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Netgear AirCard 810 im Test: Derzeit schnellster mobiler Hotspot

Der Netgear AirCard 810 beherrscht LTE Cat. 11. Wir haben den mobilen Hotspot einem Test unterzogen. Dabei hebt sich das Gerät durch Touchscreen-Bedienung und weitere Features von der Konkurrenz ab.
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Netgear hat mit dem AirCard 810 einen neuen mobilen Hotspot auf den Markt gebracht. Das Gerät wurde bereits im Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gezeigt. Jetzt ist es auch hierzulande erhältlich. Optisch ähnelt der Handheld seinem Vorgänger, dem Netgear AirCard 790. Das Innenleben des neuen Modells bietet jedoch einige zusätzliche Features, die wir im Test näher beleuchtet haben.

Wichtigste Neuerung ist die Unterstützung für LTE Cat. 11. Das heißt, der mobile WLAN-Hotspot, der einen UMTS- oder LTE-basierten Internet-Zugang an bis zu 15 Geräte verteilen kann, unterstützt mobile Datenübertragungen mit bis zu 600 MBit/s - eine Geschwindigkeit, die die Bündelung dreier 20-MHz-LTE-Träger voraussetzt. Damit ist der Bolide derzeit der schnellste mobile Hotspot auf dem Markt.

LTE Cat. 11 kommt auch nach Deutschland

Netgear AirCard 810 im TestNetgear AirCard 810 im Test In Deutschland werden derart hohe Geschwindigkeiten von den Mobilfunk-Netzbetreibern noch nicht angeboten. Allerdings wollen die Deutsche Telekom und Vodafone, die bislang Spitzengeschwindigkeiten von 300 bzw. 225 MBit/s über 4G-Netze anbieten, noch in diesem Jahr noch höhere maximale Datenraten beim mobilen Internet-Zugang ermöglichen. Wer heute einen Netgear AirCard 810 kauft, bekommt demnach ein entsprechend zukunftssicheres Gerät.

Allerdings weist das Gerät - wie schon der Vorgänger - auch eine Schwäche auf, die eigentlich nicht nachvollziehbar ist. So werden zwar Spitzengeschwindigkeiten über LTE ermöglicht und auch in den UMTS-Netzen sind dank DC-HSPA-Technik bis zu 42 MBit/s im Downstream möglich. Der Zugang zu den GSM-Netzen und somit zu Datenverbindungen über GPRS und EDGE ist aber gar nicht erst vorgesehen.

2G-Internet fehlt komplett

Zwar macht es sicher keinen Spaß, im Jahr 2016 mit 30 kBit/s über GPRS zu surfen. Der 2G-Zugang würde aber zumindest eine Basisversorgung für den Einsatz in Regionen verfügbar machen, in denen schlicht kein UMTS- oder LTE-Ausbau existiert. So gesehen sollte Netgear hier bei künftigen Modellen auch das Einbuchen ins GSM-Netz wieder erlauben.

Die Verteilung eines ohnehin sehr langsamen Internet-Zugangs per WLAN auf mehrere andere Geräte ist sicher noch weniger sinnvoll. Der Router lässt sich aber auch per USB direkt mit einem Rechner verbinden und so als kabelgebundenes Modem für den Internet-Zugang einsetzen.

Auf Seite 2 berichten wir darüber, wie sich mit dem neuen Netgear-Router auch andere WLAN-Netze weiterverteilen lassen und wie sich der Handheld steuern lässt.

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