Mehr Reichweite

Netgear EX6200 im Test: Der WLAN-ac-Repeater in Router-Optik

Der WLAN-Repeater EX6200 von Netgear verfügt über zwei externe abnehmbare 5-dBi-Dual-Band-Antennen, die drehbar sind. Wir haben das Gerät für Sie näher unter die Lupe genommen und zeigen, ob die Einrichtung einfach ist.
Von Marleen Frontzeck-Hornke

In unserem Szenario befindet sich der Router im Keller eines zweistöckigen Einfamilienhauses und unser Testgerät haben wir im ersten Obergeschoss platziert. Der Abstand zwischen Router und Repeater beträgt damit immerhin etwas über drei Meter von unten nach oben - dabei haben wir fast die Grenze zum WLAN-Signal des Routers erreicht. Dazwischen liegt noch eine Decke bzw. ein Boden, die/der zum größten Teil aus Streckbeton besteht. Dazu gesellen sich in direkter Nachbarschaft Wasserleitungen und Fußbodenheizungen. Sprich: viele Dinge, die ein WLAN-Signal ordentlich stören können.

So klappt die Einrichtung des Gerätes

Das Repeater-Menü Das Repeater-Menü
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck
Im Grunde ist die Installation des Netgear-Repeater einfach. Für die Einrichtung des Repeaters muss man sich am Router anmelden, dies dauerte im Test etwa eine Minute. Danach führt der Installationsassistent zum Punkt heimisches Netzwerk, bei dem das eigene Netz ausgewählt wird. Dabei richtet Netgear Genie die WLAN-Verbindung zwischen dem vorhandenen Wireless Router und dem Repeater ein. Dies dauert ungefähr zwei Minuten. Netgear Genie übernimmt dabei automatisch die Einrichtung und meldet das Gerät auf dem 2,5-GHz- bzw. 5-GHz-Frequenzbereich an. Natürlich muss der Router beide Frequenzbänder unterstützen. Die Anmeldung des Routers am Repeater hat in unserem Test etwas über drei Minuten gedauert. Danach konnte man noch auswählen, ob ein Passwort für das WLAN-Netz um 2,5 GHz bzw. um 5 GHz gelten soll. Wenn nicht, dann ist der Nutzer in der Lage, für jedes Frequenzband ein anderes Passwort zu vergeben. Danach kann man sich nun im 2,4-GHz-WLAN für die Standards b/g/n oder im 5-GHz-WLAN für a oder ac anmelden.

Der Hersteller verspricht Geschwindigkeiten von bis zu 1 200 MBit/s übers WLAN-ac-Netz. Da unser Router aber kein ac, sondern "nur" WLAN-n-fähig ist, fällt die Datenrate in unserem Fall deutlich geringer aus. Als Basis hat uns der Telekom-Router Speedport W 921V gedient, der WLAN-n und damit bis zu 300 MBit/s im kabellosen Heimnetzwerk bietet. Während wir im 2,4-GHz-Frequenzband einen Nettodurchsatz von rund 7 MBit/s gemessen haben, waren es auf dem 5-GHz-Frequenzband immerhin 156 MBit/s. Die Werte sind für den privaten Gebrauch völlig in Ordnung.

Anmeldedaten können seitlich mit einer Lasche herausgezogen werden Anmeldedaten können seitlich mit einer Lasche herausgezogen werden
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck
Die Daten für die Anmeldung stehen dabei auf einem zusätzlichen Info-Blatt, das sich auf der Rückseite des Repeaters im Gehäuse befindet und sich durch eine kleine Lasche herausziehen lässt. Im nächsten Schritt der Installation müssen Sie Ihre drahtlosen Geräte mit dem Repeater-Netzwerk verbinden.

Weitere Funktionen des Repeaters

Nach der erfolgreichen Einrichtung des Repeaters wird man aufgefordert, die Datei Netgeargenie-install.exe zu installieren. Diese wird benötigt, um das Konfigurations-Menü des Repeaters aufrufen zu können. Diese lässt sich blitzschnell installieren und danach wurde uns auch gleich das kleine quadratische Konfigurations-Menü des Netgear-Repeaters angezeigt.

Erfolgreiche Installation des WLAN-Repeaters Erfolgreiche Installation des WLAN-Repeaters
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck
Eine besondere Funktion für Nutzer, die viel Videostreaming verwenden, ist der FastLane-Modus. Damit lassen sich die Videostreams verstärken. Dabei hat man die Möglichkeit, zwischen dem 2,4-GHz- und dem 5-GHz-Frequenzbereich zu wählen - natürlich muss das entsprechende Gerät auch kompatibel sein.

Über die Funktion ReadyShare-USB-Storage-Access hat der Nutzer die Möglichkeit, Dateien innerhalb eines Netzwerkes zu teilen. Dazu muss eine Festplatte oder ein USB-Stick an die USB-Schnittstelle des Range-Extender angeschlossen und entsprechend freigegeben werden. Unter Windows ruft man dazu "Start", dann "Run (ausführen)" auf und gibt in das Popup-Fenster \\readyshare ein, dann nur noch mit Ok bestätigen. Die Funktion klappte in unserem Test gut und die Dateien wurden flott zur Verfügung gestellt.

Wer sich mit einem drahtlosen Gerät, wie zum Beispiel Laptop, Tablet, Smartphone, Spielkonsole usw. mit dem WLAN-Zugang verbinden möchte, der sollte den WLAN-Manager verwenden, um die Repeater-Netzwerknamen zu finden und eine Verbindung herzustellen.

Fazit: Range-Extender überzeugt mit Preis-Leistungs-Verhältnis

Netgear EX6200 im Test Netgear EX6200 im Test
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck
Der Netgear-Repeater hat das Äußere eines Routers und bietet insgesamt eine gute Ausstattung mit vielen Konfigurationsmöglichkeiten. Das Gerät ist derzeit ab etwa 115 Euro (inklusive Versandkosten) erhältlich. Mit Blick auf die Bauform und das Design haben wir zwar ein paar Mankos feststellen müssen, die werden aber vom Funktionsumfang und der einfachen Installation recht schnell wieder wett gemacht. Insgesamt handelt es sich um ein guten Repeater, der das macht, was er soll, nämlich das WLAN-Signal dort verstärken, wo es wegen den baulichen Gegebenheiten zu Verbindungsproblemen kommt. Die Größe könnte aber für den Interessenten durchaus ein KO-Kriterium sein, so gibt es einige kompaktere Geräte, die sich womöglich besser ins Gesamtbild und in den zur Verfügung stehenden Platz eingliedern.

Mehr zum Thema WLAN-Repeater erfahren Sie auf unserer speziellen Ratgeberseite.

1 2

Mehr zum Thema WLAN