Netztest

Mobiles Internet im Netz von o2 im Test

In den vergangenen Wochen waren wir mit zwei Smartphones unterwegs, um den mobilen Internet-Zugang im o2-Netz zu testen. Besonders spannend waren die Messungen in diesem Jahr, da die Kunden seit einigen Monaten auch National Roaming zur Verfügung haben.
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In den vergangenen Wochen haben wir über die Erfahrungen berichtet, die wir im Frühjahr und Frühsommer 2015 bei der mobilen Internet-Nutzung in den Netzen der Deutschen Telekom und von Vodafone gemacht haben. Im Anschluss haben wir Tests im Netz von o2 durchgeführt. Auch dazu haben wir das HTC One M9 und das Apple iPhone 6 genutzt.

Der Test im o2-Netz war in diesem Jahr besonders spannend, denn nach der Übernahme der E-Plus Gruppe durch Telefónica bieten o2 und E-Plus seit dem Frühjahr National Roaming an. So haben o2-Kunden die Möglichkeit, das UMTS-Netz von E-Plus mitzunutzen, während die Kunden aus dem E-Plus-Netz zusätzlich 3G von o2 zur Verfügung haben.

o2 gibt sich bei Datenraten bescheiden

Netztest bei o2 unter anderem mit Apple iPhone 6Netztest bei o2 unter anderem mit Apple iPhone 6 o2 beteiligt sich bislang nicht am Wettrennen von Telekom und Vodafone um die schnellsten Datenraten im LTE-Netz. So bietet die Münchner Telefónica-Marke weiterhin "nur" Tarife mit einer maximalen Datenübertragungsgeschwindigkeit von 50 MBit/s an. Das mag im Vergleich zu den bis zu 300 MBit/s, mit denen die Telekom wirbt, die wir aber im Test ohnehin nicht einmal ansatzweise erreicht haben, bescheiden klingen. Immerhin liefert o2 aber eine Performance auf dem Niveau eines VDSL-Anschlusses im Festnetz.

Hintergrund der Bescheidenheit von o2 ist, dass das Unternehmen sein LTE-Netz bislang vor allem im Bereich von 800 MHz aufgebaut hat. Dort stehen 10 MHz Bandbreite zur Verfügung, die maximal knapp 75 MBit/s ermöglichen. Auf 2 600 MHz gibt es zusätzliche Funkzellen in Städten, etwa um hier für mehr Kapazität zu sorgen. Den Frequenzbereich um 1 800 MHz setzt o2 für LTE bislang nicht ein.

4G-Netzausbau geht zügig weiter

o2 hat zwar später als die Deutsche Telekom und Vodafone mit dem Aufbau seines LTE-Mobilfunknetzes begonnen. Zudem hatte sich das Unternehmen zunächst auf die Versorgung sogenannter Highspeed Areas konzentriert. Mittlerweile schreitet der Ausbau aber auch in ländlichen Regionen immer weiter voran. Darüber hinaus wird das Netz in den Städten und Ballungszentren weiter verdichtet, was für eine bessere Indoor-Versorgung sorgt.

Dennoch bleibt die Flächenversorgung vor allem außerhalb der Städte noch hinter Telekom und Vodafone zurück. Vor allem die Deutsche Telekom versorgt oft auch schon Autobahnabschnitte mit LTE. Vodafone und vor allem o2 entdeckt man jedoch deutlich seltener bei der Fahrt auf der Autobahn. Diese Erfahrungen haben wir sowohl im Rhein-Main-Gebiet als auch in Baden-Württemberg gemacht.

Auf Seite 2 berichten wir darüber, wie sich das National Roaming auf die o2-Netzabdeckung auswirkt und welche Erfahrungen wir in der Praxis im Netz des Münchner Betreibers gemacht haben.

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