Comeback

Offiziell: Nokia kommt mit Smartphones und Tablets zurück

Nokia hat offiziell bestätigt, dass es bald wieder Smartphones mit dem Markennamen des finnischen Herstellers geben wird. Selbst produzieren will das Unternehmen die Geräte aber nicht.

Nokia kehrt zurück Nokia kehrt zurück
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Seit Monaten wird über ein Comeback von Nokia auf dem Smartphone- und Tablet-Markt spekuliert. Jetzt hat der finnische Technologiekonzern offiziell bestätigt, dass es in Zukunft wieder mobile Endgeräte mit dem Namen der traditionsreichen finnischen Firma geben wird.

Selbst produzieren will das Unternehmen die neuen Geräte allerdings nicht. Stattdessen wird der Name Nokia an ein neues Unternehmen mit der Bezeichnung HMD lizenziert. Diese Firma soll aus einem Team von Spezialisten für mobile Endgeräte bestehen. Genauere Angaben machte Nokia nicht.

Neben Smartphones und Tablets sollen auch neue Feature Phones mit dem Markennamen Nokia auf den Markt kommen. Als Betriebssystem ist Android vorgesehen. Dabei ist es noch nicht bekannt, ob die Geräte auch alle Google-Dienste an Bord haben werden.

Android-Handys von Nokia sind nicht neu

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Erste Android-Handys, die Nokia noch vor dem Verkauf der Mobile-Sparte an Microsoft auf den Markt gebracht hat, wurden ohne Google-Dienste und somit auch ohne Play Store ausgeliefert. Es handelte sich allerdings um preiswerte Einsteiger-Geräte während die höherwertigen Smartphones mit dem Windows-Phone-Betriebssystem ausgestattet waren.

Die Vereinbarung von Nokia und HMD ist auf zehn Jahre angelegt. Dabei stellt sich natürlich die Frage, inwieweit man die neuen Handhelds wirklich als "echte" Nokia-Hardware bezeichnen kann oder ob hier nur die Marke genutzt werden soll, um mit neuen Geräten schnell einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Unklar ist es indes noch, wann erste Smartphones und Tablets auf den Markt kommen, die HMD unter dem Namen Nokia veröffentlicht.

Microsoft verkauft Feature-Phone-Sparte an Foxconn

Zur Ankündigung des Nokia-Comebacks passt, dass Microsoft sich vom Feature-Phone-Geschäft getrennt hat, das bis zuletzt unter dem Namen Nokia fungierte. Diese Sparte wird von Foxconn übernommen. Das chinesische Unternehmen ist unter anderem maßgeblich an der Produktion des Apple iPhone beteiligt. Microssoft betonte, dass der Verkauf des Markennamens Nokia sowie der Feature-Phone-Sparte nicht gleichbedeutend mit dem Ende von Smartphones mit Windows-Betriebssystem ist. Vielmehr wolle man die Lumia-Handys und auch die von anderen Herstellern produzierten Windows Phones weiter unterstützen.

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