Flatrate

o2 Unlimited: Video-Streams können gedrosselt werden

Bei den neuen Unlimited-Tarifen von o2 müssen Nutzer unter anderem mit Einschränkungen beim Video-Streaming rechnen. Auch bei der Router-Nutzung gibt es Beschränkungen.
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o2 behält sich Video-Drosselung voro2 behält sich Video-Drosselung vor In dieser Woche startete o2 seine neuen Tarife o2 Free Unlimited und o2 my All in One. Gemeinsam ist diesen Tarifen eine echte Flatrate für die mobile Internet-Zugang innerhalb Deutschlands. Im EU-Roaming gelten - wie bei den Smartphone-Tarifen mit echter Daten-Flatrate von Telekom und Vodafone - die in der Regulierung vorgesehenen Fair-use-Regelungen.

Demnach haben die Kunden mit dem o2 Free Unlimited im EU-Ausland monatlich 17 GB Datenvolumen zur Verfügung. Wer sich für o2 my All in One entscheidet, kann im europäischen Ausland jeden Monat auf 23 GB ungedrosseltes Datenvolumen zurückgreifen. In den kommenden Jahren wird sich die Datenmenge gemäß der Regulierung sukzessive erhöhen. Details dazu haben wir in einem Ratgeber zusammengestellt.

Video-Streaming mit 480p möglich

Aber auch innerhalb Deutschlands müssen die Kunden mit Einschränkungen rechnen. So heißt es in der Fußnote 12 zur aktuellen Preisliste der Münchner Telefónica-Marke wörtlich: "Video-Streaming-Inhalte können bei drohender Überlast einer Funkzelle mit einer mobilfunkoptimierten Auflösung von bis zu 480p (SD-Qualität, vergleichbar DVD-Qualität) übertragen werden."

o2 behält sich demnach vor, Video-Streams in der Qualität zu beschränken. Eine vergleichbare Kann-Bestimmung findet sich auch in den Fußnoten zu einigen Tarifen und Optionen von Vodafone. Die Telekom setzt die Video-Drosselung auf 480p für Nutzer der Option StreamOn Music&Video sogar bereits um. Wie o2 mit der Regelung in der Praxis umgeht, müssen Nutzer-Erfahrungen in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Nutzung nicht in "stationären LTE-Routern"

In der gleichen Fußnote untersagt o2 zudem die Nutzung des Tarifs in "stationären LTE-Routern". Der mobile Internet-Zugang dürfe "nur mit Smartphones, Tablets oder sonstigen Geräten genutzt werden, die eine mobile Nutzung unabhängig von einem permanenten kabelgebundenen Stromanschluss ermöglichen".

Mit dieser Bestimmung will der Netzbetreiber offenbar verhindern, dass die mobile Daten-Flatrate als Festnetz-Ersatz verwendet wird. Allerdings macht es vom Datenverbrauch her eigentlich keinen Unterschied, ob der Kunde zuhause einen mobilen Hotspot mit der Möglichkeit der Akkubetriebs oder einen Router einsetzt, der generell einen kabelgebundenen Stromanschluss benötigt.

Allerdings will beispielsweise auch die Deutsche Telekom ihren MagentaMobil-XL-Tarif nicht als DSL-Ersatz verstanden wissen. Als der Vertrag im März vorgestellt wurde, erklärte der Netzbetreiber, er wolle Kunden, bei denen ein entsprechendes Nutzungsverhalten festgestellt werde, zum Umstieg auf einen Festnetz-Anschluss überzeugen. Ob das tatsächlich umgesetzt wird, ist nicht bekannt.

In einer weiteren Meldung haben wie o2 Free Unlimited bereits mit den echten Flatrates von Telekom und Vodafone verglichen.

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