Netztest

Zusammenfassung: Mobiles Internet in den Handy-Netzen im Test

Wir zeigen auf, welche Netze den besten LTE-Netzausbau haben und wer vom National Roaming am meisten profitiert. Zudem berichten wir über die Stärken und Schwächen bei der mobilen Internet-Nutzung mit dem Apple iPhone 6 und dem HTC One M9.
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Bei der Deutschen Telekom ist im Test vor allem der rasante LTE-Netzausbau aufgefallen. Neben Städten und Ballungsgebieten versorgt das Bonner Telekommunikations­unternehmen nicht nur verstärkt auch ländliche Regionen mit dem Mobilfunknetz der vierten Generation. Auch entlang der Autobahnen haben die Kunden immer öfter die Möglichkeit, über LTE online zu gehen.

Der LTE-Ausbau hat aber einen Schönheitsfehler: In Städten verzichtet die Telekom weitgehend auf den 800-MHz-Bereich. Stattdessen werden die Frequenzbereiche um 1800 und 2600 MHz verwendet, die eine schlechtere Versorgung innerhalb von Gebäuden ermöglichen. So kommt es nicht selten mitten in Berlin, Frankfurt am Main oder Friedrichshafen vor, dass man auf der Straße via LTE echtes VDSL-Feeling erlebt. Sobald man ein Gebäude betritt, werden die 4G-Signale aber so stark gedämpft, dass sich das Smartphone auf UMTS oder GSM umbucht. Oft hatten wir in solchen Situationen nur EDGE zur Verfügung, was im Jahr 2015 eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist.

Immerhin war die Telekom der einzige Netzbetreiber im Test, bei dem EDGE im GSM-Netz flächendeckend verfügbar war und auch wirklich mit Datenraten von immerhin knapp 200 kBit/s eingesetzt werden konnte. Über LTE haben wir zum Teil mehr als 100 MBit/s im Downstream gemessen. Das sind für einen mobilen Internet-Zugang sehr gute Ergebnisse, die selbst viele kabelgebundenen Anschlüsse in den Schatten stellen. Vom theoretischen Maximalwert von 300 MBit/s waren wir dennoch weit entfernt.

Vodafone verdichtet LTE-Netz vor allem in den Städten

Mehr als 100 MBit/s im Telekom-NetzMehr als 100 MBit/s im Telekom-Netz Bei unseren Test mit SIM-Karten von Vodafone haben wir gegenüber dem Vorjahr vor allem eine Verdichtung des LTE-Netzes in den Städten und Ballungsgebieten festgestellt. Dagegen macht die weitere Flächendeckung in ländlichen Gebieten beim Düsseldorfer Telekommunikations­unternehmen derzeit nur kleine Fortschritte. Dadurch kann Vodafone mit dem LTE-Ausbau der Deutschen Telekom derzeit kaum mithalten.

Dort wo Vodafone LTE-Abdeckung bietet ist die Performance in der Regel auch sehr gut. Bis zu 78 MBit/s haben wir im Downstream gemessen. Das ist weit vom beworbenen Maximalwert von bis zu 225 MBit/s entfernt. Dennoch liefert Vodafone über 4G einen Internet-Zugang auf VDSL-Niveau im Festnetz.

Über UMTS war der Online-Zugriff im Test in der Regel ebenfalls gut. Allerdings gab es auch "Ausreißer" wie in Kassel-Wilhelmshöhe, wo wir vergleichsweise magere 1,2 bis 2,2 MBit/s zur Verfügung hatten. Sorgenkind von Vodafone bleibt der Internet-Zugang im GSM-Netz, das in vielen ländlichen Regionen nach wie vor als einzige Technologie zur Verfügung steht. Anders als in den Vorjahren flossen hier zwar ebenfalls Daten. Zweistellige kBit/s-Werte im Up- und Downstream erinnern aber eher an ein analoges Modem aus den 90er Jahren als an ein modernes Breitband-Netz.

Auf der dritten und letzten Seite fassen wir die Ergebnisse zusammen, die wir mit o2, E-Plus und dem virtuellen Netz von simquadrat gesammelt haben.

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