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Netgear: Mobile Hotspot für Gigabit-Performance über LTE

Der Netgear Nighthawk M1 unterstützt LTE Cat. 16 und stellt für bis zu 20 Geräte einen WLAN-Internet-Zugang zur Verfügung. Das Gerät kommt im späten Frühjahr auf den Markt
Von der CES in Las Vegas berichtet
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Netgear-Showroom auf der CESNetgear-Showroom auf der CES Netgear hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas auf einen neuen mobilen Hotspot aufmerksam gemacht, der im späten Frühjahr in Deutschland in den Handel kommen soll. Auf der Messe wurde der Nighthawk M1, wie sich das Gerät nennt, nicht gezeigt, aber in Australien ist das MiFi bereits im Handel erhältlich.

Der Handheld ist etwas größer als die bekannten AirCard-Router von Netgear. Dafür ist er für Gigabit-Geschwindigkeiten ausgelegt. Dazu bietet er Unterstützung für LTE Cat. 16. Dabei werden bis zu vier LTE-Träger gebündelt, um die sehr hohen Übertragungsgeschwindigkeiten für den mobilen Internet-Zugang zu erreichen und als WLAN-Hotspot weiterzureichen.

Bis zu 1 GBit/s im Downstream

Konkret werden bis zu 1 GBit/s im Downstream und 150 MBit/s im Upstream erreicht. Allerdings gibt es derart hohe Geschwindigkeiten in den deutschen Mobilfunknetzen derzeit noch nicht. Das WLAN-Modul ist in der Lage, auf 2,4 und 5 GHz parallel zu funken. Dazu stehen die Standards 802.11b/g/n im unteren sowie 802.11a/n/ac im oberen Frequenzbereich zur Verfügung.

Der Akku hat eine Kapazität von 5040 mAh. Damit soll der Nighthawk M1 bis zu 24 Stunden lang einen WLAN-Internet-Zugang für bis zu 20 Geräte wie Notebooks, Tablets und Smartphones zur Verfügung stellen. Der mobile LTE-to-WLAN-Router ist 105,5 mal 105,5 mal 20,35 Millimeter groß und 240 Gramm schwer.

Wie die anderen, neueren mobilen Hotspots von Netgear werden nur die LTE- und UMTS-Netze unterstützt. Ins GSM-Netz bucht sich das Gerät nicht ein. Allerdings ist es auch kaum sinnvoll, etwa einen EDGE-basierten Internet-Zugang mit maximal rund 220 kBit/s im Downstream weiterzuverteilen.

Stationäre Geräte per Ethernet-Port anbinden

Der Nighthawk M1 bekommt auch einen Ethernet-Port. So lässt sich beispielsweise ein stationärer Computer per Netzwerk-Kabel mit dem LTE-Modem verbinden. Alternativ kann auch ein Switch angeschlossen werden, um mehrere kabelgebundene PCs mit dem LTE- oder UMTS-basierten Internet-Zugang zu versorgen.

Der Verkaufspreis für den deutschen Markt steht noch nicht fest. Für Interessenten, die mit der etwas größeren Bauform und dem höheren Gewicht gegenüber vielen anderen MiFis leben können, ist der Nighthawk M1 ein durchaus interessantes Gerät, zumal es dank der Unterstützung von LTE Cat. 16 schon heute für die Übertragungsgeschwindigkeiten geeignet ist, die in den Mobilfunknetzen möglicherweise in einigen Jahren zur Verfügung stehen.

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