Lizenzauflagen

o2 im Endspurt: Noch 2511 LTE-Stationen bis Jahresende

o2 muss Basis­sta­tionen bauen, was das Zeug hält, um die LTE-Lizenz­auf­lagen zu erfüllen. Zum 30. September wurde nun wieder ein neuer Meilen­stein erreicht - es gibt aber noch einiges zu tun.

o2 erreicht weiteren Meilenstein bei LTE-Nacherfüllung o2 erreicht weiteren Meilenstein bei LTE-Nacherfüllung
Foto/Logo: Telefonica, Montage: teltarif.de
Viele o2-Kunden und Bran­chen­beob­achter hatten es kommen sehen: o2 war - übri­gens nicht als einziger - krachend damit geschei­tert, bis Ende 2019 die eigent­lich bei der LTE-Frequenz-Verstei­gerung gemachten Versor­gungs­auf­lagen zu erfüllen. Die Bundes­netz­agentur drohte daraufhin o2 ein Zwangs­geld an und setzte konkrete Nach­fristen für den weiteren Ausbau.

Eine erste Nach­frist konnte o2 Ende Juli errei­chen und damit das Zwangs­geld erst einmal abwenden. Zu Ende September hat Telefónica nun ein weiteres Zwischen­ziel erreicht - bis Jahres­ende bleibt aber noch einiges an Arbeit übrig.

Große Heraus­for­derung: Versor­gung der Bahn­stre­cken

o2 erreicht weiteren Meilenstein bei LTE-Nacherfüllung o2 erreicht weiteren Meilenstein bei LTE-Nacherfüllung
Foto/Logo: Telefonica, Montage: teltarif.de
o2 teilt heute mit, das Unter­nehmen habe "frist­gerecht zum 30. September 2020" das zweite Zwischen­ziel erreicht, das die BNetzA für die nach­träg­liche Erfül­lung der Versor­gungs­auf­lagen aus der Frequenz­auk­tion 2015 vorge­geben hatte. Insge­samt habe o2 seit Jahres­beginn 5089 neue LTE-Stationen errichtet und damit mehr als die gefor­derten 4940. Das Unter­nehmen versorge dadurch inzwi­schen auch immer mehr Menschen in länd­lichen Gebieten mit schnellem Internet. "Mit voller Kraft" steuere o2 darauf zu, die Gesamt­vor­gabe von 7600 4G-Stationen bis Ende des Jahres zu erfüllen. Das bedeutet nach Adam Riese: In den kommenden drei Monaten muss o2 noch 2511 neue Stationen bauen.

Mit diesem zweiten Meilen­stein habe o2 nun insge­samt 65 Prozent der von der BNetzA bis Ende des Jahres gefor­derten Stationen errichtet. Telefónica versorge so bundes­weit rund 95 Prozent der Bevöl­kerung mit 4G, was immer noch signi­fikant unter der Vorgabe liegt, die eigent­lich Ende 2019 hätte erreicht werden müssen, nämlich 98 Prozent der Haus­halte. In den vergan­genen zwei Monaten habe o2 aber die Versor­gung der Bevöl­kerung um drei Prozent­punkte erhöhen können.

In einem Bereich stößt o2 aller­dings - wie auch die anderen beiden Netz­betreiber übri­gens - auf Probleme: Bei der Versor­gung entlang der Verkehrs­wege würden sich dem Unter­nehmen "zusätz­liche Heraus­for­derungen" stellen. Diese würden zum Beispiel das Erschließen mögli­cher Stand­orte, das Berück­sich­tigen von Natur­schutz­vor­gaben sowie "die Koor­dina­tion mit anderen Betei­ligten" betreffen. Hier sei "oft auch das Zusam­men­wirken verschie­dener Akteure aus Verwal­tung, Politik und Wirt­schaft erfor­der­lich". o2 stehe mit den Betei­ligten wie etwa den Bahn­gesell­schaften "in inten­sivem Austausch" und mache hier "Fort­schritte".

Inzwi­schen immerhin 5G-Start

Zusätz­lich zum LTE-Ausbau hat o2 in den vergan­genen Wochen aller­dings noch eine weitere Heraus­for­derung gestemmt: Wie bereits berichtet hat o2 als Spät­starter die Aufhol­jagd bei 5G gestartet und am 3. Oktober sein 5G-Netz in fünf Städten einge­schaltet. Die Vermark­tung von 5G-Tarifen soll am 6. Oktober starten.

Gleich­zeitig mit den 5G-Start kündigte Telefónica ein ehrgei­ziges Ziel an: Spätes­tens 2025 soll die ganze Bevöl­kerung mit o2-5G versorgt sein. Schon 2022 solle zumin­dest die Hälfte der Bevöl­kerung abge­deckt sein.

Ende September hatte o2 übri­gens auch neue o2-Busi­ness-Tarife vorge­stellt.

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