ihr OneDrive-Gruppenverzeichnis einklinken.

Microsoft-Mitarbeiter gibt Workaround-Tipp

Microsoft gibt finales Supportende für OneDrive-Gruppen bekanntMicrosoft gibt finales Supportende für OneDrive-Gruppen bekannt Werden in dem Verzeichnis keine Dateien dargestellt, obwohl sie dort welche vermuten, können Sie sich mit dem folgenden Tricks behelfen, den ein Microsoft-Mitarbeiter in dem offiziellen Supportforum von OneDrive vorgestellt hatte: "Wenn Sie Ihre Gruppe in der linken Leiste anklicken, ändert sich die URL in der Adressleiste oben im Browser: - Üblicherweise wird die URL der Gruppe auf =1 enden, etwa wie https://onedrive.live.com/?cid=0009CC17770D64BE&group=1. Dies muss in https://onedrive.live.com/?cid=0009CC17770D64BE&group=0 geändert werden. - Wenn Sie dann eine Datei innerhalb der Gruppe auswählen, wird ebenfalls wieder die URL geändert. Sie müssen dann erneut die 1 auf eine 0 ändern." Im Anschluss sollten die entsprechenden Daten wieder angezeigt werden.

Mit den OneDrive-Gruppen hatten Nutzer eine einfache Möglichkeit, mit anderen Anwendern zusammenzuarbeiten. Vermutlich möchte Microsoft mit der Einstellung des Service Altlasten aus seiner Cloud entfernen.

Der Schritt zeigt allerdings auch wieder, wie endlich die Speicherung von Daten in Cloud-Diensten sein kann. Eine echte Sicherheit, dass Dateien noch in zehn Jahren vollständig vorhanden sind, wird damit einmal mehr zur Utopie - und lokale Backups umso wertvoller.

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