Verblüffend

simquadrat: National Roaming über­raschend auch im GSM-Netz

simquadrat kam zwar spät mit dem National Roaming zwischen o2- und E-Plus-Netz, dafür mit einer Überraschung: Im Gegensatz zu den direkt bei o2 und E-Plus geschalteten SIM-Karten können simquadrat-Nutzer auch im jeweils anderen GSM-Netz roamen. Doch wird das von Dauer sein?
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simquadrat: National Roaming überraschend auch im GSM-Netzsimquadrat: National Roaming überraschend auch im GSM-Netz Zuerst gab es bei Kunden und Beobachtern von simquadrat verärgerte oder belustigte Kommentare um die verspätete Freischaltung des National Roaming zwischen o2- und E-Plus-Netz. Da es sich bei simquadrat um einen virtuellen Mobilfunknetzbetreiber mit angemieteten E-Plus-Sendemasten handelte, musste das Unternehmen beim offizielen Start des National Roaming zunächst eine verspätete Umstellung ankündigen.

Seit die Freischaltung am Freitag bekannt gegeben wurde, mehren sich nun allerdings die überraschten Stimmen: Im sipgateblog und im teltarif.de-Forum weisen erste simquadrat-Nutzer darauf hin, dass das National Roaming mit einer simquadrat-Betreiberkarte nicht nur wie geplant im UMTS-Netz funktioniert, sondern auch im GSM-Netz. Auch per E-Mail meldeten sich Nutzer bei teltarif.de und bestätigten das GSM-Roaming.

Sprecherin bestätigt, dämpft aber Hoffnungen

Im sipgateblog hat eine Sprecherin des Unternehmens mittlerweile bestätigt, dass das National Roaming auch im GSM-Netz funktioniert - ob dies absichtlich oder unabsichtlich zustande gekommen ist, ließ sie dabei offen. Gleichzeitig dämpft sie allerdings die Hoffnungen, dass es sich dabei um eine dauerhafte Lösung handelt: "Wir können leider nicht garantieren, dass dauerhaft im GSM-Netz geroamt werden kann - und hoffen auf euer Verständnis. Aber uns gefällt’s selbstverständlich auch sehr gut", schreibt die Mitarbeiterin. Einige Nutzer berichten, dass sie jetzt einen deutlich besseren Empfang hätten. Ein anderer Kunde schreibt, dass bei ihm auch das Einbuchen in eine Femtozelle von o2, die sich in einem schlecht versorgten Gebäudeteil befinden soll, mühelos klappt.

"o2 und E-Plus Sendemasten aller (Bundes-)Länder vereinigt euch! Oder so ähnlich..." schrieb sipgate selbstironisch über den verspäteten Start des National Roaming. Darauf konterte ein Kommentator: "[Das] muss man sich wohl so vorstellen wie bei einem Marathonlauf: Der mit großem Abstand Letzte, der mit viel Mühe irgendwie ins Ziel kommt, freut sich am emotionalsten. Ob beim Zieleinlauf von simquadrat im LTE-Rennen noch irgendjemand an der Strecke sein wird, der sich mit euch freuen könnte? Irgendwann geht auch der letzte Zuschauer nach Hause."

Schwieriges Thema LTE bleibt

Wie der vorige Kommentar zeigt, bleibt der Wunsch nach LTE ein Dauerbrenner auf der Wunschliste der simquadrat-Nutzer. Einige Anwender hatten zwar berichtet, dass sie nach der Umschaltung sogar LTE mit simquadrat nutzen könnten - doch das dementierte die Mitarbeiterin. "LTE bieten wir leider noch nicht an", schreibt sie.

sipgate hält sich mit Ankündigungen und Hintergrundinfos zu LTE momentan noch zurück. Es existieren weder ein offizieller Fahrplan, bis wann die Kunden mit LTE rechnen können noch Hintergrundinformationen dazu, was die Probleme bei der Umstellung sind. Bekannt ist lediglich, dass simquadrat-Kunden im alten E-Plus-Netz wie International-Roaming-Teilnehmer aus dem Ausland behandelt wurden.

Festzuhalten bleibt, dass alle Nutzer mit einer regulären E-Plus-Karte im Rahmen der Aktion "Highspeed für alle" LTE bis zum Jahresende ohne Aufpreis nutzen können. Bei simquadrat können die Nutzer mit bis zu 42,2 MBit/s im 3G-Netz surfen. Und Drillisch wird mit seinem Vollzugrif auf das Telefónica-Netz weiterhin günstige LTE-Discounter-Tarife anbieten, an denen auch simquadrat sich messen lassen müsste. Doch selbst wenn die LTE-Freischaltung simquadrat nur wenig Neukunden bescheren sollte, wäre sie zumindest ein großes Plus für die Bestandskunden.

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