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Telefónica: Falscher Parameter sorgte für "Fake 5G"

Telefónica hat einge­räumt, dass ein falscher Para­meter für eine fehler­hafte 5G-Anzeige im Nord­osten Deutsch­lands gesorgt hat. Das Problem sei mit einem weiteren Soft­ware-Update behoben worden.

Ursache für "Fake 5G" geklärt Ursache für "Fake 5G" geklärt
Foto: Image licensed by Ingram Image, Logo: Telefónica, Montage: teltarif.de
Zahl­reiche o2-Kunden berichten seit Ende vergan­gener Woche, dass ihr Smart­phone neuer­dings die Verfüg­bar­keit des 5G-Netzes signa­lisiert, während zuvor an den glei­chen Orten nur LTE-Empfang verfügbar war. Zwar baut Telefónica sein 5G-Netz sukzes­sive aus. An immer mehr Orten steht der neue Netz­stan­dard zur Verfü­gung. Es ist aber doch unrea­lis­tisch, dass quasi über Nacht weite Teile ganzer Bundes­länder versorgt werden.

Die Telefónica-Pres­sestelle erklärte auf Anfrage von teltarif.de, wie es zum Effekt der fehler­haften 5G-Anzeige auf den Displays vieler Smart­phones kommen kann. Und doch lag auch ein tech­nischer Fehler vor, der dafür sorgte, dass im gesamten Nord­osten Deutsch­lands - inklu­sive Hessen - im Mobil­funk­netz der Telefónica plötz­lich die Verfüg­bar­keit von 5G ange­zeigt wurde - auch dann, wenn sich der Kunde weit entfernt von der tatsäch­lichen Abde­ckung mit dem neuen Netz­stan­dard aufhielt.

Fehler­hafte Para­meter-Einstel­lung korri­giert

Ursache für "Fake 5G" geklärt Ursache für "Fake 5G" geklärt
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"Im Zuge eines Soft­ware-Updates kam es am 11. August zu einer fehler­haften Para­meter-Einstel­lung", so die Telefónica-Pres­sestelle gegen­über unserer Redak­tion. "Diese hat dafür gesorgt, dass ein Teil der 4G-Basis­sta­tionen im Nord­osten Deutsch­lands - inklu­sive Hessen - über den soge­nannten Upper Layer Indi­cator (ULI) 5G im Display ausweisen."

Wie es weiter heißt, haben die Netz­tech­niker von Telefónica am Mitt­woch die korrekten Para­meter einge­spielt und damit den glei­chen Zustand wie vor dem 11. August herge­stellt. Kunden im Telefónica-Netz sollen demnach jetzt wieder eine korrekte 5G-Anzeige auf ihren Handy-Displays erhalten. "Auf die Funk­tions­weise des 5G-Netzes hatte dies keinen Einfluss", so die Pres­sestelle des Münchner Tele­kom­muni­kati­ons­kon­zerns. "Für die entstan­denen Unan­nehm­lich­keiten möchten wir uns entschul­digen. Parallel arbeiten wir weiterhin daran, die Anzeige für unsere Kunden noch weiter zu opti­mieren."

14.000 Antennen im 5G-Netz aktiv

Derzeit sind nach Unter­neh­mens­angaben bereits mehr als 14.000 Antennen im 5G-Netz der Telefónica aktiv. Damit werden mehr als 50 Prozent der Bevöl­kerung erreicht. Bis Jahres­ende will Telefónica mindes­tens 60 Prozent der Einwohner Deutsch­lands mit 5G versorgen. Bis Ende 2025 soll das neue Netz in ganz Deutsch­land verfügbar sein.

Zum Vergleich: 1&1 als neuer Netz­betreiber rechnet erst für 2030 mit einer 50-prozen­tigen Bevöl­kerungs­abde­ckung.

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