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ARD und ZDF präsentieren Pläne für Olympia in Rio

280 Stunden live im TV und rund 1000 Stunden auf Livestreams wollen ARD und ZDF von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro berichten. Neben Highlight-Videos in einem umfangreichen Onlineauftritt stehen auch erstmals Virtual-Reality-Anwendungen im Blickpunkt.
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Obwohl zunächst die Fußball-Europameisterschaft ansteht, haben ARD und ZDF in der vergangenen Woche bereits ihre Pläne für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro der Öffentlichkeit präsentiert. Vom 4. bis 21. August 2016 wollen die Öffentlich-Rechtlichen im täglichen Wechsel rund 280 Stunden live berichten. Hinzu kommen 40 Stunden Olympia-Zusammenfassungen und rund 1000 Stunden Livestreams auf den Online-Seiten der beiden Sender. Diese Streams werden über PC, mobile Geräte sowie im SmartTV zu sehen sein. Wie bereits bei den letzten sportlichen Großevents spielen also Internet und Mobile eine tragende Rolle.

Schwerpunkt sind freilich die Live-Übertragungen: "ZDF Olympia live", im Wechsel moderiert von Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne, bietet etwa an den acht Wettkampftagen, die das ZDF übernimmt, von zirka 13 bis 5.30 Uhr das volle Sporterlebnis. Zumindest in Deutschland sind die Übertragungen auch per Livestream an PC, Net- und Notebook sowie mobil via Smartphone und Tablet zu sehen, im Ausland wird das voraus­sichtlich aufgrund eines Geoblockings nicht möglich sein.

Noch nie so viel Olympia in TV, am PC und mobil

So sieht die Olympia-Berichterstattung bei ARD und ZDF ausSo sieht die Olympia-Berichterstattung bei ARD und ZDF aus "Olympia extra", präsentiert von Sven Voss, fasst anschließend von 9 bis 12 Uhr im ZDF die Ereignisse aus der Nacht zusammen – für alle Nicht-Nachtschwärmer. Ansonsten sind alle Highlights jederzeit mobil und im Netz abrufbar, denn aufgrund der Zeitverschiebung kommt diesem Aspekt eine weit größere Bedeutung zu als bei Sportevents, die in Europa statt­finden.

Durch die "Olympia extra"-Sendungen erhöhe sich das Programm­volumen im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2012 in London, teilt das ZDF mit. Dabei werde das umfassende Olympia-Angebot "in gleicher Teamgröße wie vor vier Jahren und unter bestmöglicher Nutzung von Synergien zwischen ARD und ZDF" erstellt, so der Mainzer Sender. Beide Sender wollen sich ein Panoramastudio im Olympia-Park teilen und zudem Produktion und Technik gemeinsam nutzen - von Schnittplätzen über Ü-Wagen bis zu den eigenen Kameras. Hinzu komme die Zusammenarbeit bei der Kommentierung der Online-Livestreams: Dort sind an ARD-Olympia-Tagen die ZDF-Reporter im Einsatz und umgekehrt.

Das ZDF startet bereits am Donnerstag, 4. August 2016, 20.15 Uhr, in die Olympia-Berichterstattung - mit einem Olympia-Countdown und der Dokumentation "Der brasilianische Patient - Olympialand in der Krise" von ZDF-Südamerika-Korrespondent Andreas Wunn. Ab 22 Uhr folgt live das erste Olympia-Match der deutschen Fußballer gegen Mexiko, Olympia­sieger von 2012. Die Olympia-Eröffnungsfeier ist am 5. August 2016 in der ARD zu sehen, die Schlussfeier am 21. August 2016 im ZDF.

Neu: Virtual Reality

Neu sind auch VR-Anwendungen. Neben der Eröffnungs- und Schlussfeier gibt es jeden Tag ausgewählte Wettkämpfe live in 360 Grad- und im VR-Format, ebenso die Highlights als Abrufvideo. Darüber hinaus bietet das ZDF weitere Videos in VR: Vom Blick hinter die Kulissen im Sendezentrum über den Stadtrundgang bis hin zur Copacabana. In den vollen VR-Genuss kommen die Zuschauer mit der entsprechenden Brille. Das 360 Grad-Angebot sei aber auch ohne VR-Brille nutzbar. PC, Tablet und Smartphone machten den Rundum-Blick ebenfalls möglich.

In jedem Fall ist es vorerst das letzte Mal, dass ARD und ZDF in diesem Umfang von Olympia übertragen. Überraschend hatte das IOC dem US-Sender Discovery den Zuschlag für TV-Übertragung der Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 in Europa erteilt. ARD und ZDF gingen leer aus, und es ist noch fraglich, ob sie die kommenden Spiele überhaupt live übertragen werden.

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