Tiefbau

BREKO-Breitbandverband startet Tiefbaubörse

Einer der größten Bremsen beim Netzausbau sind fehlende Tiefbaukapazitäten. Der BREKO-Verband hat eine Börse gestartet, wo Ausbauprojekte bekannt gegeben und Terminlücken gefunden werden können.
Aus Wiesbaden von den FIBERDAYS19 berichtet
AAA
Teilen (34)

Flächendeckender Netzausbau braucht TiefbauFlächendeckender Netzausbau braucht Tiefbau Heute starten die FIBER­DAYS19 - nach Angaben des Veran­stal­ters Deutsch­lands größte Messe rund um die zukunfts­si­chere Glas­faser. Sie dauert noch bis morgen und findet in Wies­baden (bei Frank­furt/Main) im Rhein-Main-Konfe­renz-Zentrum statt. Der Bundes­ver­band Breit­band­kommuni­kation (BREKO) nutzt diese Gele­gen­heit, seine "Tief­bau­börse" offi­ziell in Betrieb zu nehmen.

Bekannt­lich sind Baufirmen Mangel­ware, sprich die Ressourcen für Tiefbau stark begrenzt und die Preise steigen und steigen. Die Tief­bau­börse des BREKO will Glas­faser-ausbau­ende Netz­be­treiber und Tief­bau­un­ter­nehmen zusam­men­bringen, damit die vorhan­denen Kapa­zi­täten der Tief­bauer – auch kurz­fristig und für kleine, schnell reali­sier­bare Ausbau­pro­jekte – Deutsch­land­weit optimal in Anspruch genommen werden können. Nicht selten haben selbst renom­mierte Tief­bau­un­ter­nehmen zwischen der Umset­zung von Groß­pro­jekten noch Termin-Lücken, die für den lokalen und regio­nalen Glas­fa­ser­ausbau sinn­voll genutzt werden könnten. Man müsste es nur wissen.

Die immer knapper werdenden Ressourcen beim "Kabel­lei­tungs­tiefbau", die für den Glas­fa­ser­ausbau entschei­dend sind, stellen ein immer größer werdendes Problem dar. Nach Erkennt­nissen des renom­mierten Insti­tuts WIK sind die Preise im Tiefbau in den vergan­genen zwei Jahren im Schnitt um rund ein Drittel gestiegen.

Bekannte Namen im Boot

Dem BREKO ist es gelungen, nicht nur klei­nere, sondern auch große, bekannte Tiefbau-Unter­nehmen mit ins Boot zu holen - beispiels­weise der Baukon­zern STRABAG, eines der größten Bauun­ter­nehmen Europas, die auch eine wich­tige Rolle beim Verwalten von Mobil­funk­stand­orten spielen oder den Gene­ral­un­ter­nehmer ELTEL, das Bauun­ter­nehmen Leon­hard Weiss mit mehr als 5000 Beschäf­tigten in Deutsch­land und Europa, sowie der im Bereich Tele­kom­mu­ni­ka­tion/Kabel­lei­tungs­tiefbau sehr starke Mittel­ständler Klenk & Sohn, die aktiv an der Tief­bau­börse teil­nehmen. Daneben koope­riert der BREKO mit dem Fach­ver­band Fern­mel­debau (FFB) und der Güte­ge­mein­schaft Kabel­lei­tungs­tiefbau als wich­tige Multi­pli­ka­toren.

Die vom BREKO initi­ierte Tief­bau­börse ist inter­net­ba­siert und soll als webba­sierte Kontakt- und Auftrags­börse weiter­ge­führt werden. Netz­be­treiber können dort unter anderem länger­fris­tige geplante Ausbau­vor­haben ankün­digen sowie konkret geplante Ausbau­pro­jekte einstellen. Tief­bau­un­ter­nehmen wiederum können hier kurz­fristig frei­wer­dende Ressourcen bekannt­geben.

In seiner im November 2018 vorge­stellten Tief­bau­studie hat das Bera­tungs­un­ter­nehmen WIK ein ganzes Bündel an Maßnahmen vorge­schlagen, um das Problem knapper Tief­baures­sourcen sowohl kurz- als auch mittel- bis lang­fristig angehen zu können. Mit dem Start der Tief­bau­börse liefert der BREKO nun einen ersten, wich­tigen Ansatz.

Doch BREKO hat noch mehr vor. So arbeitet der Verband mit seinem Refe­renten für Landes- und Kommu­nal­po­litik aktiv daran, dass sich die notwen­digen Geneh­mi­gungs- und Planungs­pro­zesse vor Ort künftig deut­lich rascher und effi­zi­enter abwi­ckeln lassen.

Weitere aktuelle Berichte von den FIBERDAYS19

Teilen (34)

Mehr zum Thema Breko Glasfasermesse