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Telefónica o2 bestätigt massiven Stellenabbau

Mehrere Standorte werden komplett geschlossen.
Von Thorsten Neuhetzki
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Telefónica o2 hat einen massiven Stellenabbau in der nahen Zukunft offiziell bestätigt. Hintergrund ist die Zusammenführung von o2 und HanseNet. Eine Umstrukturierung sei, so heißt es in einer Pressemitteilung, "zur Sicherung nachhaltigen Wachstums" notwendigt. Das Unternehmen reduziert die Gesamtmitarbeiterzahl um rund 1 100. Alice gehört zu o2 Alice gehört zu o2 - es folgt ein Stellenabbau

Die Marke Alice wird gemäß der Vereinbarung mit Telecom Italia noch in den nächsten beiden Jahren weiter genutzt und schrittweise zu o2. Der Standort Hamburg bleibt erhalten. Die Technik steuert o2 zukünftig von München und Hamburg. Der Standort Verl sowie bisherige regionale Niederlassungen in Dortmund, Frankfurt, Hannover, Leipzig und Stuttgart werden aufgelöst.

Ziel sei es laut o2, die Integration bis zum 31. März 2011 ab­zu­schlie­ßen. Der Stellen­abbau verteilt sich über beide Unternehmen. Die geplanten Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit den Sozialpartnern. Der Abbau auf rund 5 000 Stellen soll nach Darstellung des Kommunikationsunternehmens "sozialverträglich möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen" durchgeführt werden.

Telefónica o2 zählt 19 Millionen Kunden

"Mit o2 und HanseNet führen wir zwei starke Unternehmen zu einem zusammen und schaffen damit eine zukunftsorientierte Organisation, die schnell im Markt agieren kann", so René Schuster, CEO Telefónica o2 Germany. "Als neue Telefónica o2 Germany machen wir das Leben unserer Kunden mit neuen Bundle-Produkten leichter und bauen unsere gemeinsamen Stärken in Service und Vertrieb weiter aus."

Telefónica o2 Germany wird durch die Zusammenführung mit HanseNet "eine starke Nummer 3 im deutschen Telekommunikationsmarkt". Im ersten Halbjahr 2010 wies das Unternehmen einen mit HanseNet konsolidierten Umsatz von 2,3 Milliarden Euro aus und zählt knapp 19 Millionen Mobilfunk- und Festnetzkunden. Bereits Anfang August kündigte das Unternehmen im Rahmen der Integration an, zukünftig die Kundenbetreuung an vier Standorten zu bündeln. Plan ist es, die restlichen drei Standorte von einem strategischen Partner betreiben zu lassen.

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