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EDGE im o2-Netz künftig mit bis zu 384 kBit/s

Auch Kunden von Fonic und Tchibo profitieren automatisch
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T-Mobile hat im vergangenen Jahr die Performance für Datenübertragungen über EDGE im GSM-Netz verbessert. Seitdem können die Kunden der Telekom-Mobilfunktochter nahezu flächendeckend mit bis zu 260 kBit/s online gehen, während EDGE in den drei anderen deutschen Mobilfunknetzen bislang auf maximal rund 220 kBit/s im Downstream beschränkt ist.

Allerdings planen auch die Mitbewerber der T-Mobile, schnellere mobile Daten-Zugänge in der Fläche zu ermöglichen. So erklärte der Geschäftsführer des Prepaid-Discounters Fonic, Holger Feistel, gegenüber teltarif.de, o2 plane, über EDGE noch in diesem Jahr Datenübertragungsraten von bis zu 384 kBit/s zu ermöglichen. Damit wäre EDGE bei o2 ähnlich schnell wie derzeit das UMTS-Netz von E-Plus, das abgesehen von einem Testbetrieb weiterhin auf seine HSPA-Aufrüstung wartet.

Start-Termin und Ausbaupläne noch unklar

Ab wann und in welchen Regionen die bessere Performance zur Verfügung steht, konnte Feistel nicht sagen. Sicher ist allerdings, dass für den schnelleren mobilen Daten-Zugang, von dem auch Discounter-Kunden von Fonic und Tchibo automatisch profitieren, neue Hardware benötigt wird. Selbst die von T-Mobile angebotenen 260 kBit/s werden bislang nur von wenigen im Markt verfügbaren Endgeräten unterstützt.

o2 hat erst im vergangenen Herbst mit der EDGE-Aufrüstung seines GSM-Netzes begonnen. Mit dem eigenen Mobilfunknetz will o2 bis zum Jahresende eine nahezu deutschlandweit flächendeckende Abdeckung erreichen. EDGE wird derzeit vor allem in Regionen ausgebaut, in denen das UMTS-Netz des Münchner Telekommunikationsunternehmens noch nicht zur Verfügung steht.

T-Mobile bislang als einziger Netzbetreiber mit flächendeckendem EDGE

Einziger Netzbetreiber mit flächendeckender EDGE-Versorgung ist derzeit T-Mobile. Vodafone hat ebenfalls bereits weite Teile Deutschlands mit dem Datenturbo erschlossen, während o2 und E-Plus noch Nachholbedarf haben. Insbesondere bei E-Plus ist derzeit zu erkennen, dass die EDGE-Abdeckung sukuzessive voranschreitet.

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