Ausfall

o2 ohne Netz-Standort: Industriegelände abgerissen

Wenn ein Indus­trie­ge­lände abge­rissen wird, kann das für Mobil­funk­an­bieter und Kunden schlaf­lose Nächte bedeuten. o2-Kunden in Vreden sind momentan schlecht erreichbar.

Weil ein Industriegelände abgerissen wird, gibt es Probleme im o2 (Telefónica)-Netz in Vreden (NRW). Weil ein Industriegelände abgerissen wird, gibt es Probleme im o2 (Telefónica)-Netz in Vreden (NRW).
Foto: o2, Montage: teltarif.de
Man stelle sich vor, ein Indus­trie­ge­lände wird abge­räumt. Dann müssen die Mobil­funk­netz­be­treiber, die viel­leicht auf den Dächern der ehema­ligen Fabrik­ge­bäude eine Sende­sta­tion betrieben haben, diese abbauen. Norma­ler­weise gibt es dafür Kündi­gungs­fristen, und ein Netz­be­treiber sollte dann genü­gend Zeit haben, sich einen neuen Standort zu suchen oder notfalls eine "flie­gende" provi­so­ri­sche Basis­sta­tion aufzu­bauen.

Im Notfall ein Container?

Weil ein Industriegelände abgerissen wird, gibt es Probleme im o2 (Telefónica)-Netz in Vreden (NRW). Weil ein Industriegelände abgerissen wird, gibt es Probleme im o2 (Telefónica)-Netz in Vreden (NRW).
Foto: o2, Montage: teltarif.de
Telekom und Voda­fone haben dazu leicht zu trans­por­tie­rende Container teil­weise "auf Rädern" mit fertig vorbe­rei­teter Technik, die binnen weniger Tage akti­viert werden können. Sie kommen norma­ler­weise nach größeren Unwet­tern oder anderen Kata­stro­phen und bei Groß-Events (z.B. Rock-Festi­vals) zum Einsatz.

o2 betroffen

Wieder einmal hat es o2 (Telefónica) getroffen, diesmal in 48691 Vreden (Müns­ter­land) in Nord­rhein-West­falen. Dort gibt es aktuell kaum Netz vom Anbieter Telefónica Deutsch­land (o2). Der Grund ist einfach: Das Gelände der ehema­ligen Firma Bier­baum in der Otten­steiner Straße in Vreden wird "geräumt". Deshalb musste eine o2-Sende­sta­tion dort abge­baut werden.

Das Inter­net­portal Deskmodder.de, das sich norma­ler­weise speziell an Windows-10-Nutzer richtet, berich­tete über den Fall und hat dazu auch die Pres­se­stelle von Telefónica Deutsch­land befragt.

o2 möchte zu Voda­fone - das verzö­gert sich

Von o2 gab es eine Antwort: "Telefónica Deutsch­land sucht seit Bekannt­werden des geplanten Rück­baus der Fabrik­halle an der Otten­steiner Straße einen Ersatz­standort für den inzwi­schen abge­bauten Standort. Dazu haben wir im vergan­genen Jahr die Planung für eine gemein­same Nutzung des bereits vorhan­denen Voda­fone-Stand­orts Ecke Otten­steiner Straße/B70 aufge­nommen. Die Daten unserer Mobil­funk­an­lage liegen dem Unter­nehmen vor, wir erwarten hier zeitnah die finale Frei­gabe der Planung. Sobald dieser Schritt erfolgt ist, beginnen wir unver­züg­lich mit dem Aufbau. Wir bedauern es sehr, bitten aber um Verständnis, dass wir bis zur Frei­gabe durch den Mitbe­werber derzeit keine konkreten Infor­ma­tionen zum weiteren Zeit­ho­ri­zont geben können."

Nur zwei o2-Sender in Vreden?

Desk­modder berichtet weiter, dass es in Vreden aktuell nur zwei Antennen gäbe, welche dort für die Mobil­funk­ver­sor­gung von o2 zuständig sind – eine davon ist nun ausge­schaltet, bzw. exis­tiert nicht mehr. Das ist bitter. Offenbar hat sich o2 um eine Alter­na­tive bemüht und möchte bei Voda­fone als "Unter­mieter" unter­kommen. Doch die Mühlen bei Voda­fone mahlen offenbar zu langsam oder o2 hat sich "zu spät" gemeldet, das ist von hier aus schwer zu beur­teilen.

Ausweichlö­sung: Weitere SIM-Karte

Für Kunden von o2 Tele­fo­nica oder den Ange­boten von beispiels­weise Blau, Aldi Talk, Fonic, Nettokom oder WinSIM und vieler anderer Dril­lisch-Marken ist der Sender­aus­fall natür­lich bitter. Sie können derzeit kaum tele­fo­nieren oder mobil Daten bzw. Nach­richten austau­schen, sofern sie sich nicht vorüber­ge­hend eine SIM-Karte eines anderen Netz­be­trei­bers (also Telekom oder Voda­fone) zulegen. Danach müssen alle wich­tige Kontakte über die "neue" Nummer infor­miert werden.

Vorher Telekom betroffen

Inter­es­san­ter­weise hatte die Telekom "vor wenigen Monaten" eben­falls mit großen Problemen in Vreden zu kämpfen, berichtet Desk­modder weiter. Doch das sei wieder behoben.

Wer schon ein Dual-SIM-Handy besitzt (viel­leicht, ohne es zu wissen), kann sich relativ kurz­fristig eine Prepaid-Karte eines anderen Anbie­ters besorgen und schnell umschalten. Tipps zu Anbie­tern und Tarifen finden Sie im Tarif­ver­gleich von teltarif.de.

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