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NetCologne: Anschlüsse mit bis zu 1 GBit/s im Downstream

Anbieter will Glasfasernetz zügig ausbauen
Von Daniela Eckstein

NetCologne gründete gemeinsam mit dem Münchener Carrier M-net und sieben weiteren regionalen Telekommunikationsunternehmen im März dieses Jahres den Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas). Inzwischen ist der Verband auf 17 Mitgliedsunternehmen gewachsen und rechnet damit, dass sich bald weitere Unternehmen anschließen. "Vor allem regionale Energieversorger in mittleren Städten gründen zunehmend eigene Gesellschaften und investieren in Glasfaserinfrastruktur", so Verbandspräsident Hans Konle. Ende 2009 würden die Mitgliedsunternehmen rund 108 000 Gebäude (mit 506 000 Haushalten) mit Glasfaseranschlüssen versorgen. In fünf Jahren will die Branche 750 Millionen Euro investieren und so 330 000 Gebäude mit 1,5 Millionen Haushalte versorgen können.

Der Buglas formulierte bei seiner Jahrestagung in Köln zahlreiche Forderungen an die Politik: Er kritisiert die Breitbandstrategie der Bundesregierung und die staatliche Förderung für den Breitbandausbau als unzureichend. So müsse die Politik sich für den flächendeckenden Ausbau von Anschlüssen mit einer Kapazität von mindestens 100 MBit/s stark machen (aktuelles Ziel: 50 MBit/s). Auch sollte es eine bundesweit einheitliche Förderung der in Breitband investierenden Unternehmen geben (bisher je nach Bundesland unterschiedlich).

Außerdem fordern die Unternehmen, dass Regulierungsentscheidungen zu Vorleistungsentgelten (etwa der Mietpreis der Teilnehmeranschlussleitung, kurz TAL) künftig mindestens drei bis fünf Jahre gelten sollen (aktuell zwei Jahre). Der Bundesverband verlangt zudem, dass die Deutschen Telekom künftig auf eine Gebühr bei Kündigung einer TAL verzichten muss: Bisher verlangt der Konzern pro gekündigtem Anschluss 20 Euro. Die TAL wird überflüssig, wenn ein Gebäude direkt mit Glasfaser versorgt wird.

Weiterhin wünscht sich der Buglas, dass es einen gesetzlich abgesicherten Anspruch aller Mieter auf Zugang zum Glasfasernetz geben soll. Immer wieder gebe es Fälle, bei denen die Anbindung von Gebäuden an das Glasfasernetz an der fehlenden Zustimmung des Hausbesitzers scheitert. Eine nachträgliche Anbindung des Gebäudes sei aus wirtschaftlichen Gründen kaum noch möglich.

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