Handy-Test

Nokia E6: Das erste Smartphone mit Symbian Anna im Test

Neues Business-Smartphone kostet im freien Handel ab 375 Euro
Von Björn Brodersen

Das Nokia E6, das jüngste Modell der Business- und Messaging-Smartphones der E-Serie von Nokia, hat das gleiche kompakte Blackberry-Format wie das Vorgängergerät Nokia E72. Mit Maßen von 115,5 mal 59 mal 10,5 Millimeter ist es nur unwesentlich größer, mit einem Gewicht von 133 Gramm nur unbedeutend schwerer als das E72. Die wichtigste Neuerungen des Nokia E6 gegenüber den bisherigen Smartphones der E-Serie betreffen die Bedienung: Es kann neben der Volltastatur auch über einen kapazitiven Touchscreen bedient werden und läuft als erstes Symbian-Smartphone unter der neuen Betriebssystemsversion Anna, mit der der finnische Handy-Hersteller die Zeit bis zum Launch seines ersten Smartphones mit Windows-Phone-OS überbrücken möchte. Ob das Nokia E6 die Lücke füllen kann, haben wir im Test des neuen Handys herausgefunden.

Starre Ausrichtung der Inhalte auf das Landscape-Format des Displays

Nokia E6: Das Messaging-Smartphone mit Symbian Anna im Test Nokia E6 mit Touchscreen und QWERTZ-Tastatur
Foto: teltarif.de
Vollständige mechanische QWERTZ-Tastatur, Zugriff auf Firmennnetzwerk und Firmen-Mails, umfassende Organizer-Funktionen sowie Office-Applikationen zum Lesen und Bearbeiten von Texten sind die Anforderungen an ein Business-Smartphone. Von einem Messaging-Smartphone wird erwartet, dass es aus verschiedenen Anwendungen heraus den einfachen Blick auf und den schnellen Versand von Mitteilungen erlaubt - beispielsweise per SMS, per E-Mail, per mobilem Chat oder über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Das Nokia E6 bietet fast das ganze Paket.

Die einzelnen, eng beieinander liegenden Tasten zeichnen sich durch knackige Druckpunkte aus, so dass sich die QWERTZ-Tastatur im Blackberry-Stil mit beiden Daumen gut bedienen lässt. Etliche Sonderzeichen können direkt, ohne Öffnen eines entsprechenden Auswahlmenüs, eingefügt werden. Die zusätzliche Möglichkeit, per Fingereingaben auf dem Touchscreen Menüpunkte auszuwählen oder Befehle zu bestätigen, erleichtert die Bedienung des Nokia E6. Gleichzeitig kann der 5-Wege-Navigationskey unterhalb des Displays auch zum Steuern der Maus genutzt werden.

Der TFT-LCD-Touchscreen des Nokia E6 stellt 16,7 Millionen Farben dar und misst in der Diagonale 6,2 Zentimeter bei einer Auflösung von 640 mal 480 Pixel. So lassen sich auch kleine Texte auf dem Display ablesen. Angepasst an das Display-Format werden die Inhalte durchweg im Landscape-Format angezeigt, wofür die eine oder andere App aus dem Ovi Store nicht ausgerichtet sein kann.

Umfangreiches Software-Paket für den Business-Anwender des Nokia E6

Nokia E6: Das Messaging-Smartphone mit Symbian Anna im Test Rückseite des Nokia E6
Foto: teltarif.de
Der installierte E-Mail-Client bietet den mobilen Zugriff auf mehrere persönliche Web-Mail-Konten und zeigt auch HTML-Mails und deren Anhänge an. Ein E-Mail-Webwidget kann auf der Startansicht des Nokia E6 platziert werden. Zudem unterstützt das neue Symbian-Smartphone Mail for Exchange. Zum Lesen, Bearbeiten oder Erstellen von Word-, Excel- oder Powerpoint-Dateien ist eine Vollversion des Software-Pakets QuickOffice installiert, mit dem ebenfalls aufgespielten Microsoft Communicator lassen sich zudem bei Bedarf Funktionen eines Office Communications Servers von Microsoft auf dem Nokia E6 nutzen, und Microsoft SharePoint ist über den Web-Browser abrufbar.

Persönliche Daten im Speicher lassen sich direkt im System verschlüsseln und mit einem Passwort sichern, alternativ schützt auch die Software Anti-Theft von F-Secure persönliche Daten auf dem Gerät sowie Browser-Sessions vor dem Zugriff durch Fremde. VPN-Programme ermöglichen den gesicherten Zugriff mit dem Nokia E6 von unterwegs auf Firmennetzwerke.

Vorinstalliert ist auch die App Nokia Social. Hierbei handelt es sich um eine Anwendung, die Aktivitäten aus den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook unter einer einheitlichen Oberfläche vereint. Ein Button, der zu den sozialen Netzwerken führt, erscheint auch auf den einzelnen Kontaktkarten im Adressbuch des Handys.

Das Nokia E6 kann als Massenspeicher eingesetzt werden und wird nach Verbinden des Handys über das (recht kurze) mitgelieferte USB-Kabel mit einem Windows-PC automatisch vom Windows Explorer als Wechseldatenträger erkannt. Im Massenspeicher-Modus kann aber nur auf Dateien, die auf der im Smartphone eingelegten Speicherkarte liegen, zugegriffen werden. Mediendateien lassen sich auch direkt über den Windows Media Player oder den auf dem PC installierten Nokia Player synchronisieren bzw. abspielen. In Verbindung mit der PC-Software Ovi Suite können zusätzlich noch persönliche Daten gesichert sowie Kontakte, Termine und Notizen mit Outlook abgeglichen werden, während Software-Updates over the Air durchgeführt werden können.

Auf der zweiten Seite unseres Testberichts lesen Sie, welche Neuerungen Symbian Anna für die Nutzer des Nokia  E6 bereithält.

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