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Netflix mit Werbung: Diese Inhalte bleiben werbefrei

Nicht bei allen Inhalten des werbe­gestützten Netflix-Abon­nements wird auch wirk­lich Werbung zu sehen sein. Hinter­grund sind unter anderem entspre­chende Verein­barungen mit Film­stu­dios.

Neue Details zu Netflix mit Werbung Neue Details zu Netflix mit Werbung
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Netflix plant, Anfang nächsten Jahres seine werbe­gestützten Abon­nements zu starten. Diese Ange­bote sind güns­tiger als die bekannten Preis­pläne des Strea­ming­dienstes. Dafür müssen die Kunden - ähnlich wie bei privaten Fern­seh­pro­grammen - mit Werbe­unter­bre­chungen leben. Ameri­kani­schen Medi­enbe­richten zufolge gilt das aber nicht für alle Inhalte. Auch bei den zum Teil durch Werbung finan­zierten Zugängen will Netflix einige Filme und Serien ohne Werbung streamen.

Dem Bericht zufolge, der sich auf mit den Plänen vertraute Personen beruft, hat Netflix gegen­über Part­nern bereits ange­kün­digt, in für Kinder bestimmten Programmen keine Werbung zu zeigen. Hinter­grund ist offenbar, dass manche Film­stu­dios dem Strea­ming­dienst keine Werbe­unter­bre­chungen in Kinder­pro­grammen gestatten. Daher wolle Netflix auch selbst produ­zierte Inhalte, die sich an die jüngsten Zuschauer richten, bis auf Weiteres ohne Werbung streamen.

Bei zuge­kauften Spiel­filmen, Serien und Doku­men­tationen könnten die Rech­tever­leiher Netflix auch über Inhalte für Kinder hinaus Unter­bre­cher-Werbung unter­sagen. Der Strea­ming­dienst müsste sich dann auf Werbe­bot­schaften vor und nach einem Film oder zwischen Serien-Episoden beschränken. Ledig­lich bei Netflix Origi­nals kann das Unter­nehmen selbst darüber entscheiden, Filme für Werbung auch zu unter­bre­chen.

Netflix nennt noch keine Details

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Netflix selbst nennt noch keine Details zu seinem werbe­gestützten Angebot. Man befinde sich noch in der Anfangs­phase der Entwick­lung. Aller­dings steht der Strea­ming­dienst durchaus unter Zeit­druck. Zuletzt waren die Kunden­zahlen rück­läufig. Denkbar wäre, die sinkenden Abon­nement­gebühren durch Werbee­ein­nahmen zu kompen­sieren. Analysten rechnen damit, dass Netflix jedes Jahr rund drei bis vier Milli­arden Dollar Werbe­ein­nahmen gene­rieren kann.

Deut­schen Netflix-Kunden droht in diesem Jahr eine Preis­erhö­hung. Schon zu Jahres­beginn hatte der Strea­ming­dienst in den USA die Kondi­tionen für Abon­nements verschlech­tert. Im Früh­jahr folgten Groß­bri­tan­nien und Irland. Anders als in den vergan­genen Jahren sind dieses Mal auch Nutzer des Basis-Abon­nements betroffen, das Strea­ming nur in SD-Qualität und keine Paral­lel­nut­zung auf mehreren Geräten ermög­licht.

Die genauen Kondi­tionen für das werbe­gestützte Netflix-Abon­nement sind noch nicht bekannt. Wie in einer weiteren Meldung bereits berichtet, zeichnet sich aber bereits ab, dass poten­zielle Kunden auf eine wich­tige Funk­tion verzichten müssen, wenn sie sich für das güns­tigere Preis­modell entscheiden.

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