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Neue o2-Prepaid-Tarife bringen auch Verschlechterungen

Ab 1. März gibt es neue Prepaid-Tarife von o2. Die Mitnahme des Datenvolumens in den Folgemonat ist nicht mehr vorgesehen. Wir haben die Angebote den aktuellen LOOP-Tarifen gegenübergestellt.
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Wie berichtet bietet die Telefónica-Marke o2 ab 1. März neue Prepaid-Tarife an. In den Smartphone-Tarifen bekommen die Kunden den Zugang zum LTE-Mobilfunknetz. Zudem ist auch das Roaming innerhalb der Europäischen Union inklusive. Die bisherige Marke LOOP, mit der der o2-Vorläufer Viag Interkom schon 1999 angetreten ist, verschwindet im Gegenzug vom Markt. Bestandskunden können ihre Tarife aber behalten. Zudem wird - ebenfalls zum 1. März - für zahlreiche weitere Kunden der LTE-Zugang freigeschaltet.

Den bisherigen LOOP-Tarifen fehlt das EU-Roaming, das die Mobilfunk-Netzbetreiber aber ab Mitte Juni ohnehin ohne Aufpreis anbieten müssen - auch für Alt-Tarife. So gesehen ist dieser Nachteil nur für wenige Monate relevant. Die alten Preismodelle bieten allerdings auch einige Vorteile gegenüber den neuen Tarifen, so dass Interessenten genau abwägen sollten, ob sie in eines der neuen Pakete wechseln oder ob der Verbleib im LOOP-Tarif möglicherweise die bessere Alternative ist.

Die Deutsche Telekom und Vodafone haben es vorgemacht: Bei den Netzbetreibern ist ein Abrechnungszeitraum nicht mehr ein Monat, sondern nur noch vier Wochen, also genau 28 Tage lang. Diesem Trend folgt in den neuen Tarifen auch o2, während bei LOOP im Monatstakt abgerechnet wurde. Unter dem Strich wird es für die Kunden also teurer. Dafür bekommen sie im 9,99-Euro-Tarif aber 1 GB und nicht wie bisher 750 MB Datenvolumen und eben EU-Roaming.

Allnet-Flat im höherwertigen Tarif

Nicht alles wird bei o2 Prepaid besserNicht alles wird bei o2 Prepaid besser Für 19,99 Euro pro vier Wochen erhalten die Kunden nun nicht nur 1,5 GB ungedrosseltes Datenvolumen, sondern auch eine Allnet-Flat. Im bisherigen Tarif LOOP Smart XL waren abseits einer Flatrate für netzinterne Tarife und SMS nur 200 Einheiten für Anrufe und Kurznachrichten enthalten. Zudem fehlte das EU-Roaming. Dafür lag der Nutzungszeitraum bei einem Monat anstelle von vier Wochen.

Unter dem Strich bekommen die Kunden mehr Inklusivleistungen für eine durch den verkürzten Nutzungszeitraum erhöhte Grundgebühr. Allerdings gibt es bei den neuen Tarifen noch einen weiteren gravierenden Nachteil: Anders als bei o2 LOOP kann nicht verbrauchtes Datenvolumen nicht mehr in den nächsten Abrechnungszeitraum mitgenommen werden. Vielmehr verfällt das Volumen ersatzlos.

Unverändert bleibt indes der grundgebührfreie Tarif, bei dem Telefonate und SMS mit 9 Cent pro Minute und Nachricht abgerechnet werden. Für den Internet-Zugang bleibt hier die Tages-Flatrate erhalten, die ihrem Namen allerdings mit nur 30 MB Highspeed-Inklusivvolumen nicht wirklich gerecht wird. Die Option kostet an jedem Tag, an dem der Internet-Zugang genutzt wird, 99 Cent. In einer weiteren Meldung haben wir bereits über Neuerungen für bestehende LOOP-Anschlüsse berichtet.

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