Ungewiss

o2 Free: Einschränkungen bei der Vermarktung bleiben bis auf Weiteres

Wir zeigen auf, wie ehemalige E-Plus-Kunden mit viel Aufwand doch noch o2 Free bekommen könnten. Die Einschränkungen bei der Vermarktung sollen bis auf Weiteres bleiben.
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Zu Wochenbeginn haben wir darüber berichtet, das Telefónica die Buchungsmöglichkeiten für die o2-Free-Tarife begrenzt hat. Kunden aus dem früheren E-Plus-Netz haben derzeit keine Chance mehr, die echte Flatrate für den mobilen Internet-Zugang zu buchen. Das gilt sowohl für die Option zu Blue-All-in-Verträgen, die mit einer um 5 Euro erhöhten monatlichen Grundgebühr zu Buche schlägt, als auch für den Umstieg auf einen o2-Free-Tarif, der normalerweise im Rahmen einer Vertragsverlängerung möglich wäre.

Die Pressestelle des nach Kundenzahlen größten deutschen Mobilfunk-Netzbetreibers bestätigte den Vermarktungsstopp für Kunden aus dem früheren E-Plus-Netz. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kunden ein Umstiegsangebot auf einen "echten" o2-Tarif angenommen haben oder ob sie unter der Marke o2 ihren früheren E-Plus- oder Base-Tarif weiter nutzen. Wann o2 Free wieder für alle Interessenten buchbar sein wird, konnte uns die Telefónica-Pressestelle auf Anfrage nicht sagen. Die Änderung bei der Vermarktung gelte "bis auf weiteres".

Nun könnte man spekulieren, dass Telefónica das Nutzungsverhalten falsch eingeschätzt hat und das UMTS-Netz des Unternehmens mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen hat. Nach Telefónica-Angaben hat die Maßnahme allerdings nichts mit der Nachfrage nach o2 Free zu tun. Denkbar wäre auch, dass der Netzbetreiber zusätzliche Verträge generieren möchte und so hofft, dass die betroffenen Kunden, die unbedingt o2 Free buchen möchten, sich für den Abschluss eines weiteren Kontrakts entscheiden.

So kommen ehemalige E-Plus-Kunden doch noch an o2 Free

Einschränkungen bei o2-Free-Vermarktung bis auf weiteresEinschränkungen bei o2-Free-Vermarktung bis auf weiteres Wer als ehemaliger Kunde einer E-Plus-Marke zu o2 Free wechseln will, muss vorerst wohl zu einem Trick greifen, der zum einen etwas aufwändig ist und zum anderen auch mit Kosten zwischen mindestens rund 50 bis 60 Euro zu Buche schlägt. Denkbar wäre es nämlich, die Handynummer zunächst zu einem anderen Anbieter - beispielsweise auf eine Prepaidkarte - zu portieren. Anschließend könnte bei o2 ein Neuvertrag abgeschlossen und die Rufnummer wieder zum Münchner Netzbetreiber mitgenommen werden.

Sollte der bisherige Telefónica-Vertrag bald auslaufen, so wäre diese Lösung zumindest möglich, ohne doppelt für Mobilfunkverträge zu zahlen. Unabhängig von einem Vertragsende wäre aber auch eine sofortige Rufnummernportierung möglich. Dann liefen die Kosten für den alten Kontrakt allerdings bis zum Ende der Laufzeit weiter - zusätzlich zu den zweimal rund 25 bis 30 Euro für die Rufnummernmitnahme sowie ggf. die Anschlussgebühren für die temporär genutzte SIM-Karte und für den neuen o2-Free-Vertrag.

Zu deutlich höheren Kosten als o2 haben auch die Deutsche Telekom und Vodafone Smartphone-Tarife aufgelegt, bei denen eine echte Flatrate für die mobile Internet-Nutzung vorgesehen ist. In einer weiteren Meldung zeigen wir die Möglichkeiten für eine echte mobile Daten-Flatrate auf, die sich in der deutschen Mobilfunklandschaft derzeit bieten.

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