Probelauf

Netflix testet in Kenia kostenlose Streaming-Abos

Netflix führt einen Test­lauf mit Gratis-Abos durch - aller­dings nicht in Europa, sondern in Kenia. Kunden bekommen nur einen redu­zierten Programm­katalog und können nur auf dem Smart­phone streamen.

Netflix testet Gratis-Abos Netflix testet Gratis-Abos
Foto: dpa
Netflix will weitere Kunden für seine Strea­ming-Abon­nements gewinnen und geht dabei jetzt auch bislang unge­wohnte Wege. Das Unter­nehmen hat einen Test­lauf mit komplett kosten­losen Zugängen gestartet. Selbst Werbe­unter­bre­chungen sind beim Gratis-Tarif von Netflix nicht zu sehen. Das Angebot hat dennoch gleich mehrere Haken und ist auch nicht für Inter­essenten aus Deutsch­land und anderen euro­päi­schen Ländern gedacht.

Der Test mit kosten­losen Netflix-Abon­nements ist derzeit nur in Kenia zugäng­lich. Zudem bekommen Kunden, die sich für den Gratis-Zugang entscheiden, laut ameri­kani­schen Medi­enbe­richten nur einen einge­schränkten Programm­umfang. Rund ein Viertel des norma­ler­weise übli­chen Port­folios an Serien, Spiel­filmen und Doku­men­tationen bekommen die Nutzer zu sehen. Damit will Netflix vor allem Werbung für seine Produkte machen - und besten­falls neue zahlende Kunden gewinnen.

Wer in Kenia wohnt, benö­tigt ein Android-Smart­phone, um das kosten­lose Schnupper-Abon­nement von Netflix zu nutzen. Auf dem Apple iPhone funk­tio­niert der Gratis-Dienst ebenso wenig wie auf Tablet, Smart-TVs oder über Strea­ming-Sticks und -Set-Top-Boxen. Zudem muss der poten­zielle Kunde mindes­tens 18 Jahre alt sein, um den Service zu buchen.

Keine Bezahl-Daten erfor­der­lich

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Bei vielen Schnupper-Abon­nements müssen Inter­essenten eine Zahlungs­methode angeben. Schließ­lich erhofft sich der jewei­lige Anbieter, dem Kunden irgend­wann doch Abon­nement-Gebühren zu entlo­cken. Netflix verzichtet bei der Aktion in Kenia auf diese Maßnahme, sodass Inter­essenten auch länger­fristig keine Gefahr laufen, in eine Kosten­falle zu tappen. Schlech­tes­ten­falls stellt Netflix die Gratis-Aktion irgend­wann wieder ein.

Zu den Einschrän­kungen beim kosten­losen Abon­nement gehört die fehlende Möglich­keit, Inhalte für die Offline-Nutzung auf das Smart­phone herun­ter­zuladen. Somit ist es beispiels­weise nicht möglich, Filme oder Serien an öffent­lichen Hotspots zur späteren Wieder­gabe down­zuladen. Auch das Strea­ming - etwa über das Goog­lecast-Proto­koll - auf einen Fern­seher ist nicht möglich.

Ob Netflix in weiteren Ländern einen vergleich­baren kosten­losen Test anbieten wird, ist derzeit noch nicht bekannt. In der Vergan­gen­heit hatte sich der Strea­ming-Anbieter stets auf die Gratis-Bereit­stel­lung einzelner Inhalte beschränkt, um für kosten­pflich­tige Abon­nements zu werben.

In einem Ratgeber finden Sie einen Vergleich der wich­tigsten Strea­ming-Anbieter für Filme und Serien.

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