Konferenz

Web-Konferenz: Netviewer bringt App für das iPhone

Videokonferenz- und Webinar-Lösung für Privatnutzer kostenlos
Von Hagen Hellwig / Thorsten Neuhetzki

Netviewer bietet seine Konferenzen künftig auch über mobile Endgeräte an. Netviewer bietet seine Konferenzen künftig auch über mobile Endgeräte an.
Foto: teltarif.de
Der Webkonferenz-Anbieters Netviewer [Link entfernt] bringt seine Konferenz-Anwendungen auf mobilen Endgeräten, wie der Anbieter im Rahmen der CeBIT Preview bekannt gab. Weil Geräte wie das aktuelle iPhone 4 nunmehr eine akzeptable Auflösung haben, sind Netviewer-Dienste auch auf solche Smartphones und Tablet-PCs übertragbar. "Die Bildschirme sind groß genug, um zum Beispiel eine Powerpoint-Präsentation zu übertragen", sagt Unternehmenssprecher Oliver Schwartz, "allerdings gibt es in der Mobilvariante keine Videoeinblendungen und auch keine Chat-Möglichkeit." Technisch wäre beides realisierbar, aber "auf Kundenwunsch" habe man darauf verzichtet, so Schwartz. Das aktuelle iPad kann mangels Videokamera ohnehin kein Video des Benutzers erzeugen. Erst beim Nachfolgemodell wird wohl eine Webcam integriert sein.

Apple iPhone 4

Netviewer bietet seine Konferenzen künftig auch über mobile Endgeräte an. Netviewer bietet seine Konferenzen künftig auch über mobile Endgeräte an.
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Sollen Videodateien per Netviewer abgespielt werden, ist die Übertragung jedoch nicht ganz flüssig, gibt Oliver Schwartz zu bedenken. Insgesamt gibt es aber keine technischen Hürden zwischen den verschiedenen Endgeräten, denn es handelt sich hier um eine Applikation, die nicht browserbasiert ist. Auch innerhalb von Plattformen wie studiVZ oder Xing ist Netviewer nutzbar. Die Anwendung lässt sich als App integrieren. Verfügbar sein soll die App ab Mitte Februar. Dann soll es auch eine mobile Webseite geben, die von weiteren Betriebssystemen unterstützt wird.

Über 10 Millionen Webkonferenzen in 2010

Videokonferenzen und Seminare über das Internet sind seit einigen Jahren nichts Besonderes mehr. Das in Karlsruhe ansässige Unternehmen Netviewer verzeichnet beachtenswerte Zuwachsraten: "Im vergangenen Jahr 2010 wurden weltweit über 10 Millionen Webkonferenzen mit unserer Software veranstaltet", berichtet Oliver Schwartz, "im Vorjahr waren es nur 7,2 Millionen." Dennoch sieht er die Webkonferenz-Branche rund vier Jahre hinter der Entwicklung in den USA.

Von "Software-as-a-Service" zu "pay per use"

Um flexibler auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können, werden die Produkten von Netviewer nicht mehr verkauft, sondern nach dem Prinzip "Software-as-a-Service" (SaaS) vertrieben. "Der Kunde zahlt für unseren Dienst also nur für einen bestimmten Nutzungszeitraum", erläutert Schwartz. In England bieten Netviewer seine Dienste nach dem Prinzip "pay per use". Dort wird jede einzelne Nutzung abgerechnet. "Unser Ziel ist es, die mobile Nutzung der Webkonferenz als Alltagstechnologie zu etablieren – ohne komplizierte technische Einschränkungen", so Oliver Schwartz.

Nicht kommerzielle Nutzung kostenlos für maximal vier Teilnehmer

Wer Netviewer nicht kommerziell nutzt, darf dies kostenlos tun – allerdings nur mit maximal vier Teilnehmern. So lassen sich zum Beispiel mit "Netviewer Meet" Webinare veranstalten und auch Online-Support leisten. Die reguläre Nutzung mit maximal 200 (Webkonferenz) oder auch mehr (Webinar, je nach Bandbreite) Teilnehmern kostet 29,90 Euro pro Monat. Auch unter MacOS wird die Audiokonferenz jetzt mittels Voice over IP (VoIP) sowie die Webcam-Videoübertragung der Teilnehmer unterstützt.

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