LTE-to-WLAN

Netgear: Schnellster mobiler Hotspot für 330 Euro lieferbar

Der Netgear Nighthawk M1, ein mobiler LTE-to-WLAN-Router, ist ab sofort auch auf dem deutschen Markt verfügbar. Erste Käufer berichten aber von technischen Problemen.
Vom Mobile World Congress aus Barcelona berichtet
AAA
Teilen (5)

Netgear Nighthawk M1Netgear Nighthawk M1 Netgear bringt mit dem Nighthawk M1 den zurzeit schnellsten mobilen Hotspot auf den deutschen Markt. Das Gerät, das ursprünglich bereits auf der Consumer Electronics Show (CES) im Januar vergangenen Jahres vorgestellt und zunächst nur in Australien verkauft wurde, wird jetzt auch in Europa verkauft. Mit 329,99 Euro ist das Gerät deutlich teurer als die meisten anderen Mobile Hotspots. Dafür erhebt der Handheld, der den LTE- oder UMTS-basierten Internet-Zugang in den WLAN-Netz umsetzt, den Anspruch, mehr zu bieten als die Konkurrenz oder auch die eigenen AirCard-Produkte.

Der Netgear Nighthawk M1 hat einen Akku mit einer Kapazität von 5040 mAh an Bord. Das soll 24 Stunden Betriebszeit ermöglichen. Erfreulich ist, dass der Hersteller wie bei den AirCards an einem wechselbaren Akku festgehalten hat, sodass dieser sich problemlos austauschen lässt, wenn die Kapazität im Laufe der Zeit nachlässt.

Unter dem Akku befindet sich auch der Einschub für Micro-SIM-Karten. Hier ist der Hersteller demnach der von den AirCards bekannten Kartengröße treu geblieben. Unter dem Akku gibt es zudem noch einen Steckplatz für microSD-Speicherkarten, die quasi als zentraler Speicherplatz im Netzwerk dienen können. Nicht zuletzt besitzt der Netgear Nighthawk M1 auch einen Ethernet-Anschluss, sodass sich ein Gerät - etwa ein Notebook - auch kabelgebunden mit dem Router koppeln lässt.

LTE Cat. 16 sorgt für Gigabit-Geschwindigkeiten

Der Mobile Hotspot bietet LTE-Cat.-16-Unterstützung mit vierfacher Kanalbündelung und demnach bis zu 1 GBit/s im Downstream und 150 MBit/s im Upstream. Genutzt werden können Mobilfunknetze, die die LTE-Bänder 1, 3, 7, 8, 20, 28, 38, 40 und 41 sowie die UMTS-Bänder 1, 2, 5 und 8 nutzen. Der GSM-Standard wird - wie schon bei den neuere AirCard-Modellen - nicht unterstützt. Die WLAN-Schnittstelle funkt auf 2,4 und 5 GHz und unterstützt die Standard 802.11a/b/g/n/ac.

Blick ins Akkufach des neuen Netgear-RoutersBlick ins Akkufach des neuen Netgear-Routers Der Netgear Nighthawk M1 ist 105,5 mal 105,5 mal 20,35 Millimeter groß und wiegt inklusive Akku 240 Gramm. Das Gerät besitzt einen 2,4-Zoll-LCD-Bildschirm, der zentral die wichtigsten Informationen anzeigt. Anders als bei den AirCards handelt es sich aber um keinen Touchscreen. Die Steuerung ist stattdessen über die Netgear-App oder webbasiert möglich.

Erste Interessenten haben den neuen mobilen LTE-to-WLAN-Router von Netgear bereits erhalten und berichten, dass das Gerät derzeit noch über einen Softwarefehler verfügt. So speichere das Gerät bei Verwendung einer NFC-fähigen SIM-Karte keine Netzwerk-Profile ab. Der Internet-Zugangspunkt (APN) bleibe jeweils nur bis zum nächsten Neustart erhalten und müsse anschließend neu eingegeben werden. Der Fehler ist beim Hersteller bereits bekannt, sodass Hoffnung auf ein baldiges Bugfix-Update besteht. Mit "herkömmlichen" Betreiberkarten trete der Fehler nicht auf.

Teilen (5)

Mehr zum Thema Netgear