Test

Der Staupilot TomTom GO Live 940 im Test

Dank HD-Traffic und IQ-Routes derzeit bester Verkehrsservice auf dem Markt
Von Marc Thorwartl
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Richtig gute mobile Navigationssysteme sind mittlerweile für weniger als 200 Euro im Handel erhältlich. Für diesen Preis bieten sie unter anderem einen 4,3 Zoll großen Bildschirm, bisweilen sogar TMCpro für aktuelle Verkehrshinweise, eine Sprachsteuerung und eine Freisprechanlage. Deshalb drängt sich beim TomTom GO 940 Live anfangs die Frage auf, weshalb man als Kunde knapp 500 Euro für nahezu denselben Funktionsumfang hinblättern soll? Die Antwort liefert der teltarif.de-Test, denn nach einem mehrmonatigen Dauereinsatz mit Fahrten quer durch Deutschland, Benelux, Polen und Österreich gibt es nur ein Urteil: Für Berufsfahrer oder Außendienstler, die täglich quer durch Deutschland oder Europa reisen, gibt es keinen besseren Staupiloten. Denn in der Routenoptimierung durch IQ-Routes und HD-Traffic, zwei von TomTom entwickelte Programme, liegen die eindeutigen Stärken des GO 940 Live.

Nomen est omen

Bild vom TomTom GO 940 LiveTomTom GO 940 Live Das Kürzel "Live" ist bei TomTom mehr als nur eine Floskel. Im Innern des kleinen Holländers ist eine SIM-Karte integriert, die dafür sorgt, dass neueste Informationen in Echtzeit auf den PND übertragen werden. Das umfasst nicht nur die Staus auf den Autobahnen, sondern auch auf Bundesstraßen sowie Auffahrten und Kreuzungen. Dieser TomTom-HD-Traffic-Service wird auf dem Display an der rechten Seite angezeigt. Er bildet auch die gemeldeten Staus, die Entfernung von der aktuellen Position bis dahin und die zu erwartende Verzögerung ab.

Sicherheitswarnungen, wie Unfallgefahrenstellen oder Radarkontrollen, sind ein weiteres Feature des Live-Service. Hierbei werden nicht nur die stationären sondern sogar mobilen Geschwindigkeitskontrollen angezeigt. Wer übereifrige Ordnungsbeamte beim Aufbau einer Messstelle sieht, kann das der Live-Community direkt vom PND aus melden und sofort werden die Warnhinweise aktualisiert. Zusätzlich ermöglicht der Live-Service den Zugriff auf die Google-Local-Search-Datenbank, die dann erweiterte Informationen zu den POIs in der regionalen Umgebung oder am Zielpunkt der Reise liefert. Ebenfalls enthalten: Das weltweite Wetter mit einer Fünf-Tages-Vorhersage. Die lohnt sich vor allem im Winter, wenn Wetterkapriolen binnen weniger Minute eine trockene Straße in eine schneebedeckte Rutschstrecke verwandeln können und man schon vorher die Ketten eingeladen hat.

Abonnement von Nöten

Bild vom TomTom GO 940 LiveTomTom GO 940 Live Da die Live-Services alle via Datentransfer auf den TomTom GO 940 Live übertragen werden, fallen zwangsweise Kosten an. Beim Kauf des Paketes ist ein dreimonatiges Testabo enthalten. Wer nach Ablauf weiterhin darauf nicht verzichten will, der kann für 9,95 Euro ein Monats-, für 59,95 Euro ein Halbjahres- und für 99,95 Euro das Jahresabo buchen. Hierbei trennt sich spätestens die Spreu vom Weizen, denn diese Mehrkosten rentieren sich nur für Berufsfahrer. Für Ab- und An-Navigierer ist der Dienst schlichtweg zu teuer, zumal die Live-Services nicht flächendeckend in Europa verfügbar sind. Im Moment sind die lediglich in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz erhältlich, später im Jahr kommen noch Belgien und Portugal hinzu.

Angesichts sinkender Datenroaming-Kosten ist davon auszugehen, dass TomTom seine Mischkalkulation zukünftig nach unten korrigiert, denn nur über den Preis können die Live-Services massenfähig gemacht werden. Ein weiteres Manko: Außerhalb dieser Länder navigiert der TomTom GO 940 Live ohne Verkehrsmeldungen. Dasselbe gilt natürlich, wenn der Service im Anschluss an die Testphase nicht gebucht wird. Abhilfe verschafft dann das optional erhältliche Active-Dock-Traffic RDS/TMC-Cradle mit iPod-Anschluss. Es kostet im TomTom-Shop 79,95 Euro. Beim Kauf der 940-Live-Box ist ein Gutschein enthalten, mit dem das Cradle dann lediglich 49,95 Euro kostet.

Mehr über die weitere Ausstattung des TomTom GO 940 Live erfahren Sie auf der folgenden Seite.

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