Netzausbau

5G-Netz von o2 jetzt in 60 Städten ver­fügbar

Telefónica bietet sein 5G-Netz in immer mehr Städten an. Zudem hat das Unter­nehmen sein 5G-Kern­netz gestartet, das die Grund­lage für die Einfüh­rung von 5G Stan­dalone bildet.

o2 baut sein 5G-Mobil­funk­netz weiter aus. Wie die Telefónica-Pres­sestelle mitteilte, ist der neue Netz­stan­dard mitt­ler­weile in 60 Städten verfügbar. Damit habe das Unter­nehmen die Anzahl der Städte, in denen 5G verfügbar ist, inner­halb weniger Wochen verdop­pelt. Rund 1300 Antennen sind für das 5G-Netz von o2 mitt­ler­weile in Betrieb. Diese funken im Frequenz­bereich um 3600 MHz. Hier sind aufgrund des verfüg­baren Frequenz­spek­trums hohe Daten­über­tra­gungs­geschwin­dig­keiten möglich. Dafür ist der Versor­gungs­radius einer Basis­sta­tion auf wenige hundert Meter begrenzt.

"Wir bauen ein leis­tungs­starkes 5G-Netz für Deutsch­land und geben als Treiber der Digi­tali­sie­rung weiter Vollgas", gibt sich Telefónica-CEO Markus Haas selbst­bewusst, obwohl der Netz­ausbau von o2 noch weit hinter dem von Telekom und Voda­fone zurück­liegt. "Wir inves­tieren allein in diesem Jahr rund 1,3 Milli­arden Euro, um unser sehr gutes o2-Netz noch besser zu machen", so Haas. "Bis Jahres­ende werden wir über 30 Prozent der Bevöl­kerung mit 5G versorgen und bis 2025 ganz Deutsch­land." o2 baut 5G-Netz weiter aus o2 baut 5G-Netz weiter aus
Foto: Telefónica

Mehr als 250 5G-Antennen in Berlin

Allein in Berlin hat o2 nach eigenen Angaben mehr als 250 5G-Antennen in Betrieb. Das klingt auf den ersten Blick impo­sant - ähnlich wie die Anzahl der Antennen, die Telekom und Voda­fone immer wieder vermelden. Die Angaben rela­tivieren sich aller­dings dadurch, dass an einem Standort mehrere Antennen in Betrieb sind. 250 Antennen sind demnach nicht mit 250 Stand­orten gleich­zusetzen.

Für Hamburg vermeldet Telefónica mehr als 120 5G-Antennen. In Köln, München und Stutt­gart sind es den Angaben zufolge jeweils mehr als 100 Antennen. Zu den neuen Städten, in denen 5G von o2 verfügbar ist, zählen Augs­burg und Ingol­stadt (Bayern), Aachen, Gelsen­kir­chen und Schwerte (Nord­rhein-West­falen) sowie Sindel­fingen, Affal­ter­bach und Marbach am Neckar (Baden-Würt­tem­berg). Erste 5G-Sender funken auch in Wies­baden (Hessen) und Mainz (Rhein­land-Pfalz). 5G-Rechenzentrum in München 5G-Rechenzentrum in München
Foto: Telefónica

5G-Stan­dalone-Kern­netz gestartet

Telefónica hat außerdem ihr neues 5G-Stan­dalone-Kern­netz in Betrieb genommen. Dieses bildet die Grund­lage dafür, 5G künftig nicht nur in Kombi­nation mit dem bekannten LTE-Stan­dard, sondern auch eigen­ständig anzu­bieten. Die Server im Münchner Rechen­zen­trum seien bereits mit 5G-Antennen im o2-Livenetz verbunden. Bis zum Sommer soll das 5G-Kern­netz in allen eigenen Rechen­zen­tren der Telefónica imple­men­tiert werden.

5G Stan­dalone punktet gegen­über dem Betrieb in Kombi­nation mit dem LTE-Netz insbe­son­dere durch gerin­gere Latenz­zeiten von wenigen Milli­sekunden. Durch Bünde­lung mehrerer 5G-Frequenz­bänder (Carrier Aggre­gation) will o2 Surf­geschwin­dig­keiten im Gigabit-Bereich ermög­lichen. Neben 3600 MHz will Telefónica 5G künftig auch im Bereich von 700 und 1800 MHz betreiben.

Voda­fone bietet 5G Stan­dalone bereits seit April an. In einer weiteren Meldung lesen Sie, welche Erfah­rungen wir mit 5G SA in Frank­furt am Main gemacht haben.

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