Glasklar

Einführung bei o2: HD Voice künftig in allen deutschen Netzen

Als letzter deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber hat o2 damit begonnen, HD Voice in seinem UMTS-Mobilfunknetz anzubieten. Wir berichten darüber, was HD Voice bietet und wie der Dienst genutzt werden kann.
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Die deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber setzen auf HD Voice zur Verbesserung der Sprachqualität bei Handy-Gesprächen. So führt nach der Deutschen Telekom, Vodafone und E-Plus nun auch o2 das Feature in seinem UMTS-Netz ein. Erste Leser berichteten von einer deutlich besseren Sprachqualität bei netzinternen Gesprächen. Auch wir konnten bei einem kurzen Test über HD Voice im o2-Netz telefonieren. Aktuell ist der verbesserte Sprachcodec aber noch nicht bundesweit verfügbar.

Nicht bekannt ist bislang, in welchem Zeitrahmen o2 sein gesamtes 3G-Mobilfunknetz für HD Voice umrüstet. Auch bei Telefonaten im GSM-Netz greift der Sprachverbesserer derzeit noch nicht, wie sich auch im kurzen Test der teltarif.de-Redaktion gezeigt hat. E-Plus, das wie o2 zum Telefónica-Konzern gehört, bietet HD Voice ebenfalls an. Das Düsseldorfer Unternehmen hat bereits sein gesamtes 3G-Netz entsprechend umgerüstet.

HD Voice auch bei Telekom und Vodafone

HD Voice jetzt auch bei o2HD Voice jetzt auch bei o2 Auch die Deutsche Telekom und Vodafone bieten HD Voice an. Dabei geht die Telekom noch etwas weiter als die anderen Netzbetreiber. So baut das Bonner Telekommunikationsunternehmen den Codec auch in seinem GSM-Netz aus. Zudem hat die Telefongesellschaft HD Voice auch bei den IP-basierten Festnetzanschlüssen eingeführt.

Seit dem vergangenen Jahr funktionieren auch HD-Voice-Telefonate zwischen dem Telekom-Festnetz und den Mobilfunkanschlüssen des Anbieters. Bei anderen Telefongesellschaften lässt sich HD Voice jeweils nur für netzinterne Anrufe nutzen. So greift der verbesserte Codec beispielsweise nicht bei Verbindungen von o2 zu Telekom-Anschlüssen oder von Vodafone zu E-Plus.

Diese Voraussetzung müssen für HD Voice erfüllt sein

Eine separate Freischaltung für den Dienst ist nicht erforderlich und es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Allerdings müssen beide Gesprächsteilnehmer über ein Smartphone telefonieren, das HD-Voice-tauglich ist. Zudem müssen die Handys im UMTS-Netz oder im Telekom-GSM-Netz eingebucht sein. Sobald sich eines der Mobiltelefone auf eine Netztechnologie umbucht, wo HD Voice nicht zur Verfügung steht, wird der Anruf in der herkömmlichen Sprachqualität fortgeführt.

HD Voice ermöglicht Telefonate in fast realer Sprachqualität. Übertragen wird das Frequenzspektrum zwischen 50 Hz und 7 kHz, während ein normales Telefonat nur den Bereich von 300 Hz bis 3 kHz überträgt. Nur extrem hohe und tiefe Töne werden ausgespart. Allerdings profitieren in der Praxis bislang nur wenige Nutzer von der Technik, da sie außer bei der Deutschen Telekom nur im UMTS-Netz funktioniert.

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