National Roaming

o2-de+: Das Netzroaming zwischen o2 und E-Plus im Test

Seit Mitte Januar bietet o2 im Rahmen eines regionalen Pilotversuchs das Netzroaming im UMTS-Netz von E-Plus an. Wir haben uns mit SIM-Karten von o2, netzclub und Base auf den Weg in die Testregion gemacht und berichten über unsere Erfahrungen mit o2-de+.
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Wie berichtet testet Telefónica seit Mitte Januar das sogenannte Netzroaming zwischen o2 und E-Plus. In einer Testregion rund um Siegen, Altenkirchen und Gummersbach haben o2-Kunden die Möglichkeit, das UMTS-Netz von E-Plus mitzunutzen. Die Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand: Das 3G-Netz von o2 ist zwar in Ballungsgebieten dicht ausgebaut. In ländlichen Regionen punktet dagegen das E-Plus-Netz, dessen Sendemasten nicht so dicht nebeneinander stehen. So müssen die Kunden je nach Standort mit schwächerem Signal leben. Dafür ist die versorgte Fläche größer.

Wenn die o2-Kunden also nun im Sauerland - zunächst im Rahmen eines Tests - die Möglichkeit haben, UMTS von E-Plus zu nutzen, dann haben sie eine größere Fläche mit mobiler Breitband-Abdeckung zur Verfügung, was für den Internet-Zugang besonders interessant ist, zumal das Surfen über GPRS und EDGE im Jahr 2015 nun wirklich nicht mehr zeitgemäß ist.

Unterwegs in die Testregion

o2-Netzroaming im Testo2-Netzroaming im Test Wir haben uns am vergangenen Wochenende auf den Weg ins Testgebiet für Netzroaming von o2 und E-Plus gemacht. Dabei hatten wir ein Apple iPhone 6 und ein Nokia Lumia 1020, jeweils mit einer o2-Vertragskarte zur Verfügung. Ebenfalls im Gepäck waren eine netzclub-Prepaidkarte im Blackberry Q10 und eine Base-Vertragskarte, die sich in einem Samsung Galaxy S5 Duos befand.

Wir wollten wissen, wie das Netzroaming funktioniert und welche Kunden das Angebot derzeit nutzen können. Bei der Anreise auf der Autobahn A45 war zunächst alles normal. Die o2-SIM-Karten waren im o2-Netz aktiv. E-Plus wurde wie die Netze von Telekom und Vodafone als unzulässig erkannt. Das Einbuchen war demnach nicht möglich. Dabei machte es keinen Unterschied, ob wir die Vertrags- oder Prepaidkarten verwendet haben. Umgekehrt konnten wir mit der Base-Karte nur das E-Plus-Netz nutzen.

Roaming ab Landesgrenze Hessen-NRW möglich

Auch auf der Höhe von Haiger, unweit der hessisch-nordrhein-westfälischen Grenze, änderte sich die Situation nicht. Wenige Kilometer weiter, im nordrhein-westfälischen Wilnsdorf, hatten wir das Testgebiet erreicht. Das Nokia Lumia 1020 zeigte nach einem Suchlauf das E-Plus-Netz nicht mehr an. Stattdessen wurde neben o2 nun auch o2-de+ gefunden und als zulässiges Netz angezeigt. Das Einbuchen war nach einer manuellen Auswahl des Netzes sofort möglich. Dabei haben wir eine herkömmliche o2-Vertragskarte verwendet.

Am iPhone 6 wurde nach der Netzsuche weiterhin E-Plus angezeigt. Hier gibt es keine Anzeige, ob das Einbuchen erlaubt oder verboten ist. Bei unseren noch in Hessen vorgenommenen Einbuch-Versuchen erschien einfach der Schriftzug "kein Netz" im Display und es gab keinen Ausschlag am S-Meter, das die Stärke des empfangenen Mobilfunknetzes anzeigt. In Wilnsdorf buchte sich das Smartphone sofort ins UMTS-Netz von E-Plus ein. Als Netzbetreiber wurde o2-de+ angezeigt. In der Netzsuche erschien zunächst weiterhin der Schriftzug E-Plus. Bei späteren Suchläufen wurde auch an dieser Stelle o2-de+ angezeigt.

Auf Seite 2 verraten wir Ihnen unsere Erfahrungen mit einer Prepaidkarte, mit einer Base-SIM und mit dem mobilen Internet-Zugang bei o2-de+.

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