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Netflix: Günstiges Abo mit Werbung denkbar

Pläne von Disney, für den eigenen Strea­ming­dienst ein güns­tiges, werbe­finan­ziertes Abo anzu­bieten, könnten Netflix unter Druck setzen.

In den vergan­genen Jahren kannten die Abon­nement-Preise von Netflix nur eine Rich­tung: nämlich nach oben. In den USA hat der Strea­ming­dienst Anfang des Jahres bereits eine neue Preis­runde einge­läutet, und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Abon­nenten auch in Deutsch­land tiefer in die Tasche greifen müssen. Dieses Mal bleiben - anders als bei früheren Preis­runden - auch Kunden mit Basis-Abon­nement nicht verschont.

Mögli­cher­weise haben Kunden dennoch mittel­fristig die Möglich­keit, wieder güns­tigere Kondi­tionen für den Zugang zu den Inhalten zu Netflix zu bekommen. Das Online­magazin Variety.com berichtet unter Beru­fung auf Spencer Neumann, CFO der hinter dem Strea­ming-Angebot stehenden Firma, es sei zwar aktuell nicht geplant, ein solches Preis­modell zu starten. Neumann sagte aber auch "sag niemals nie".

Netflix: "Wir haben nichts gegen Werbung"

Netflix bald mit Werbung? Netflix bald mit Werbung?
Bild: Netflix
Netflix habe nichts gegen Werbung, auch wenn das Unter­nehmen aktuell keine Pläne habe, sein Strea­ming-Angebot durch kommer­zielle Spots zumin­dest teil­weise zu refi­nan­zieren. Man könne aber auch nicht igno­rieren, dass ein Mitbe­werber wie Disney+ bereits ein solches Modell plane. Ende 2022 will Disney+ mit werbe­finan­zierten, vergüns­tigten Abon­nements in den USA starten.

Inter­national könnte ein vergleich­bares Angebot zu einem späteren Zeit­punkt einge­führt werden. Offi­zielle Ankün­digungen gibt es hierzu von Disney noch nicht. Denkbar wäre, dass der Konzern die Akzep­tanz des werbe­finan­zierten Ange­bots in den Verei­nigten Staaten zunächst testet und je nach Erfolg später auf andere Länder erwei­tert.

Mitbe­werber setzen Netflix unter Druck

Auch andere Netflix-Mitbe­werber in den USA bieten bereits werbe­finan­zierte Abo-Modelle an. Dazu gehören unter anderem Hulu, HBO Max und Para­mount+. Bei Sport-Strea­ming­diensten ist es bereits seit vielen Jahren auch in Deutsch­land üblich, neben Abon­nement-Gebühren auf Werbung für die Finan­zie­rung der Ange­bote zu setzen. Dabei kommt auch der Split­screen zum Einsatz. Das heißt, parallel zur laufenden Sendung wird am Bild­schirm­rand Werbung ange­zeigt.

Die in der Vergan­gen­heit von Netflix einge­führten Preis­erhö­hungen sind auch recht­lich umstritten. Warum Kunden mögli­cher­weise demnächst eine Rück­erstat­tung bekommen könnten, haben wir in einer weiteren Meldung zusam­men­gefasst.

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