Statement

o2: Vorzeitige Vertragsverlängerung für ungekündigte Kunden eingestellt

Mit Bezug auf o2-Partnershop-Infos hatten wir gemeldet, die Möglichkeit der vorzeitigen Vertragsverlängerung in Shops sei eingeschränkt worden. o2 stellt nun klar: Das gilt für alle Vertriebskanäle
AAA
Teilen (32)

Vor wenigen Tagen hat teltarif.de mit Bezug auf Partnershop-Infos über Verschlechterungen bei der vorzeitigen Vertragsverlängerung in o2-Shops berichtet, von der ein Teil der Kunden im November und Dezember betroffen sein könnte. Eine Woche nach unserer Anfrage mit Bitte um eine Stellungnahme hat o2 sich nun erstmals dazu geäußert und stellt einige Dinge, die damals noch offen waren, klar.

o2 erklärt gegenüber unserer Redaktion: Kein Vertriebskanal genieße Vorteile gegenüber einem anderen. Das in den Mails an die Partnershops angekündigte Vorgehen sei von den Partnern auf einer Partnershop-Tagung am 24. Oktober in Düsseldorf "sehr begrüßt" worden. Es handele sich nicht um eine "Einschränkung" für die Partner oder Kunden, "sondern vielmehr um die Anpassung aller Vertriebskanäle".

Vorzeitige Vertragsverlängerung in allen Kanälen für ungekündigte Kunden eingestellt

o2 konkretisiert Änderungen bei vorzeitiger Vertragsverlängerungo2 konkretisiert Änderungen bei vorzeitiger Vertragsverlängerung In unserem Artikel hatten wir die Überlegung angestellt, dass ein Kunde, der seinen o2-Vertrag im Partnershop vorzeitig verlängern möchte und dabei auf ein Schnäppchen hofft, damit vielleicht bis Januar warten sollte, da o2 den Spielraum der Shop-Betreiber für den Rest dieses Jahres beschränkt hat. Dazu schreibt o2 in seinem Statement: Das würde bedeuten, dass der Vertriebspartner in Bezug auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung bisher immer nach Belieben eigenmächtig handeln konnte. "Das stimmt nicht, diese Möglichkeit hat es so nie gegeben. Vielmehr hat o2 dafür gesorgt, dass ab sofort alle Vertriebskanäle die gleichen Chancen und Möglichkeiten bei einer vorzeitigen Vertragsverlängerung haben. Kein Kanal genießt gegenüber einem anderen Vorteile."

Wir verstanden die Betreiber-Infos so, dass o2 vorzeitige Vertragsverlängerungen, die von Kunden in o2-Partnershops durchgeführt werden, eingeschränkt hat. o2 sagt dazu, dies stimme so nicht: "Die Möglichkeiten bei vorzeitigen Vertragsverlängerungen im o2-Partnershop wurden nicht eingeschränkt, sondern es wurden alle Vertriebskanäle auf einen Stand gebracht und damit quasi aufeinander synchronisiert. Die vorzeitige Vertragsverlängerung wurde in allen Kanälen für ungekündigte Kunden eingestellt."

Bisher "gutgemeintes Entgegenkommen von o2"

Wir hatten die Händlerinfos dahingehend interpretiert, dass bei einem Großteil aller vertragsverlängerungsfähigen Verträge bei der Auswahl der Zieltarife Einschränkungen der Tarifwahl und beim zur Verfügung stehenden Rabattvolumen zu erwarten sind. o2 sagt dazu: "Nicht ganz richtig: Wie bereits weiter oben erwähnt - bei der vorzeitigen (!) Vertragsverlängerung gibt beziehungsweise gab es auch bisher kein 'Verhandlungsbudget' am PoS", also in einem Partnershop.

In unserem Bericht hatten wir darauf hingewiesen, dass die Einschränkungen bei der kundenindividuellen Tarifauswahl und dem Rabattvolumen bei der ungekündigten Vertragsverlängerung im Partnershop-Portal aktiviert worden seien. o2 stellt klar: "Das gilt seit 14. November für alle Vertriebskanäle und nicht nur für den Partnershop. Wir bedauern die missverständliche Formulierung. Der Partnershop wird folglich zu keinem Zeitpunkt gegenüber anderen Kanälen benachteiligt. Dieser Eindruck entsteht hier jedoch."

Wir vermuteten, dass o2-Kunden für einen Zeitraum von knapp zwei Monaten bezüglich einer vorzeitigen Vertragsverlängerung nun vorübergehend benachteiligt sind. o2 verneint dies aber und schreibt: "Dies ist keine Benachteiligung des Kunden, im Gegenteil: Für gewöhnlich wird der Kunde branchenüblich erst zu einem viel späteren Zeitpunkt auf eine mögliche Vertragsverlängerung angesprochen, in der Regel nach einer konkreten Kündigung, evtl. auch unmittelbar kurz vor Ablauf. In vielen Fällen verlängern sich die Verträge aber automatisch. Bisher war es ein gutgemeintes Entgegenkommen von o2, dass der Kunde seinen Vertrag auf Wunsch bereits viele Monate vor Ablauf verlängern konnte."

Mehrzahl der Kunden bleibt im bestehenden Tarifmodell

Dass ein Kunde, der im November oder Dezember seinen Vertrag vorzeitig verlängert, mit Einschränkungen rechnen müsse, sei missverständlich: "Kein Kunde wurde und wird je gezwungen, bei Auslaufen seines Vertrags einen Tarifwechsel durchzuführen. Die deutliche Mehrzahl unserer Kunden bleibt in bestehenden Tarifmodellen, sie haben sich irgendwann aus ganz bestimmten Gründen für ein Tarifmodell entschieden und sehen daher keinen Grund, einen Wechsel vorzunehmen, sondern lassen ihren Vertrag automatisch verlängern." Bei diesem Statement hat o2 allerdings offengelassen, ob die Kunden mit voller Absicht ihren bisherigen Vertrag unverändert weiterlaufen lassen oder aus Unachtsamkeit.

Aus Erfahrungen mit Leserzuschriften hatten wir empfohlen, Ver­trags­ver­längerungen nicht am Telefon oder über soziale Netzwerke durchzuführen, sondern schriftlich, da es laut Leserrückmeldungen immer wieder Missverständnisse darüber gibt, was am Telefon bei einer Vertragsverlängerung besprochen wurde. Auch im o2-Forum gibt es dazu Beispielberichte. Dazu schreibt o2: "Dieser Absatz hat mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun ist und es ist mitnichten so, dass der Kunde nur schriftliche Angebote erhalten muss. Auch telefonische Angebote haben ihre Gültigkeit, auf Wunsch des Kunden werden die Gespräche mitgeschnitten und damit die Inhalte protokolliert."

Bei einem Abrechnungsfehler sollte der Kunde die Rechnung auf jeden Fall unverzüglich reklamieren, mehr dazu lesen Sie auf unserer Ratgeberseite zu falschen Rechnungen

Teilen (32)

Mehr zum Thema Telefónica (o2)