Bundesweit

Notrufe 110 und 112 zeitweise gestört

Man lernt das schon recht früh: Im Notfall die 112 anrufen (Rettung, Feuer­wehr), da sie inter­national genormt ist. Die 110 führt in Deutsch­land zur Polizei. Dumm nur, wenn die Nummern gestört sind.

Wer eine Warn-App wie Katwarn, Hessen­warn oder Nina instal­liert hat, bekam heute eine Warn­mel­dung. Die Notrufe 110 oder 112 sollen gestört sein.

Zahl­reiche Anfragen und Warnungen

Heute Mittag war zeitweise bundesweit der Notruf 110 oder 112 am Handy gestört. Die Störung ist beseitigt. Heute Mittag war zeitweise bundesweit der Notruf 110 oder 112 am Handy gestört. Die Störung ist beseitigt.
Grafik: Picture-Alliance / dpa
Beim Bundesamt für Bevöl­kerungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe gingen zahl­reiche Warn­mel­dungen ein, wie auf der Website der Behörde ersicht­lich war. Auch viele Kommunen und Städte infor­mierten die Bürger: "Die Notruf­nummer 112 für Feuer­wehr und Rettungs­dienst ist derzeit im Raum #München gestört", schrieb beispiels­weise die Feuer­wehr der baye­rischen Landes­haupt­stadt bei Twitter. Auch weitere Städte aus Bayern, Nord­rhein-West­falen, Hessen und Rhein­land-Pfalz meldeten Störungen.

Heute Mittag war zeitweise bundesweit der Notruf 110 oder 112 am Handy gestört. Die Störung ist beseitigt. Heute Mittag war zeitweise bundesweit der Notruf 110 oder 112 am Handy gestört. Die Störung ist beseitigt.
Grafik: Picture-Alliance / dpa
"Es können keine Anrufe ange­nommen werden. Alle Bürge­rinnen und Bürger in Notsi­tua­tionen werden gebeten, weitere Anruf­ver­suche zu unter­nehmen", hieß es vom Land­ratsamt Erding. Der Notruf aus dem Mobil­funk­netz sei auch im Kreis Pader­born nur einge­schränkt möglich, meldete der Kreis bei Twitter.

Im Rems-Murr-Kreis (Baden-Würt­tem­berg) hat es am frühen Mitt­woch­mittag Probleme bei der Notruf­nummer 112 gegeben. Wie eine Spre­cherin des Innen­minis­teriums in Stutt­gart auf Anfrage mitteilte, war die Rufnummer zunächst nicht erreichbar. Die Ursache war zunächst unklar, wie es weiter hieß. Andere Land­kreise und Städte im Südwesten waren den Angaben zufolge zunächst nicht betroffen.

Telekom bestä­tigt Störung - ist behoben

Auf Anfrage von teltarif.de bestä­tigte die Deut­sche Telekom eine bundes­weite Störung im Mobil­funk und Fest­netz. "Das Problem trat bei abge­henden Anrufen aus dem Mobil­funk in das Fest­netz auf. Durch diese Störung waren demnach auch einige Leit­stellen betroffen (bei Anruf aus Mobil­funk­netz)". Die Verbin­dung über das Fest­netz sei stets erreichbar gewesen.

"Inzwi­schen konnten die Kollegen aus der Technik dafür sorgen, dass der Fehler nicht mehr besteht. Die genaue Fehler­ana­lyse läuft weiterhin", teilte uns ein Telekom Spre­cher dazu mit. Die Störung habe etwa 30-40 Minuten gedauert.

Notrufe laufen "in der Regel" über Telekom

Auf Nach­frage von teltarif.de bestä­tigte die Telekom weiter, dass "in der Regel" die Notruf-Leit­stellen über die Telekom ans Netz ange­schlossen sind. Es kann sinn­voll sein, sich in Ruhe die "normale" Fest­netz-Rufnummer der nächsten örtli­chen Poli­zei­sta­tion heraus­zusu­chen und zusätz­lich abzu­spei­chern. Die Rettungs-Leit­stelle des Roten Kreuzes ist oft unter Orts­vor­wahl + 19222 zu errei­chen.

Bei Anrufen von 110 oder 112 aus dem Mobil­funk muss das Netz "erkennen", wo sich der Anrufer befindet und welche Leit­stelle aktuell zuständig ist. Dabei kann es durchaus passieren, dass man in einem Sende­masten einge­bucht ist, der einer völlig anderen Leit­stelle zuge­ordnet ist. Bei modernen Smart­phones wird auto­matisch der Standort des Anru­fers (unter iOS oder Android) an die Leit­stelle über­mit­telt.