Ausland

o2 und Drillisch: Das passiert nach 1 GB Daten-Nutzung im Roaming

Wir berichten darüber, wie o2- und Drillisch-Kunden im Ausland nach Verbrauch von 1 GB Datenvolumen weiter online bleiben können. Das Inlands-Datenvolumen steht in diesem Fall nicht zur Verfügung.
AAA
Teilen (14)

Daten-Roaming bei o2 und DrillischDaten-Roaming bei o2 und Drillisch In vielen aktuellen Smartphone-Tarifen von o2 und diverser Drillisch-Marken ist die EU Roaming Flat mittlerweile inklusive. Das heißt, die Kunden können ihre innerdeutsche Allnet-Flat für Telefonate auch in allen EU-Staaten sowie in Norwegen, Island und der Schweiz verwenden. Die Flatrate gilt zudem für Verbindungen innerhalb des jeweiligen Reiselandes.

Anders als bei den Mitbewerbern Telekom und Vodafone berechnet o2 aber den SMS-Versand extra. In der EU fallen 7 Cent je verschickter Kurzmitteilung an, in der Schweiz liegt der SMS-Preis bei 9 Cent. Dazu bekommen die Kunden anders als bei den anderen beiden deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern nicht die Möglichkeit, ihr innerdeutsches Datenvolumen mit ins Ausland zu nehmen. Das hat Nachteile, aber auch Vorteile für die Kunden.

Einerseits steht das Inlandsvolumen komplett für die Nutzung in Deutschland zur Verfügung. Für das Ausland bekommen die Kunden 1 GB Extra-Datenvolumen, das umgekehrt aber nicht innerhalb Deutschlands genutzt werden kann. Wir wollten nun wissen, wie es nach dem Verbrauch der Inklusivleistung für die Kunden weitergeht.

Drillisch: Keine Nachbuch-Optionen im Ausland

Im Falle von Drillisch haben wir mit einer Vertragskarte von simply einen Test in Griechenland durchgeführt. Dabei erhielten wir vom Provider nach dem Verbrauch von 80 Prozent des Datenkontingents einen entsprechenden Hinweis per SMS. Als das Inklusivvolumen komplett verbraucht war, wurde die Datenverbindung gekappt und die SIM-Karte war nur noch für Telefonate und den Austausch von SMS-Mitteilungen zu gebrauchen. Diese Regelung entspricht exakt den Tarifbestimmungen, die der Discounter auch ganz offen kommuniziert. Besonders ärgerlich ist es dabei, dass die Kunden auch keine Möglichkeit haben, zumindest gedrosselt oder gegen die Zahlung einer zusätzlichen Gebühr weiteres Datenvolumen nachzubuchen. Wer sein Volumen verbraucht hat, ist offline - es sei denn, er greift beispielsweise zu einer Prepaidkarte aus dem Reiseland.

Natürlich kann man Drillisch grundsätzlich keinen Vorwurf machen, zumal der Discounter diese Regelung offen kommuniziert. Kundenfreundlich ist es dennoch nicht, den Nutzer in den Offline-Modus zu verbannen, zumal es abseits der Hinweis-SMS nach Verbrauch von 80 Prozent des Inklusivvolumens nicht einmal die Möglichkeit gibt, zu kontrollieren, wie viel Volumen im jeweiligen Abrechnungszeitraum für die Auslandsnutzung noch zur Verfügung steht.

o2: Für 14,99 Euro ein weiteres Gigabyte

o2 informiert im Vorfeld des Verbrauchs ebenfalls per SMS und drosselt zunächst die Datenverbindung auf 16 kBit/s anstelle der vollständigen Abschaltung der Online-Verbindung. Nach weiteren 30 MB Verbrauch wird auf nur noch 2 kBit/s gedrosselt - was de facto bedeutet, dass der Internet-Zugang ebenfalls nicht mehr sinnvoll nutzbar ist.

Anders als Drillisch bietet o2 seinen Kunden aber die Möglichkeit an, für 14,99 Euro ein weiteres 1-GB-Paket für die Auslandsnutzung zu buchen. Diese Nachbuchung ist nach Angaben der Telefónica-Pressestelle auch mehrfach innerhalb eines Monats möglich. Sprich: Die Kunden haben zwar ebenfalls keine echte Daten-Flatrate im Ausland zur Verfügung, bekommen anders als bei Drillisch aber zumindest kostenpflichtig die Möglichkeit, den mobilen Internet-Zugang weiterhin zu verwenden.

Auch o2 muss sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, dass Kunden keine Möglichkeit haben, ihren Datenverbrauch im Ausland jederzeit abzufragen. Telekom und Vodafone bieten dieses Features über entsprechende Apps bzw. auf den Webseiten pass.telekom.de bzw. center.vodafone.de an.

Bei der Telekom und bei Vodafone wird das innerdeutsche Datenvolumen im Ausland mitgenutzt. Nach Verbrauch gibt es zudem die gleichen Nachbuch-Optionen wie im Heimatnetz. Kunden, die den Internet-Zugang weiter nutzen möchten, haben dazu demnach - wie auch bei o2 - die Möglichkeit. Drillisch-Kunden brauchen dagegen im Zweifelsfall eine zusätzliche SIM-Karte, um vor ihrer Rückkehr nach Deutschland weiter online zu sein.

Teilen (14)

Mehr zum Thema Reise