Erfahrungen

Nexus 5 im Test: Googles Angriff auf die Klassen-Besten

Schwächen bei Kamera und Freisprecheinrichtung
Von Hans-Georg Kluge

Das Nexus 5 ist eines der schnellsten Smartphones, das wir hier bis jetzt im Test hatten. Es steht auf einer Stufe mit dem Samsung Galaxy Note 3 und dem LG G2. Diverse Benchmarks zeigen hervorragende Werte - mit der Ausnahme Antutu. In diesem Benchmark liegen beide Exemplare des Nexus 5, die wir testen konnten weit unter den zu erwartenden Werten. Andere Benchmark-Apps liefern Werte im Bereich des G2 oder Note 3. Wir gehen daher von einem Fehler in Antutu aus. Im Alltag erleben wir keine Ruckler oder Aussetzer - auch leistungshungrige Apps starten sehr schnell. Für Spieler dürften die Software-Buttons störend sein, denn diese nehmen stets etwas Platz weg. Bis mehr Spiele den Immersive Modus unterstützen dürfte noch etwas Zeit vergehen.

Der Lautsprecher: Klein, Mono und leise

Google Nexus 5

Hier nicht ganz leicht zu erkennen: Auch die Seitenleisten unterscheiden sich. Hier nicht ganz leicht zu erkennen: Auch die Seitenleisten unterscheiden sich.
Bild: teltarif.de
Der Lautsprecher des Nexus 5 ist auf der Unterseite neben dem Micro-USB-Steckplatz angebracht. Entgegen dem Look handelt es sich nur um eine Mono-Box. Nur der linke Auslass ist tatsächlich ein Lautsprecher - hinter den rechten Öffnungen liegt das Mikrofon. Die Qualität der Box ist ordentlich, kommt aber nicht an nach vorne gerichtete Lautsprecher heran. Wer die Öffnungen abdeckt, reduziert die Lautstärke extrem. Zum Spielen oder Video Abspielen eignet sich das Nexus 5 in diesem Zusammenhang also nur bedingt. Kopfhörer sind eigentlich Pflicht, befinden sich aber nicht im Lieferumfang.

So funkt das Nexus 5: WLAN, LTE und Telefonieren

Das weiße und schwarze Nexus 5 unterscheiden sich in manchen Details. Das weiße und schwarze Nexus 5 unterscheiden sich in manchen Details.
Bild: teltarif.de
Im Vergleich zum LG Optimus G ist die Leistung des WLAN-Empfangs in etwa gleich. Allerdings hatten wir zeitweise Probleme damit, bestimmte Netze zu sehen und uns damit zu verbinden. Merkwürdig war hier: Unser weißes Nexus 5 konnte ein 2,4-GHz-Netz nicht finden. Unser schwarzes dagegen hatte keine Probleme. Nach einigen Tests zeigte sich: Unser WLAN lief auf Kanal 13. Das weiße Nexus 5 zeigte diesen zunächst nicht an, erst nachdem wir eine deutsche SIM-Karte einlegten, war das WLAN-Netz sichtbar. Kurios: Im betroffenen Gerät war bereits eine andere deutsche SIM-Karte aktiv. Im Internet finden sich weitere Hinweise darauf, dass das Nexus 5 WLAN-Probleme aufweist. Hier wird oft auf geringere Empfangsstärke hingewiesen.

Mobiles Internet lässt sich mit LTE nutzen, was im Alltag gut funktioniert - die Übertragungs­raten liegen im Telekom-Netz im erwarteten Rahmen. Die Empfangsstärke ist bei uns aber etwas niedriger als bei anderen Handys. Das macht sich zeitweise auch beim Telefonieren bemerkbar. Begeisternde Sprachqualität können wir dem Nexus 5 nicht bescheinigen - sie reicht aber aus, um verständlich zu telefonieren. Die eingebaute Frei­sprech­ein­richtung hat das Problem, dass der Gesprächspartner zu leise ertönt. Bei einem Telefonat von Nexus 5 zum Festnetz klingt der Nexus-5-Sprecher dann etwas zu laut.

Der nicht wechselbare Akku ist mit 2 300 mAh nicht besonders leistungsstark. Die Wahrheit liegt aber bekanntlich in der Praxis: Hier hält das Nexus 5 einen Tag ganz gut durch - auch bei reiner LTE-Nutzung ohne WLAN - mehr ist aber nicht drin. Mit geringerer Nutzung könnten auch eineinhalb Tage drin sein. In Sachen Laufzeit reißt das Nexus 5 also keine Bäume aus.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, ob die Kamera des Nexus 5 überzeugen kann und wie unser Fazit ausfällt.

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