Ortungsgenauigkeit

Nokia entwickelt mit Continental hochpräzise Karten für selbstfahrende Autos

Bereits auf der CES stellten viele Smartphone-Hersteller ihre Konzepte für die Integration mobiler Geräte in das Auto vor. Auch Nokia will auf diesem Markt Fuß fassen und arbeitet mit Continental an der Entwicklung von intelligenten Karten für selbstfahrende Autos.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Der Autozu­lieferer Continental will mit Nokia hochpräzise Karten entwickeln, die auch den Betrieb selbst­fahrender Fahr­zeuge ermöglichen sollen. Damit sollen Autos unter anderem ihre Position auf der Straße bis auf zehn bis 20 Zentimeter genau ermitteln können, wie Conti zur Automesse in Detroit mitteilte.

Die Karten sollen zudem eine Reihe zusätzlicher Straßen­informationen ent­halten. Das seien etwa genaue Spurdaten, variable Geschwindig­keits­be­grenzungen oder Durch­fahrt­verbote. Informationen zur aktuellen Verkehrs­dichte sollen ebenfalls geliefert werden. "Der Fahrer wird in die Lage versetzt, Staus von vornherein umgehen zu können", erklärte Continental-Manager Ralf Lenninger. Außerdem werde es damit möglich sein, LED-Scheinwerfer so weiterzuentwickeln, dass sie sich dem Straßenverlauf anpassten.

Digitale Karten gehören zum Kern­geschäft des künftigen Nokia-Konzerns nach dem geplanten Verkauf des Handy-Bereichs an Microsoft. Nokia entwickelt bereits seit Jahren digitale Karten­dienste und bietet sie auch Autoherstellern an. Dafür kauften die Finnen 2007 den großen Karten­anbieter Navteq für gut acht Milliarden Dollar.

Das Auto verschmilzt mit dem Smartphone

Nokia kooperiert mit ContinentalNokia kooperiert mit Continental Auch die Automobil­industrie setzt vermehrt auf die Zusammen­arbeit mit Smartphone-Herstellern bzw. deren Betriebs­systemen. So hat vergangene Woche Google auf der CES in Las Vegas seine Open Automotive Alliance vorgestellt. Ebenfalls bei dieser Kooperation beteiligt ist Audi. Auch Ford stellte bereits einige Konzepte vor, die in der Zusammenarbeit mit Smartphone-Software entstanden sind. Die Marktforschungsfirma Gartner schätzt derweilen, dass zum Jahr 2017 jeder vierte Autobauer Geld mit im Fahrzeug abgeschlossenen E-Commerce-Geschäften machen wird.

Interessant wird die Kooperation vor allem hinsichtlich der hohen Kosten für integrierte Navigationssysteme im Auto. Diese sind zumeist deutlich teurer als tragbare Navis oder Smartphone-Apps, bieten jedoch auch einige komfortable Zusatzfunktionen.

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