Handy-Test

Das Nokia X6 im Handy-Test

Solides Musik-Smartphone mit Macken

Bei der Datenausstattung setzt Nokia zwar auf aktuelle Technik, spendiert dem X6 aber "nur" HSDPA mit 3,6 MBit und kein HSUPA. Das bedeutet in der Praxis: Die Upload-Geschwindigkeit lahmt. Dies fällt zwar nur in Regionen mit ansprechender Netzversorgung auf – gerade ein Multimedia-Handy wie das X6, mit dem auch selbst gedrehte Videos und geschossene Bilder in hoher Auflösung ins Internet hochgeladen werden, sollte aber HSUPA beherrschen. Alternativ verfügt das X6 über WLAN, so dass zu Hause und in der Nähe von Hotspots keine Datenverbindung über das Mobilfunknetz erfolgen muss. Auch Bluetooth ist an Bord. Erwähnenswert: Nokia lässt alle Ports offen, das X6 kann somit Daten senden und empfangen und lässt sich mit jeglichem Bluetooth-Zubehör verbinden. Nokia X6 Einige Verarbeitungsschwächen
Foto: teltarif.de

Nokia X6 32GB

Per USB oder Bluetooth können Sie das X6 mit Outlook synchronisieren. Nutzen Sie die Office-Software nicht, steht außerdem Exchange für den Datenabgleich bereit. Auch über die PC-Suite von Nokia können Sie Ihre Kontakte und den Kalender aktuell halten. Wie die meisten modernen Smartphones lässt sich auch das X6 mit Google verknüpfen. Dies funktioniert ebenfalls über Exchange. Etwas verwirrend: Ein Exchange-Konto richten Sie unter "Mitteilungen – Postfach – Neu erstellen" ein, obwohl dieses auch für Kalender, Kontakte, Notizen und Aufgaben verantwortlich ist. Nutzen Sie ein Exchange-Konto, ruft das X6 auf Wunsch per Push Nachrichten in Echtzeit ab. Notwendig ist dann allerdings eine permanente Internetverbindung, die auch den Akku stark belastet. Der hält ohne Probleme mehrere Tage durch, wenn Sie das Handy für gelegentliche Telefonate, SMS und Musikhören verwenden. Ein Akkufresser ist das kapazitive Display also nicht.

Spezialgebiet: Musik

Nokia bewirbt das X6 als Spezialisten für die Musikwiedergabe. Dafür spricht zunächst einmal die Speicherausstattung: Nokia verbaut intern 32 Gigabyte (Testmodell) oder 16 Gigabyte beim kleineren Bruder. Einen Einschub für Speicherkarten hat Nokia weggelassen – das erinnert sehr ans iPhone. Optional gibt es Nokias Musikflatrate "Comes With Music" für etwa 100 Euro Aufpreis. Ein Aktivierungs-PIN liegt dem Gerät bei. Mit dieser Flatrate kann der X6-Nutzer ein Jahr lang unbegrenzt Musik herunterladen und sogar nach Ablauf des ersten Jahres behalten. Natürlich lässt sich die Musik auch auf einem PC wiedergeben, eine Verlängerung der Flatrate ist ebenso möglich. Zu beachten ist, dass die anfallenden Kosten für die Datenübertragung nicht in der Musikflatrate enthalten sind. Musikplayer des Nokia X6 Musikplayer des Nokia X6
Foto: teltarif.de

Den Musikplayer hat Nokia im Vergleich zu anderen Symbian-Handys nicht verändert. Er erlaubt die Sortierung nach Interpreten, Alben und Genres, auch Wiedergabelisten lassen sich erstellen. Zudem kann der Player Cover anzeigen und verfügt über einen Klangregler (Equalizer), der neben einigen Voreinstellungen auch eigene Profile zulässt. Während die Funktionen also überzeugen, kann der Musikplayer optisch aber nicht mit der iPhone-, Android- und Walkman-Konkurrenz mithalten. Zu schlicht ist er gestaltet, in manchen Menüs wirkt er hingegen gezwungen bunt. Wer darüber hinwegsehen kann und bereit ist, sich etwas einzuarbeiten, bekommt aber dennoch einen überzeugenden Musikplayer, der außerdem einen hochwertigen Sound an den Audioausgang des X6 (3,5-Millimeter-Buchse) liefert. Im Karton des X6 liegen zudem keine einfachen Kopfhörer, sondern ein Headset für echte Musikfans. Das Modell WH-500 von Nokia kostet im Einzelkauf mindestens 30 Euro und klingt mehr als ordentlich – und ist gut verarbeitet.

Weitere Eindrücke vom Nokia X6 sowie Testauswertungen zur Kamera und Internetnutzung finden Sie auf nächsten Seite.

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