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Netgear AirCard 785S: Mobiler LTE-Router im Test

Bis zu zu 15 WLAN-fähige Geräte sollen sich über den mobilen LTE-Hotspot von Netgear einbuchen lassen. Wir haben den Netgear AirCard 785S in unserem Test unter die Lupe genommen. Außerdem zeigen wir, wie sich der mobile Hotspot einrichten lässt.
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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Insgesamt ist Nutzeroberfläche für die diversen Einstellungen des LTE-Routers sehr übersichtlich und leicht verständlich gestaltet. Das Design ist schlicht und wirkt nicht zu überladen. Wir haben uns im Menü gut zurecht gefunden. Bei dem Menü-Punkt "WLAN" können unter "Verbinden" das Haupt- und sekundäre WLAN-Netz bearbeitet werden. Das Haupt- und Gast-WLAN lassen sich unter "Optionen" konfigurieren. Hier sind die Verschlüsselung, das 2,4-GHz- oder 5-GHz-Frequenzband und die Anzahl der zulässigen WLAN-Geräte einstellbar. Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit, dem Haupt- und Gast-WLAN eine bestimmte Anzahl an Geräten zuzuweisen. Im letzten Punkt steht der Mac-Filtermodus zur Verfügung: Hier lassen sich Geräte einer Black- oder Whitelist oder keiner Liste zuordnen.

Ein Blick auf die Browser-BenutzeroberflächeEin Blick auf die Browser-Benutzeroberfläche Unter den allgemeinen "Einstellungen" kann der Nutzer zum Beispiel die Bildschirmhelligkeit, die Bildschirmschaltung, die Hotspot-LED, den Ruhezustand und die Sprache für den LTE-Router definieren. Neben den Geräteeinstellungen findet sich der Punkt "Software und Zurücksetzen": Hier lassen sich unter anderem die Einstellungen wiederherstellen und Software-Updates abrufen. Der Menüpunkt "Netzwerk" liefert weitere Einstellungen zum Netzwerkmodus, APN, der SIM-Karten-Sicherheit und mehr Status-Einzelheiten. Der letzte Unterpunkt ist "Router", wo der Nutzer in der Lage ist, UPnP ein- oder auszuschalten, eine Portweiterleitung oder eine Portfilterung einzurichten,

Wer den LTE-Router von Netgear vom Smartphone oder Tablet aus konfigurieren möchte, dem steht über den jeweiligen iOS- oder Android-Store eine passende App zum Download bereit - alternativ auch über die Webseite www.netgear.com/AirCardApps. Die Aircard-App bietet eine schnelle Möglichkeit, die Einstellungen zu ändern und hat eine gute Menüstruktur.

Display und Status-Anzeige

Dashboard des Netgear AirCard 785SDashboard des Netgear AirCard 785S Über das 4,5-Zentimeter-Display erhält der Nutzer Status-Informationen zum 4G/3G-Netzwerk, zur WLAN-Verbindung, zur Akkulaufzeit und kann grundlegende WLAN-Konfigurationen vornehmen sowie eine Alarm- und Benachrichtigungsfunktion einstellen. Von der Display-Auflösung darf der Nutzer allerdings nicht allzu viel erwarten. So ist diese recht grobpixelig und das Display spiegelt bei Sonneneinstrahlung stark bzw. ist schlecht ablesbar. Auf dem LCD-Bildschirm befinden sich im oberen Bereich die Anzeigen für die Signalstärke, 4G, Datenübertragung und das Mobilfunknetz. Darunter wird der aktuelle Akku-Status angezeigt und es folgt die Anzahl der mit dem mobilen Hotspot verbunden Endgeräte sowie der Stand zum verbrauchten Datenvolumen.

Rechts über dem Display ist die Status-LED erkennbar. Durch ein langsames Blinken des blauen Lichts wird die Bereitschaft signalisiert. Findet eine Datenübertragung statt, dann blinkt das blaue Licht doppelt. Ein langsames, gelbes Licht signalisiert dem Nutzer, dass der Hotspot noch mit keinem Netzwerk verbunden ist.

Erste Erfahrungen im Betrieb

Die Rückseite des mobilen LTE-Routers von NetgearDie Rückseite des mobilen LTE-Routers von Netgear Im Betrieb macht der Netgear AirCard 785S eine gute Figur und kommt in unserem Test mit einer Akkuladung etwa 6 Stunden und 30 Minuten aus. Zum Vergleich: Der Hersteller gibt im dauerhaften Betrieb eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden an. Das Einbuchen der einzelnen Geräte über den LTE-Router klappte einwandfrei und flott. Auch die Zuordnung der Geräteanzahl für die definierten WLAN-Netze wurde vom Gerät in unseren Testversuchen gut umgesetzt. Da wir nur 10 statt bis zu 15 Geräte anmelden konnten, erhält das Gerät hierfür einen Minuspunkt. Dennoch handelt es sich bei dem mobilen LTE-Router um einen nützlichen Begleiter. Gerade im Urlaub oder bei einem Treffen im Park mit mehreren Freunden hat sich das Gerät in unserem Test als äußerst hilfreich erwiesen. Natürlich muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass der Nutzer beim Einsatz auch an das Datenvolumen des jeweiligen Mobilfunk-Tarifs denken sollte. Es ist daher wichtig, in diesem Punkt vorzusorgen und vorab einen geeigneten Daten-Tarif zu buchen.

Unser Fazit: Kompakt und gut, aber mit Abstrichen

Warnmeldung bei 10 GerätenWarnmeldung bei 10 Geräten Der kleine mobile LTE-Router Netgear AirCard 785S hat ein nettes Design, macht was er soll und lässt sich einfach über einen Internet-Browser oder per App für iOS-, Android- oder Amazon-Geräte konfigurieren. Schade nur, dass sich das Display nicht per Fingertouch bedienen lässt und stark reflektiert. Zudem wäre ein Akku mit mehr Kapazität wünschenswert. Gerade Personen, die viel reisen, sich im Urlaub am Strand befinden oder beruflich mehrere WLAN-Geräte im Gepäck haben, dürfte der mobile LTE-Hotspot einen guten Dienst erweisen. Natürlich spielt dabei auch immer die Qualität des verfügbaren Mobilfunknetzes eine Rolle und man sollte je nach Daten-Tarif das Datenvolumen im Blick behalten. Online geht das Gerät zu einem Gesamtpreis ab 115 Euro (inklusive Versandkosten) über den Tisch.

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