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o2 Free: Nach Highspeed-Volumen 1 MBit/s über UMTS

o2 Free bietet echte Daten-Flatrates zur Allnet-Flat ab 24,99 Euro im Monat. Allerdings können die Kunden nicht durchgehend das LTE-Netz nutzen. Wir berichten über Feinheiten in den Fußnoten zum neuen Tarif.
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Wie berichtet löst o2 zum 5. Oktober seine bisherigen Blue-All-in-Smartphone-Tarife durch neue Angebote ab, die unter der Marke o2 Free vermarktet werden. Die Tarife bieten zu Monatspreisen ab 24,99 Euro eine echte Daten-Flatrate zusätzlich zur Allnet-Flat für Telefonate und den SMS-Versand. Vergleichbares gibt es bei der Deutschen Telekom bereits seit einigen Wochen - allerdings für stolze 199,95 Euro pro Monat.

Ähnlich wie Vodafone und die Deutsche Telekom schaltet nun auch o2 in allen Smartphone-Tarifen "LTE max." frei. Gleichzeitig bietet der Münchner Mobilfunk-Netzbetreiber erstmals Tarife mit höheren Daten­übertragungs­geschwindigkeiten als 50 MBit/s im Downstream an. So wirbt das Unternehmen für o2 Free mit bis zu 225 MBit/s. Möglich wird dies durch die Bündelung der LTE-Träger in den Frequenzbereichen um 800 und 2600 MHz. Im Upstream werden bis zu 50 MBit/s erreicht. o2 räumt jedoch ein, dass in der Praxis durchschnittlich 13 MBit/s im Downstream und 8,6 MBit/s im Upstream erreicht werden.

Auch mit dem neuen Speedlimit bleibt o2 jedoch hinter der Performance in den beiden anderen deutschen Mobilfunknetzen zurück. Die Deutsche Telekom bietet LTE mit bis zu 300 MBit/s im Downstream an. Vodafone hat die Bandbreite vor wenigen Tagen von bisher 225 auf 375 MBit/s erhöht. Dabei stehen die maximalen Geschwindigkeiten in allen Netzen weitgehend nur in Zentren großer Städte zur Verfügung.

LTE-Nutzung nur für Highspeed-Volumen

Bei o2 Free keine LTE-Nutzung nach Verbrauch des Highspeed-VolumensBei o2 Free keine LTE-Nutzung nach Verbrauch des Highspeed-Volumens Wie die Fußnoten zu o2 Free verraten, müssen die Kunden nach Verbrauch des zum Tarif gehörenden Highspeed-Datenvolumens auf den Zugang zum LTE-Mobilfunknetz verzichten. Wörtlich heißt es: "Mit o2 Free kann nach Verbrauch des Highspeed-Datenvolumens im o2 2G/GSM- und 3G/UMTS-Netz mit bis zu 1000 kBit/s (im Durchschnitt 994 kbIt/s) weitergesurft werden." Das heißt, die Kunden haben eine echte Daten-Flatrate mit 1 MBit/s zur Verfügung, aber eben nach Verbrauch des ungedrosselten Datenvolumens nur noch im GSM- und UMTS-Netz.

Sollte diese Regelung konsequent umgesetzt werden, so hätten Kunden das Nachsehen, die sich an einem Ort aufhalten, wo nur LTE- und GSM-Ausbau besteht, das UMTS-Netz aber nicht zur Verfügung steht. In diesem Fall stünden nämlich für den Internet-Zugang nur noch GPRS und EDGE zur Verfügung. Damit wären theoretisch maximal rund 200 kBit/s erreichbar, in der Praxis sind die Kunden über diese 2G-Technologien aber faktisch offline. Davon ist nach Informationen aus Telefónica-Kreisen allerdings nur eine sehr kleine Kundengruppe - etwa im niedrigen einstelligen Prozentbereich - betroffen.

Die temporäre Abschaltung einer Netztechnologie in bestimmten Tarifen dürfte auch technisch einiges an Aufwand erfordern. Erfahrungswerte dazu gibt es bislang kaum. So bleibt es spannend, wie zuverlässig Kunden, die nach Verbrauch ihres Highspeed-Volumens nur noch UMTS und GSM zur Verfügung haben, zu Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums wieder LTE freigeschaltet bekommen.

teltarif.de-Podcast zu o2 Free

In unserem Podcast "Strippenzieher und Tarifdschungel" sind wir in der aktuellen Folge auf die Konditionen der neuen o2-Free-Tarife eingegangen. Hier können Sie direkt in die Folge reinhören oder als MP3 herunterladen:

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