nachhaltig

Handys mit grünem Herz: Hauptsache, man siehts nicht

Umweltfreundlichere Mobiltelefone in der Übersicht
Von / Björn Brodersen

Damit auch Smartphone-Fans in der Green-Heart-Serie auf ihre Kosten kommen, hat Sony Ericsson dem aktuellen Windows-Mobile-Gerät Aspen ebenfalls einen Öko-Anstrich verliehen. An Ausstattung spart der Hersteller keineswegs: Neben dem Betriebssystem Windows Mobile 6.5 und einer QWERTZ-Tastatur gibts WLAN, HSPA, Mini-Klinkenanschluss, 3,2-Megapixel-Kamera und einen Touchscreen. Dieser fällt zwar mit 2,4 Zoll recht klein aus, taugt aber zum Lesen und Beantworten von E-Mails – denn darin liegt der Hauptvorteil solcher Geräte im Blackberry-Look. Mit etwa 200 Euro ist das Gerät zudem recht günstig zu haben.

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Fazit Sony Ericsson: Solarpanels finden sich bei Sony Ericsson nicht. Vielmehr setzt das schwedisch-japanische Joint-Venture auf recyceltes Material, energiesparende Ladegeräte und den Verzicht auf beiliegende Anleitungen auf Papier. Wirklich gut ausgestattet ist allerdings nur das Aspen – und gerade dieses Gerät kommt mit dem auslaufenden Betriebssystem Windows Mobile 6.5.

Samsung: Lad mich in der Sonne auf

Samsung Blue Earth S7550 Samsung Blue Earth S7550
Foto: Samsung
Eine eigene Geräteserie mit Öko-Handys hat Samsung nicht zu bieten. Dennoch finden sich im Portfolio des Herstellers zwei Geräte, die sich eindeutig dieser Nische zuordnen lassen - beispielsweise das Samsung Crest E1107: Mehr als telefonieren und Radio hören können Sie mit dem Samsung Crest E1107 nicht. Das robuste Gerät verfügt nicht einmal über eine Kamera, Internetbesuche würden auf dem kleinen 1,5-Zoll-Display ohnehin keinen Spaß machen. Ein Gimmick hat Samsung aber dann doch eingebaut: Auf der Rückseite befinden sich Solarpanels, die das Gerät bei Sonnenschein aufladen können. Eine Stunde Sonneneinstrahlung soll für ein zehnminütiges Telefonat ausreichen. Als Ersatz fürs Ladegerät taugen die Solarzellen allerdings damit nicht. Outdoor-Urlauber, die sich oft länger abseits von Steckdosen aufhalten, könnten – zumindest im Sommer und bei Sonnenschein – im Crest aber einen Begleiter finden. Aktuell ist das Handy für nur 50 Euro im Online-Handel zu haben.

Das Gehäuse des Samsung Blue Earth S7550 wurde aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Im Gegensatz zum Crest spart Samsung in Sachen Ausstattung aber nicht: Das Handy kommt zwar mit hauseigenem Betriebssystem und daher ohne den Komfort, den so mancher Nutzer mittlerweile von einem Smartphone gewohnt ist. Dafür gibts Funktionen wie WLAN, HSDPA, Touchscreen und eine 3-Megapixel-Kamera, die allerdings eher mäßige Fotos schießt. Besonders auf die Anbindung an soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook hat Samsung Wert gelegt. Der Touchscreen lässt sich einfach bedienen, Multitouch hat Samsung aber nicht eingebaut. Die Geräterückseite ist vollständig mit Solarzellen ausgelegt, die auch das Blue Earth S7550 nach einer Stunde Sonne für einige Telefonie-Minuten am Leben erhalten sollen. Das Öko-Handy kostet zurzeit ab etwa 170 Euro ohne Vertrag.

Fazit Samsung: Insbesondere das Samsung Blue Earth S7550 ist ein äußerst interessantes Gerät. Wie das Sony Ericsson Aspen kommt es mit vielen Komfortfunktionen. Das große Aber: Ohne Steckdose kommen auch Besitzer von Handys mit Solarzellen auf Dauer nicht aus. Auch als Notfall-Handys für die abgelegene Berghütte scheiden die Geräte aus, denn falls im Fall der Fälle keine Sonne scheint, erfolgt die Akku-Aufladung extrem langsam.

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