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Windows-Mobile-Handys bekommen neuen Internet Explorer

Update für Windows Mobile 6.1 nur über Hersteller und Netzbetreiber
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Eigentlich sollte der mobile Internet Explorer 6 fester Bestandteil des Betriebssystems Windows Mobile 6.1 sein. Da die Entwicklung des neuen Browsers zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Betriebssystems vor knapp einem Jahr noch nicht abgeschlossen war, mussten die Kunden zunächst mit einer älteren Version des Internet Explorer Mobile Vorlieb nehmen. Bei Windows Mobile 6.5 ist der neue Browser Standard

Die Smartphone- und Pocket-PC-Hersteller reagierten und lieferten die Geräte zum Teil neben dem zum Betriebssystem gehörenden Internet Explorer mit einer vorinstallierten Version einer für die mobile Nutzung angepassten Version von Opera aus. Dennoch stellte Microsoft zumindest für Ende letzten Jahres ein Update des zum Betriebssystem zählenden Browsers in Aussicht.

Bei Windows Mobile 6.5 gehört der neue Browser zum Betriebssystem

Jetzt ist der Internet Explorer Mobile 6 nach einer weiteren Verzögerung tatsächlich verfügbar. Bei den ab Herbst erwarteten neuen Smartphones und Pocket-PCs mit Windows Mobile 6.5 als Betriebssystem ist der neue Browser bereits vorinstalliert. Aber auch Besitzer eines Handhelds, der unter der aktuellen Windows-Mobile-Version 6.1 läuft, dürfen auf einen aktualisierten Microsoft-Browser hoffen.

Nach einem Bericht des Onlineportals The Unwired ist es allerdings nicht geplant, den Nutzern das Update zur freien Installation bereitzustellen. Stattdessen sollen die Geräte-Hersteller und Netzbetreiber entscheiden, ob sie ihren Kunden den neuen Browser zur Verfügung stellen oder nicht. Das Update hat die offizielle Bezeichnung AKU 1.4.

Hohe Anforderungen an die Hardware

Grund für diese Maßnahme sind dem Bericht zufolge die Hardware-Anforderungen, die der neue Internet Explorer Mobile 6 mit sich bringt. So sind mindestens 128 MB RAM-Speicher erforderlich und der Prozessor muss eine Taktfrequenz von mindestens 400 MHz haben. Nicht jedes bisherige Windows-Mobile-Handy erfüllt diese Voraussetzungen, so dass es durchaus Sinn macht, für jedes einzelne Modell separat zu entscheiden, ob der neue Browser angeboten wird oder nicht.

Microsoft will mit Windows Mobile 6.5 sein Windows Phone auch auf dem Privatkunden-Markt etablieren, nachdem die Smartphones und Pocket-PCs mit dem mobilen Betriebssystem bislang vor allem von Geschäftskunden angenommen wurden. Dabei hat der Software-Riese große Konkurrenz. Insbesondere das neue Android-Betriebssystem dürfte in Zukunft an Relevanz gewinnen. Zudem sorgen neue Symbian-Smartphones und nicht zuletzt das Apple iPhone 3G für Konkurrenz und Palm versucht mit dem neuen webOS, nochmals auf dem Smartphone-Markt Fuß zu fassen.

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