Kein Netz

Telefónica mit lokalen Netzproblemen in Ostwestfalen (Update: behoben)

Im ostwestfälischen Werther stehen Telefónica-Mobilfunkkunden seit Ende April ohne Netz da. Vergleichbare Probleme gab es in Versmold. Die Störungsursache konnte offenbar noch nicht gefunden werden.
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o2-Netzprobleme in Ostwestfaleno2-Netzprobleme in Ostwestfalen Das Telefónica-Mobilfunknetz ist derzeit eine Großbaustelle. Der nach Kundenzahlen größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber ist dabei, seine früher getrennten Handynetze von E-Plus und o2 zusammenzuschalten. Am Ende soll ein Gemeinschaftsnetz herauskommen, das neben GSM auch den LTE-Standard und demnach einen schnellen mobilen Internet-Zugang fast überall in Deutschland bietet.

Bei der Netzkonsolidierung kommt es allerdings teilweise auch zu für die Kunden weniger angenehmen Effekten, wie das Beispiel einiger Regionen in Süddeutschland zeigt, die im Herbst vergangenen Jahres zumindest vorübergehend ohne UMTS auskommen mussten, so dass Kunden an Orten ohne zusätzlichen LTE-Ausbau auch gleich komplett ohne zeitgemäßen mobilen Internet-Zugang da standen.

Bericht: Netz in Werther seit zwei Wochen nicht verfügbar

Nun berichtet das Westfalen-Blatt über ähnliche Probleme in Ostwestfalen, wobei es nicht bekannt ist, ob die dort auftretenden Störungen ebenfalls im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der Netze von E-Plus und o2 stehen. So sei etwa seit zwei Wochen das Telefónica-Netz in Werther nicht mehr verfügbar. Kunden könnten weder telefonieren, noch im Internet surfen. Erst jenseits der Stadtgrenzen sei das Netz wieder verfügbar.

Wie es im Bericht weiter heißt, habe der Netzbetreiber den Grund für die Störung noch nicht gefunden. So gibt es aktuell auch noch keine Informationen dazu, wann betroffene Kunden ihr Handy wieder wie gewohnt nutzen können. Die Techniker von Telefónica würden jedoch "mit Hochdruck" an der Behebung arbeiten.

Ähnliche Probleme zu Jahresbeginn in Versmold

Dabei ist Werther kein Einzelfall, wie es im Artikel weiter heißt. Im benachbarten Versmold gab es demnach zu Jahresbeginn ein vergleichbares Problem. Auch die teltarif.de-Redaktion konnte seinerzeit nachvollziehen, dass in der gesamten Innenstadt das Telefónica-Netz nicht zur Verfügung stand. Dabei spielte es keine Rolle, ob GSM, UMTS oder LTE genutzt werden sollte. Erst nach mehr als einem Monat wurde der Fehler in Versmold seinerzeit behoben.

Betroffene Kunden, die auf ihren Mobilfunkanschluss angewiesen sind, haben das Nachsehen. Wer einen Laufzeitvertrag und ein für WiFi Calling geeignetes Smartphone besitzt, kann aber zumindest telefonisch erreichbar bleiben, wenn das Handy per WLAN mit dem Internet verbunden ist. Ansonsten bleibt nur der Wechsel zu einem anderen Anbieter.

Das sagen die Verbraucherschützer

Ein Providerwechsel ist für Prepaidkunden schnell erledigt. Unangenehm wird es für Nutzer von Laufzeitverträgen, die möglicherweise noch längerfristig gebunden sind. Wie es im Bericht zur Netzstörung in Wether heißt, erklärte die Verbraucherzentrale Gütersloh, den Kunden stünde bei einem über einen längeren Zeitpunkt konstanten Netzausfall ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Allerdings behalte sich Telefónica vor, das Netz nicht permanent zu 100 Prozent bereitzustellen.

Die Verbraucherschützer sagen, ein zweiwöchiger Ausfall sei aber ein zu beanstandender Zeitraum. Sie raten, dem Anbieter per Einschreiben eine Frist von weiteren zwei Wochen zu setzen, um das Problem zu lösen. Dabei sei es wichtig, ein festes Datum zu nennen. Lasse der Anbieter diese Frist verstreichen, sei es möglich, eine außerordentliche Kündigung einzureichen.

Update 12. Mai: Problem laut Telefónica behoben

Telefónica teilte gegenüber unserer Redaktion mit: "Unsere Techniker waren gestern erneut vor Ort und konnten die Beeinträchtigungen erfolgreich beheben. Somit steht unseren Kunden in Werther unser Netz wieder wie gewohnt uneingeschränkt und zuverlässig zur Verfügung. Auslöser für die nun behobene Beeinträchtigung war ein Defekt an der Mobilfunkstation zu einem entfernten Verbindungsknoten. Die betroffene Baugruppe wurde ausgetauscht, dieser Vorgang hat leider eine gewisse Zeit in Anspruch genommen." Neben GSM und UMTS habe das Unternehmen nun zusätzlich den LTE-Standard in Werther in Betrieb genommen.

In einer weiteren Meldung berichten wir darüber, wie selbstbewusst sich Telefónica-Chef Markus Haas über das Netz seines Unternehmens äußert.

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