Stellenabbau
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Nokia streicht Tausende Jobs nach Übernahme von Alcatel-Lucent

Nach der Übernahme von Alcatel-Lucent plant Nokia die Umsetzung eines massiven Sparprogramms und das auf Kosten der Angestellten, denn weltweit sind Jobs in Gefahr. Stellenkürzungen gibt es auch in Deutschland.
Von dpa / Ulrike Michel
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Massiver Stellenabbau bei Nokia geplant- fast jeder zehnte Job in GefahrMassiver Stellenabbau bei Nokia geplant - fast jeder zehnte Job in Gefahr Der Telekom-Ausrüster Nokia setzt nach der Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent ein massives Sparprogramm mit dem Abbau tausender Arbeitsplätze in Gang. Nach Medieninformationen könnte mehr als jeder zehnte Job wegfallen. So sollen in Deutschland bis 2018 rund 1400 Jobs gestrichen werden und in Finnland 1300 Stellen, wie Nokia am Mittwoch mitteilte. Dadurch will man bei Nokia die Betriebs­kosten bis Ende 2018 um 900 Millionen Euro senken. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg sollen weltweit 10000 bis 15000 Arbeits­plätze abgebaut werden.

In Deutschland werde sich der Stellenabbau voraussichtlich auf alle Standorte auswirken, hieß es. Das Land solle aber ein zentraler Forschungs- und Entwicklungs­standort für Nokia bleiben. Den zukünftigen Schwerpunkt bilden voraussichtlich Zukunfts­technologien wie die nächste Datenfunk-Generation 5G oder die Vernetzung von Maschinen und Alltags­technik im Internet der Dinge. Außerdem werde Nokia hierzulande weiterhin Lösungen für den schnellen optischen Datentransport sowie Sicherheitslösungen entwickeln. Rund 1250 Jobs sollen bereits bis Ende 2017 gestrichen werden.

Voraussichtlich wird über den Stellenabbau in fast 30 Ländern verhandelt werden, erklärte Nokia. Details solle es mit der Vorlage der nächsten Quartalszahlen geben. Sie ist für den 10. Mai angesetzt. Die Streichungen würden vor allem die Bereiche treffen, in denen es Überschneidungen zwischen Nokia und Alcatel-Lucent gebe.

Nokia schloss die Übernahme des französisch-amerikanischen Konzerns Alcatel-Lucent für mehr als 15 Milliarden Euro Anfang des Jahres ab. Das Geschäft mit Ausrüstung für Telekom-Netze ist hart umkämpft. Die etablierten westlichen Anbieter werden von aggressiven chinesischen Konkurrenten wie Huawei verstärkt unter Druck gesetzt. Das ist der Hintergrund für den Deal zwischen Nokia und Alcatel-Lucent sowie das Streben nach mehr Effizienz.

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