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Netbook kaufen: So finden Sie das richtige Netbook

Von Rita Deutschbein
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In den letzten Monaten hat sich in der Netbook-Sparte wieder einiges getan. Mit der Einführung des Pine-Trail-Prozessors gibt es nun noch mehr Auswahl an verschiedenen Modellen, und immer mehr Menschen besitzen die kleinen Computer als Zweitgerät oder mobilen Begleiter für unterwegs. Mit steigendem Angebot ist es jedoch auch immer schwieriger, das für sich passende Gerät zu finden, zumal sich die Preise von etwa 250 bis 300 Euro für ein Standard-Netbook in der Regel wenig unterscheiden. Auch auf Plattformen wie computerfrage.net oder unserem eigenen UMPX-Forum diskutieren viele User sich die Köpfe heiß. Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über die objektiven Kaufkriterien gegeben werden, die neben dem subjektiven Geschmack zum Kauf des richtigen Netbooks für die eigenen Ansprüche führen sollen.

Intel Atom – Das Herz des Netbooks

toller-haufen In den meisten Netbooks arbeitet ein Atom-Chip von Intel. Bevor im Januar dieses Jahres auf der CES in Las Vegas der Pine-Trail-Prozessor vorgestellt wurde, waren die aktuellen Netbooks in der Regel mit einem N270- und N280-Prozessor der vorherigen Atom-Reihe ausgestattet. Diese sind mit 1,6 beziehungsweise 1,66 GHz getaktet und zeichnen sich vor allem durch ihre geringe Leistungsaufnahme und der daraus resultierenden Mobilität aus. Die Nachfolger N450 und N470 bieten neben einer geringfügig schnelleren Taktung von 1,66 (N450) beziehungsweise 1,83 GHz (N470) auch geringfügig längere Akku-Laufzeiten und sind insgesamt etwas kleiner. Die höhere Taktung ist jedoch im Betrieb nicht besonders stark spürbar. Aufgewertet werden kann das Netbook in Sachen Grafik durch zusätzliche Chips wie etwa Nvidia Ion oder den HD-Beschleuniger Crystal HD von Broadcom. Mit deren Hilfe können sowohl HD-Filme angeschaut als auch grafisch anspruchsvollere Spiele auf dem Netbook gespielt werden. Nachteil der Grafik-Chips ist allerdings ihr erhöhter Energieverbrauch und die dadurch eingeschränkte Akku-Laufzeit.

Display: Die Qual der Wahl

Netbooks verfügen meist über ein 10-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.024 mal 600 Pixel, aber auch Geräte mit einer Bildschirmdiagonalen von 11,6 oder 12,1 Zoll und einer Auflösung von von bis zu 1.366 mal 768 Pixel fallen in die Kategorie und sind zunehmend zu finden. Asus-Eee-PC-1001P Ein größeres Display sorgt jedoch auch für einen höheren Stromverbrauch und ein erhöhtes Gewicht. Das Display an sich kann entweder matt oder glänzend sein. Beide Typen haben Vor- und Nachteile. So wirken glänzende Bildschirme meist etwas edler und sind heller und kontrastreicher. Nachteil ist die oftmals recht starke Spiegelung. Matte Monitore hingegen punkten durch weniger Reflexionen und sind in heller Umgebung, wie etwa im Park in der Sonne, deutlich besser ablesbar. Wer sein Netbook also häufig im Freien nutzt, sollte sich eher für ein mattes Display entscheiden.

Windows 7 hat sich etabliert

Das Betriebssystem der Netbooks wird nahezu vollständig von Microsoft gestellt. Open Source Programme auf Linux-Basis wie Ubuntu oder Jolicloud eignen sich zwar gut für den Einsatz im Netbook, sind auf diesen jedoch ab Werk immer seltener zu finden. Standard der neuen Modelle ist mittlerweile Windows 7, das meist in der Starter Edition aufgespielt ist. Für den Hersteller günstig, bietet es für den Nutzer eher eingeschränkte Funktionen. So kann etwa das Hintergrundbild nicht ohne Weiteres geändert werden, das neue Windows Media Center fehlt ebenso wie die hübsche Aero-Glass-Oberfläche und andere Features. Besser ausgestattet ist da das immer noch zu findende Windows XP, das auch in aktuellen Netbooks wie dem Asus Eee PC 1001P noch zu finden ist. Wer mit einem älteren System leben kann oder ohnehin eine Linux-Installation im Sinn hat, sollte dies im Kopf behalten. Eine aktuelle Übersicht über Linux-Distributionen für Netbooks in zwei Teilen gibt es hier:

Von A wie Arbeitsspeicher bis W wie WLAN

Anschlüsse
In der Netbook-Ausstattung hat sich trotz neuer Entwicklungen kaum etwas geändert. Normale Festplatten sind immer noch Standard, obwohl mittlerweile die besser geeigneten SSD-Speicher eine Alternative bilden. Die Flash-Speicher wären durch ihre Robustheit, kleine Bauform, geringeren Stromverbrauch sowie ihren schnellen Zugriffszeiten perfekt für Netbooks geeignet. Jedoch ist der Preis für diese Speichervariante derzeit noch zu hoch, so dass der Wechsel nicht rentabel genug wäre. Die Anschlussmöglichkeiten belaufen sich in der Regel auf zwei bis drei USB-Ports, einen Multi-Card-Reader, VGA-Ausgang, Netzwerkanschluss und WLAN (802.11 b/g). Bluetooth ist häufig optional mit an Bord. Beim Arbeitsspeicher ist 1 GB die Norm, meist kann aber auf das Doppelte aufstockt werden. Für das uneingeschränkte Surfen unterwegs ist ein UMTS-Modul von Vorteil. Diese setzen die Hersteller immer noch nicht in allen Modellen ein, können aber gegen Aufpreis häufig aufgestockt werden.

Ohne Strom nix los

Netbooks sind vor allem für den mobilen Einsatz gedacht. Große Beachtung sollte daher dem Akku geschenkt werden. Gute Netbook-Akkus verfügen meist über sechs Zellen und eine Kapazität von mindestens 4.400 mAh oder 48 Wh. Die Laufzeit beläuft sich durchschnittlich auf fünf bis sieben Stunden, je nach ausgeübten Anwendungen. Manche Netbook-Modelle kommen auch mit einem Akku mit neun Zellen oder mit mehr Kapazität in den sechs Zellen. Die längere Laufzeit muss hier jedoch mit einem höheren Gewicht bezahlt werden. Durch ihre Größe schließen sie auch im Regelfall nicht bündig mit dem Netbook ab. Daher kann es neben unschöner Optik auch zu Passproblemen bei Schutzhüllen und Netbook-Taschen kommen. Bei der Wahl des passenden Netbooks hilft unsere Netbook-Suche. Durch die Eingabe verschiedener Suchkriterien können passende Modelle gefiltert und verschiedene Geräte miteinander verglichen werden. Die jeweiligen Datenblätter geben einen kurzen Überblick über die Ausstattung der Netbooks. So sollte jeder Suchende sein passendes Netbook finden können. Einige Netbooks und sinnvolles Zubehör finden sich auch im mobicroco-Shop, viel Spaß beim Stöbern!

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