3G

Telefónica: Letzte UMTS-Sender vor der Abschaltung

Bis zum Jahres­ende sollen die letzten UMTS-Sender von o2 abge­schaltet werden. Mitte November wurden mehr als 2200 Stationen deak­tiviert bzw. für LTE umge­widmet.

Endgültiges UMTS-Aus bis zum Jahresende Endgültiges UMTS-Aus bis zum Jahresende
Foto: Telefónica
Die Deut­sche Telekom und Voda­fone haben ihre UMTS-Netze bereits zur Jahres­mitte abge­schaltet. Damit gibt es 3G in Deutsch­land nur noch von Telefónica. Doch auch o2 schaltet den aus heutiger Sicht veral­teten Netz­standort ab. Die Pres­sestelle des Unter­neh­mens bestä­tigte auf Anfrage von teltarif.de, dass die letzten noch verblie­benen UMTS-Stationen spätes­tens bis zum Jahres­ende abge­schaltet bzw. für den LTE-Stan­dard umge­widmet werden.

Anders als Telekom und Voda­fone gab es bei Telefónica keine bundes­weite Abschal­tung an einem bestimmten Stichtag. Statt­dessen erfolgt die Deak­tivie­rung seit Juli schritt­weise in verschie­denen Regionen Deutsch­lands. Das Ziel war es, die endgül­tige Deak­tivie­rung von UMTS bis zum Jahres­ende umzu­setzen. Im August teilte Telefónica schließ­lich mit, die 3G-Abschal­tung gegen­über den ursprüng­lichen Plänen zu beschleu­nigen.

Mitte November hat der Konzern wie geplant die letzten groß­flä­chigen Abschal­tungen vorge­nommen. Betroffen waren mehr als 2200 Stand­orte, unter anderem in Hessen und Rhein­land-Pfalz. Nun gibt es noch einzelne Basis­sta­tionen in verschie­denen Bundes­län­dern, bei denen die Umwid­mung des UMTS-Spek­trums für LTE noch nicht umge­setzt wurde. Auch Leser bestä­tigen, verein­zelt noch das 3G-Netz von o2 zur Verfü­gung zu haben.

o2 hatte 16.000 UMTS-Sender im Einsatz

Endgültiges UMTS-Aus bis zum Jahresende Endgültiges UMTS-Aus bis zum Jahresende
Foto: Telefónica
Das UMTS-Netz von o2 bestand nach Angaben der Telefónica-Pres­sestelle aus 16.000 Sendern. Dabei profi­tierte der Münchner Provider vor einigen Jahren von der Über­nahme der E-Plus Gruppe. Während o2 den 3G-Ausbau recht früh einge­stellt hatte, war das E-Plus-Netz auch in vielen länd­lichen Regionen verfügbar, sodass die Kunden einen - für die dama­lige Zeit - schnellen mobilen Internet-Zugang zur Verfü­gung hatten.

Zuerst sorgte National Roaming dafür, dass die Kunden vom 3G-Ausbau der beiden früher eigen­stän­digen Betreiber profi­tieren. Dann star­tete Telefónica mit der Netz­inte­gra­tion. An einzelnen Stand­orten wurde das UMTS-Netz schon im Rahmen dieser Maßnahme aufge­geben. Nun entfällt der Netz­stan­dard ganz.

Im 3G-Netz hatten die Kunden maxi­male Daten­über­tra­gungs­geschwin­dig­keiten von 42,2 MBit/s zur Verfü­gung. Über LTE stehen im Telefónica-Netz bis zu 225 MBit/s im Down­stream zur Verfü­gung, im 5G-Netz sind es bis zu 500 MBit/s.

In einer weiteren Meldung lesen Sie, wie es mit 5G im Telefónica-Netz perspek­tivisch weiter­geht.

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