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7.000 Antennen: Telekom erweitert schnelles 5G-Netz

Das laufende Okto­ber­fest bricht schon jetzt alle Rekorde. In nur einer Woche wurden alleine im Netz der Telekom 88 TB Daten geschau­felt. 5G ist ein Muss.

Der Netz­ausbau ist bei allen Netz­betrei­bern in Deutsch­land mehr oder weniger im vollen Gange. Bei der Deut­schen Telekom stehen jetzt nach Angaben des Unter­neh­mens mehr als 7.000 Antennen für das schnelle 5G-Netz (auf 3,6 GHz) zur Verfü­gung. Rund 350 neue Stand­orte kamen in den letzten Wochen dazu, teilt das Unter­nehmen mit. Insge­samt bilden damit mehr als 2.300 Stand­orte (mit je 3 Antennen pro Standort) das "sehr schnelle 5G-Netz", wo (unter anderem) auf 3,6 GHz im Band "n78" gefunkt wird. Aufgrund der dort mögli­chen Band­breiten sind dort bis zu einem Gigabit pro Sekunde (und mitunter sogar noch mehr) im Down­load möglich.

Okto­ber­fest: Neuer Daten­rekord

Die Prognosen zeigten schon im Vorfeld auf Wachstum - nun liegen die ersten Zahlen vor: Auf der "Wiesn", der baye­rischen Kurz­form für die There­sien­wiese in München, wo das Okto­ber­fest nach einer Corona-Pause wieder statt­findet, hat die Telekom schon nach einer Woche ihren Daten­rekord einge­stellt: Alleine im Netz der Telekom auf der Wiesn wurden in diesem Jahr bereits 88 Tera­byte (= 90.100 Giga­byte) an Daten über­tragen und fast zwei Millionen Gespräche geführt. 2019 wurden während der gesamten Fest­zeit von 16 Tagen insge­samt noch 76 Tera­byte über­tragen.

Dieser Wert wurde jetzt nach nur einer Woche bereits am zweiten Wiesn-Samstag einge­stellt. Der Daten­ver­kehr war am zweiten Wochen­ende noch einmal deut­lich höher als eine Woche zuvor.

Wiesn: Erst­malig mit 5G

Die Telekom setzt (wie ihre Mitbe­werber) in diesem Jahr erst­mals 5G auf dem Gelände ein und will damit für einen reibungs­losen Ablauf bei der Daten­über­tra­gung sorgen: Zehn Mobil­funk-Masten und vier Stand­orte in Bier­zelten sollen die Gäste auf der Wiesn versorgen. Die aufge­baute Kapa­zität dieser zeit­lich befris­teten Sonder­ver­sor­gung würde ausrei­chen, um eine mittel­große Stadt mit Mobil­funk zu versorgen. In der Spitze sind rund 25.000 Nutzer gleich­zeitig im Netz der Telekom aktiv und tele­fonieren oder über­tragen Daten.

Nach dem Okto­ber­fest muss der Groß­teil dieser Sonder­ver­sor­gung wieder abge­baut werden, bevor es im August nächsten Jahres wieder losgeht, damit im September/Oktober gefeiert werden kann.

High­speed-5G in mehr als 500 Städten und Gemeinden

Auf dem "ultra­schnellen" 3,6-Giga­hertz-Band ist 5G der Telekom nun in mehr als 500 Städten und Gemeinden in Deutsch­land verfügbar. Neue Orte sind dabei im gesamten Bundes­gebiet zu finden. Es sind auch klei­nere Orte dabei, etwa Büsum (Schleswig-Holstein), Dernau (Rhein­land-Pfalz), Feld­kir­chen (Nieder­bayern), Röbel/Müritz (Meck­len­burg-Vorpom­mern), Rosen­thal am Renn­steig (Thüringen) und Spraitbach (Baden-Würt­tem­berg). Auch in größeren Städten hat die Telekom ihr 5G-Netz verdichtet, dazu gehörten "alle deut­schen Groß­städte", so die Auskunft aus Bonn.

Die Telekom legt Wert auf hohe Verfüg­bar­keit in der Stadt und auf dem Land, auf schnelle Down­loads und geringe Antwort­zeiten (Ping). Stolz betont die Telekom, dass in Deutsch­land mitt­ler­weile mehr als 92 Prozent der Menschen mit 5G (DSS) surfen können. Damit sei das ursprüng­liche Jahres­aus­bau­ziel bereits im Sommer erreicht worden.

5G-Netz­ausbau gegen Über­last

Telekom-Kunden berichten aller­dings in letzter Zeit von punk­tuellen und tempo­rären Über­las­tungen (wovon einige betrof­fene Kunden noch kein 5G-fähiges Gerät verwenden), was zeigt, dass dieser gewal­tige Netz­ausbau bitter notwendig ist. Es wird heute nicht mehr nur ein Bild geschickt, sondern viele streamen Live-Videos, um Freunden und Bekannten in der Welt zu zeigen, was sie gerade tun oder was für sie im Augen­blick wichtig ist.

In einem weiteren Artikel stellen wir die Tarife der Telekom für Fest­netz, Internet und das eigene MagentaTV vor.

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