Mehrfach-SIM

LTE mit o2 MultiCard im Test: Nicht alle Karten kommen parallel ins Netz

Bei der LTE-Nutzung mit der MultiCard von o2 gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Wir haben die Funktion einem, Test mit Apple iPhone 5S und Samsung Galaxy Note 3 unterzogen und berichten über unsere Erfahrungen.
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Viele o2-Kunden mit einem Laufzeitvertrag verwenden die MultiCard. Damit können bei Verträgen für Privatkunden bis zu drei SIM-Karten für einen Mobilfunk-Anschluss genutzt werden. Geschäftskunden haben sogar die Möglichkeit, bis zu fünf Endgeräte mit einer eigenen Betreiberkarte auszustatten, wobei alle SIMs zum gleichen Mobilfunkanschluss gehören.

Mit der MultiCard ist es naturgemäß auch möglich, das LTE-Netz zu verwenden, das bei o2 derzeit mobile Datenverbindungen mit bis zu 50 MBit/s im Downstream ermöglicht. Im Test von teltarif.de mit einem Apple iPhone 5S und einem Samsung Galaxy Note 3 zeigte sich allerdings, dass einige Besonderheiten zu beachten sind.

Immer nur eine Smartphone-SIM kommt ins LTE-Netz

MultiCard und LTE im o2-Netz getestetMultiCard und LTE im o2-Netz getestet Ins LTE-Netz von o2 buchte sich während unseres Tests immer nur eine SIM-Karte der MultiCard ein. Das ist immer die Karte des Smartphones, das zuletzt Kontakt mit LTE hatte. Wir waren mit dem iPhone 5S im LTE-Netz eingebucht und schalteten am gleichen Ort das Samsung Galaxy Note 3 ein. Dieses buchte sich zunächst im UMTS-Netz ein und wechselte nach wenigen Sekunden zu LTE. Gleichzeitig ging die LTE-Verbindung am iPhone 5S verloren. Stattdessen war das Apple-Smartphone nun im UMTS-Netz eingebucht.

Im Test zeigte sich weiter, dass alle MultiCards diesen Effekt aufweisen, denen über das passwortgeschützte Kundenmenü der o2-Webseite die Priorität 1, 2 oder 3 (bzw. auch 4 oder 5 bei einem Geschäftskunden-Vertrag) zugewiesen ist. Dabei spielt es keine Rolle, welches Smartphone bzw. welche SIM-Karte welche Priorität zugewiesen bekommen hat.

Datenkarten jederzeit LTE-tauglich

Eine Besonderheit nehmen Karten ein, bei denen die Priorität auf 0 gesetzt wurde. Dabei handelt es sich um SIMs, die unter keinen Umständen Sprachanrufe annehmen sollen. Dies ist für SIM-Karten sinnvoll, die in reinen Daten-Endgeräten genutzt werden. Das kann ein Surfstick genauso sein wie ein Mobile Hotspot, ein Tablet oder ein Notebook, das über ein eigenes Mobilfunk-Modem für den Internet-Zugang verfügt.

Für Daten-Geräte konfigurierte SIM-Karten buchen sich jederzeit ins LTE-Netz ein, wenn dieses am Aufenthaltsort verfügbar ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob parallel auch ein Smartphone das 4G-Netz nutzt oder beispielsweise neben einem iPad mini mit Retina-Display auch ein Mobile Hotspot wie der Huawei E5776 via LTE online geht.

MultiSIM und LTE bei den anderen Netzbetreibern

Generell scheint es problematisch zu sein, ein MultiSIM-Produkt mit LTE zu nutzen. So bietet Vodafone für UltraCard-Nutzer den 4G-Standard ebenfalls nur auf einer einzigen Karte an. Diese kann später auch nicht mehr gewechselt werden. E-Plus hat seine FlexiCard im Vorfeld der LTE-Vermarktung eingestellt. Lediglich bei der Deutschen Telekom ist die parallele LTE-Nutzung auch mit mehreren Karten möglich, die zur einer MultiSIM gehören.

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