Mobile Nutzung

Notebook, Ultrabook, Tablet - welches Gerät für welchen Nutzer?

Notebook, Ultrabook, Tablet, Convertible - mobile Geräte gibt es mittlerweile viele. Aber welches Gerät taugt für welchen Nutzer? Wir geben einen Überblick und helfen bei der Auswahl.
Von Marie-Anne Winter
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Als Computer Anfang der 1980er Jahre kompakter gebaut werden konnten und somit auch "mobil" wurden, war ein tragbarer Rechner noch immer ein schwerer Brocken - der ab 1981 verkaufte Schlepprechner Osborne 1 brachte noch rasante 11 Kilogramm auf die Waage. Die eingebaute Zilog-Z80-CPU arbeitete mit einer Taktfrequenz von 4,0 MHz und wurde von 64 kB Arbeitsspeicher unterstützt. Der große graue Kasten hatte ein monochromes 5-Zoll-Display, das 24 Zeilen à 52 Zeichen darstellen konnte und passte laut Werbeaussage des Herstellers Osborne Computer Corporation "unter jeden Flugzeugsitz". Das gute Stück kostete knapp 2 000 US-Dollar. Mit der Ankündigung des Nachfolgemodells Osborne Executive stellte sich der Hersteller allerdings selbst ein Bein: In Erwartung des zwar noch nicht erhältlichen, aber wesentlich besseren neuen Modells brachen die Verkäufe des Osborne 1 total ein und der Hersteller ging pleite, bevor er eine nennenswerte Anzahl des Executive produzieren konnte. Hier waren dann Konkurrenten wie Apple und Kaypro schneller.

Zuverlässiges Arbeitsgerät, aber nicht hypermobil: Der LaptopZuverlässiges Arbeitsgerät, aber nicht hypermobil: Der Laptop Doch der Fortschritt war nicht aufzuhalten - 1989 kam mit dem Compaq LTE eins der ersten echten Notebooks heraus, das ein flaches 10-Zoll-Display mit einer Auflösung von 640 mal 480 Pixel sowie eine eingebaute Tastatur hatte und nur noch drei Kilogramm wog. Es erschien zunächst mit einem 9,55 MHz Intel 8086, später wurde ein Intel 80286 mit 12 MHz verwendet. Der Compaq LTE kostete bei seiner Markteinführung 4 500 US-Dollar und stieß trotz des hohen Preises auf ein reges Interesse, so dass Compaq anfangs mit der Produktion nicht hinterher kam. Im Prinzip sehen moderne Laptops noch immer so aus, nur dass sie noch flacher, leichter, ausdauernder und nicht zuletzt auch günstiger geworden sind.

Mehr Leistung kostet mehr Geld - und mehr Energie

Inzwischen gibt es mobilen Bereich eine Reihe neuer Geräteklassen (Notebook, Ultrabook, Tablet, Convertible) für unterschiedliche Nutzungsszenarien. Dabei stellt sich die Frage, für welchen Nutzer welches Gerät geeignet ist. Das klassische Notebook bietet in der Regel eine gute Ausstattung zum vergleichsweise günstigen Preis mit viel Speicherplatz, hoher Leistung, zahlreichen Anschlüssen und größeren Displaydiagonalen - dafür ist es aber vergleichsweise schwer und unter Umständen nicht so ausdauernd. Aber für alle, die ihr Gerät häufig am gleichen Ort nutzen und viel Speicher und Rechenleistung benötigen - etwa für die Video- oder Bildbearbeitung, aber auch für Spiele, ist so ein Gerät gut geeignet. Es gibt Modelle mit bis zu 20 Zoll Bildschirmdiagonale - die passen zwar nicht mehr in jeden Rucksack, sind aber für Präsentationen oder sonstige Multimedia-Nutzung besser geeignet als hochmobile Rechner mit kleineren Displays.

Flach und mobil - das UltrabookFlach und mobil - das Ultrabook Eins sollte aber klar sein: Mehr Leistung erfordert entsprechend mehr Akku-Kapazität. Größere Displays und schnellere Prozessoren verbrauchen natürlich auch mehr Energie. Zwar haben größere Geräte mehr Platz für große Akkus, diese machen die Geräte dann aber auch wieder schwerer. Deshalb haben die auf hohe Mobilität ausgelegten Ultrabooks sehr leistungsfähige Akkus und eine auf Energieeffizienz und geringes Gewicht optimierte Ausstattung, so dass sie doppelt oder gar drei Mal so lange bis zum nächsten Aufladen durchhalten als herkömmliche Notebooks - sie sind aber dafür auch deutlich teurer. Wer also gleichzeitig ein ausdauerndes Gerät mit geringem Gewicht und eine ansprechende Leistung wünscht, sollte sich nach einem Ultrabook umsehen und bereit sein, deutlich mehr auszugeben als für einen klassischen Laptop.

Für allgemeine PC-Anwendungen sind Ultrabooks sehr gut geeignet, allerdings fehlt ihnen oft ein optisches Laufwerk und es sind weniger Anschlüsse für Peripheriegeräte vorhanden. Anspruchsvolle Spieler oder Multimedia-Freaks werden damit vermutlich nicht zufrieden sein, der typische Business-Nutzer, der auf Geschäftsreisen ein handliches und ausdauerndes Gerät für seine Routinearbeiten braucht, dagegen schon.

Auf der folgenden Seite betrachten wir die Vor- und Nachteile von Tablets gegenüber Smartphones und E-Book-Readern.

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