Wacklige Verbindung

Vodafone: Sender mag nicht

In Mosbach in Baden-Württemberg sitzen rund 450 Vodafone Kunden ohne Netzversorgung da, weil die Richtfunkanbindung immer wieder aussteigt.
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Arbeiten an einer (funktionierenden) Vodafone Basis-Station. In Mosbach (Baden) gibt es an einer anderen Station Probleme mit der Anbindung.Arbeiten an einer (funktionierenden) Vodafone Basis-Station. In Mosbach (Baden) gibt es an einer anderen Station Probleme mit der Anbindung. Bei einem Mobilfunknetz kann immer einmal was ausfallen, doch der Kunde sollte möglichst davon nichts merken. In Mosbach in Baden-Württemberg allerdings ist eine Basisstation von Vodafone schon länger ausgefallen, sodass es vielen Kunden aufgefallen ist. Mindestens seit Mitte/Ende März, wie uns teltarif.de-Leser berichten. Auch die örtliche Rhein-Neckar-Zeitung griff den Fall bereits mehrfach auf.

Ein Sender mag nicht

Passiert ist seitdem einiges, doch der problematische Sender "mag" einfach nicht mehr richtig senden.

Nach Berichten der Regionalzeitung telefoniert auch die Stadtverwaltung dienstlich mit Vodafone. Ergo reklamierten Mitarbeiter bereits Mitte März die Störung bei Vodafone. Ihnen wurde eine "baldige" Entstörung zugesagt. Einem Kunden wurden von der Hotline sogar die Monatsgebühren erstattet, nachdem er sich beschwert hatte. Seitens Vodafone wurde am 26. März die "komplette Störung" festgestellt und bestätigt.

450 Kunden betroffen

Betroffen von den anhaltenden Störungen rund um den "Problemmast" in Mosbach sollen insgesamt 450 Kunden sein. Da die Richtfunkanbindung vom Sender zum Vodafone-Vermittlungsnetz immer wieder aussteigt, musste Vodafone einen "Hubsteiger" bestellen, dafür waren Sondergenehmigungen notwendig. Doch die Freude währte nur kurz. Die Mosbacher sitzen wieder ohne Netzversorgung da.

Richtfunk macht Kummer

Wir haben bei Vodafone nachgefragt: "Leider sind die bisherigen Reparaturmaßnahmen am Funkmast in Mosbach nicht von Dauer gewesen. Die Richtfunk-Anbindung fällt immer wieder aus", lautet die Antwort aus Düsseldorf. Und weiter: "Die Einschränkung besteht leider weiterhin. Unsere Netztechnik arbeitet vor Ort mit Hochdruck an der Beseitigung."

Das Problem soll an einem "fehlenden Ersatzteil" liegen, fand die Zeitung heraus. Denkbar wäre auch eine verrutschte Antenne, möglicherweise ist die Mikrowellentechnik defekt. Denkbar wäre aber auch, dass in der "Line of Sight" der Richtfunkverbindung schlicht etwas im Wege steht. Vielleicht ein Baukran oder ein neu gebautes Haus oder ein anderes Hindernis.

Richtfunkverbindungen werden von Mobilfunkern gerne genommen, wenn terrestrische Leitungen als "zu teuer" empfunden werden, in Deutschland liefert solche Leitungen zu Stationen, die "irgendwo in der Landschaft stehen", überwiegend die Deutsche Telekom.

Abhilfe: Prepaid-Karte im anderen Netz

Wer auf sein Mobiltelefon angewiesen ist, sollte sich eine Prepaid-Karte im Netz eines anderen Anbieters, hier beispielsweise Telekom oder o2 besorgen, man findet sie oft an Tankstellen oder in Supermärkten oder noch besser im örtlichen Handyshop. Zwar ist die gesetzlich geforderte Nutzeridentifizierung bei Prepaidkarten äußerst lästig, kann aber je nach Anbieter vor Ort schnell im Laden durchgeführt werden. Man muss dann nur noch allen wichtigen Kontakten die "Ersatz"-Rufnummer mitteilen. Manche Prepaid-Karten lassen sich mit wenig Aufwand am Leben erhalten und so kann man der nächsten Störung etwas gelassener entgegensehen.

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